PXR 5
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Informationen
Allgemeine Angaben
Besetzung
| Dave Brock |
Vocals (4,5,8), Guitar, Bass, Synthesizers |
| Robert (Bob) Calvert |
Vocals (1,2,3,6,7) |
| Simon House |
Keyboards (2,3,6,7,8), Backing Vocals (2,7), Violin (6,8) |
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| Simon King |
Drums |
| Adrian Shaw |
Bass, Backing Vocals (2,3,6,7,8) |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Death Trap
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3.51
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| 2. |
Jack Of Shadows
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3.28
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| 3. |
Uncle Sam's On Mars
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5.44
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| 4. |
Infinity
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4.17
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| 5. |
Life Form
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1.44
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| 6. |
Robot
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8.14
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| 7. |
High Rise
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4.36
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| 8. |
PXR 5
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5,39
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| Gesamtlaufzeit | 37:33 |
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Rezensionen

Das letzte Album mit Bob Calvert, bevor er sich endgültig auf Solopfade begab und leider darin umkam. Schon die beiden Vorgänger Hawkwind-Alben "Astounding Sounds, Amazing Music" und "Quark, Strangeness & Charm" waren deutlich von Calverts exaltiertem Gesang und einer Hinwendung zu Songs anstelle von Sounds geprägt. Das recht schwache Hawklords Album von 1978 ließ jedoch für kommende Dinge nichts Gutes befürchten. Doch es kam gottseidank anders. Meiner Meinung nach liegt hier ganz klar eines der besten Hawkwind-Alben aus den 70er Jahren vor.
Los geht's mit "Death Trap", und der Song, im schnellen schnörkellosen Rock-Stil gehalten, ist bis heute nicht von ungefähr ein gern gespielter Konzert-Favourite der Truppe. "Jack of Shadows" ist dann der für mich schwächste Song auf dem Album, irgendwie rauscht er vorbei ohne aufzufallen. "Uncle Sam's On Mars", der hier schon zu erkennen gibt, dass der Song gutes Livepotential hat und vor allem durch den permanent durchgetrommelten straighten Beat fast etwas Meditatives annimmt (dass aber hier niemand einen New Age Song erwartet!). Alle diese Songs sind jedoch nicht so spaceig, wie die Hawks in der Frühzeit ihrer langen Karriere waren. Auch das anarchische Soundelement verschwand mit Nik Turner aus der Band.
Weiter mit Song 4, "Infinity". Ein ruhiger, leicht spaceig akustisch gehaltener Song, der etwas an die ähnlichen Stücke auf den ersten Alben erinnert. "Life Form" ist dann wie gewohnt eine kurze Spielerei, bevor mit den letzten drei Songs das Album zum Höhepunkt kommt.
"Robot" reflektiert über 8 Minuten Isaac Asimovs Gesetze der Robotik, im Sound "Steppenwolf" auf dem "Astounding..." Album nicht unähnlich. Der spaceigste und typischste Hawkwind Song auf dem Album ist für mich auch klar der Höhepunkt. Wie in Steppenwolf beginnt Calvert auch hier im instrumentalen Mittelteil den Song mit gesprochenen Sätzen zu bereichern, und wenn er "I am a robot, I am your slave" rezitiert, beginnt man schon mal nachzudenken, wie Menschen wohl mit menschenähnlichen Robotern umgehen würden (siehe auch z. B. den Film "Der 200 Jahre Mann", basierend auf der Kurzgeschichte von Asimov). Treibend, rockend, dazu noch Simon House' Violine - ein Hawkwind-Klassiker.
"High Rise" folgt als nächstes. Der Chorus mit dem Titel frisst sich sofort nach einmaligem Hören fest, und der ruhig vor sich hintreibende, von einer Orgel unterlegte Song mit dem wiederum Klasse-Text (diesmal nach dem Buch "High Rise" von J.G. Ballard, deutsch als "Der Block" bei Heyne erschienen) wird zum Mitsing-Ohrwurm. Findet man nicht oft bei den Habichten. Als letztes der Titelsong "PXR 5": bleibt der Song (rockig-sphärisch, wieder mit einem Science Fiction Text) wieder durch den Chorus "PXR 5", den Brock rausbrüllt, schnell hängen.
Wer Hawkwind nicht nur spaceig, anarchisch oder - wie heutzutage - elektronisch mag, sondern auch mal richtige Songs von ihnen hören will, sollte sich hier mal bedienen. Wobei das leider nicht ganz leicht ist, das Album ist nämlich längst gestrichen und über die üblichen Quellen nicht unbedingt billig erhältlich.
| Anspieltipp(s): |
Death Trap, Robot, High Rise |
| Vergleichbar mit: |
den Hawkwind Alben "Astounding Sound" und "Quark, Strangeness.." |
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| Veröffentlicht am: |
28.1.2004 |
| Letzte Änderung: |
28.1.2004 |
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"PXR 5" ist als Abschluss der Robert-Calvert-Ära bei Hawkwind sowie überhaupt der 70er Jahre noch mal eine nette Zusammenfassung des vorangeganenen Jahrzehnts. Dabei wird untypisch rockig begonnen: Das flotte "Death Trap" ist eine reine Hardrocknummer und kommt gänzlich ohne Synthesizer-, Keyboard-, Bläser- oder gar Geigeneinsätze aus, nur ein paar Gitarreneffekte sorgen für etwas Psychedelik. "Jack Of Shadows" ist dagegen etwas zurückhaltender ausgefallen, auch die Keyboards sind zurück, und erinnert entfernt an den Titeltrack von "Quark, Strangeness And Charm". Nett, aber etwas bieder.
"Uncle Sam's On Mars" ist dann wieder eine typische Hawkwind-Nummer mit hypnotisch ratterndem Rhythmus, einer Menge Weltraumeffekte und sozialkritischem Text. Für meinen Geschmack allerdings fällt man hier zu sehr in die Schemata der "Doremi Fasol Latido"-Ära zurück, denn musikalisch ist die Nummer in ihrer Repetetivität völlig unergiebig (und noch dazu trotz der düsteren Thematik nicht mal hart). Das folgende "Infinity" wildert mit reichlicher Keyboardbegleitung, optimistischer Stimmung und im Hintergrund gehaltenem Gesang nochmals in hippiesker Weltraumschwärmerei, wie man sie vielleicht von "Hall Of The Mountain Grill" kennt ("Wind Of Change", "You'd Better Believe It"). Obgleich der Höreindruck etwas cheesy ausfällt, muss ich dieser Nummer doch Stimmung und Qualität bescheinigen. Das kurze Instrumental "Life Form" schließt sich dem übrigens nahtlos an.
Es folgt "Robot", mit dem Hawkwind nochmals eines ihrer Lieblingsthemen überhaupt bearbeiten (vergleiche auch "Spirit Of The Age" oder "Angela Android"). Die Musik dazu ist allerdings wieder eher traditionell, stampfig und simpel ausgefallen. Der markanteste Unterschied zu Sachen wie "Orgone Accumulator" oder "Psychedelic Warlords" dürfte neben Robert Calvert wohl in den effektvolleren Keyboards und der leider nicht sehr prominenten Violine von Simon House liegen; als Literaturbearbeitung (Isaac Asimov) steckt "Robot" aber sowieso hinter "Steppenwolf" zurück. Ansonsten steckt mir hier wieder zuviel Rausch drin.
"PXR 5" wird beschlossen von "High Rise" und dem Titeltrack. "High Rise" ist dabei eine herrlich entspannte und düstere Nummer, in der Robert Calvert nochmals zu Hochform aufläuft. Der hymnische Refrain mit Chorgesang sowie die von Keyboard und Bass dominierte Instrumentierung verbreiten eine bei Hawkwind ansonsten eher unbekannte, melancholische Stimmung. Mir gefällt's. "PXR 5" ist am Ende nochmals eine ziemlich flotte Spacerocknummer, die ihre geistigen Vorbilder "Space Is Deep" und "Paradox" immerhin von Tempo und wehmütiger Stimmung her schlägt. Der verzerrte Gesang ist dagegen eher fragwürdig, und wieder mal fällt die andernorts (aber kaum auf diesem Album) vorhandene Härte unter den Tisch. Für Aufsehen sorgt allerdings der rhythmische Wechsel nach ca. 2:50 - sollten Hawkwind etwa doch eine Progband sein?
Fazit also: Hawkwind fallen in einzelnen Songs letztmalig in das beliebige Gewuschel ihrer Frühphase zurück, das allerdings mit der Programmatik der Zeit ab 1975 kombiniert wird, wie sich in der Keyboardarbeit manifestiert. Eher nachteilig wirkt sich dagegen die Tatsache aus, dass prägnante Gitarrenriffs wie auf "Warrior On The Edge Of Time" ("Magnu") fehlen. Und auch die Songs erreichen nur selten die Klasse von Perlen wie "Steppenwolf", "Reefer Madness", "Spirit Of The Age" oder "Hassan I Sabha". Unterm Strich ist "PXR 5" damit ein eher durchschnittliches Album, auf dem sich Lichtblicke und beliebiger Leerlauf ungefähr die Waage halten. Eigentlich schade, Robert Calvert hätte sich gerne spektakulärer verabschieden können.
| Anspieltipp(s): |
Death Trap, High Rise, PXR 5 |
| Vergleichbar mit: |
allen Alben von 1972 bis 1978 zu gleichen Teilen |
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| Veröffentlicht am: |
16.6.2012 |
| Letzte Änderung: |
16.6.2012 |
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