Sonic Attack
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
RCA |
| Durchschnittswertung: |
10/15 (2 Rezensionen) |
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Besetzung
| Dave Brock |
guitar,synthesizer and keyboards,vocals on 5,6,8,9,10,11 |
| Huw Lloyd-Langton |
lead guitar,vocals on 2 |
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| Harvey Bainbridge |
bass,synthesizer and keyboards,vocals on 1,3,4 |
| Martin Griffin |
drums |
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Gastmusiker
| Michael Moorcock |
vocals on 7 |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Sonic Attack
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4:45
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| 2. |
Rocky Paths
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3:38
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| 3. |
Psychosonia
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2:44
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| 4. |
Virgin Of The World
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4:22
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| 5. |
Angels Of Death
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6:02
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| 6. |
Living On A Knife Edge
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4:49
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| 7. |
Coded Languages
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4:53
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| 8. |
Disintegration
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1:07
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| 9. |
Streets Of Fear
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4:12
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| 10. |
Lost Chances
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5:45
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| 11. |
Trans-Dimensional Man
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4:03
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| Gesamtlaufzeit | 46:20 |
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Rezensionen

Der Titeltrack wird von der dramatisch vorgetragenen Anweisung aus der Feder Michael Moorcocks bestimmt, wie man sich im Falle von "Sonic Attack" zu verhalten hat, um am Leben zu bleiben. Die Begleitung dazu besteht aus elektronischem Rhythmus mit Sequencer, sowie lautmalerischen Effekten. Moorcocks Text zu "Sonic attack" - allerdings mit spartanischer Sounduntermalung - ist bereits auf frühen Konzertaufnahmen der Band, wie diesen von "Space ritual", zu finden. Mit "Rocky Paths" folgt ein gitarrenlastiger Spacerocker mit einigen Synthieeinwürfen. "Psychosonia" wird von einer wahrlich psychotischen Stimmcollage eröffnet, auf die simpler rockiger Unterbau mit Gitarrensolos folgt. Elektronische Keyboards mit Sequencermustern und chorähnlichen Klangflächen bestimmen das Geschehen auf "Virgin of the world". Dazu ertönt ein kurzer, von einer verfremdeten Stimme gesprochener Text. Der rockige, einprägsame Song "Angels of death" darf sein Anfang der 80-er bei kaum einen Hawkwind-Konzert fehlen. "Living on knife edge", mit rebellisch-punkigem Sprechgesang, gehört zu den einfacheren Hawkwind-Songs, wobei ich zu der Ansicht neige, dass dieses Gesangsmerkmal eher eine vor-punkige Erfindung von Hawkwind ist. "Coded languages" beginnt mit neurotischen Stimmen zu Sequencerbegleitung. Das Stück entwickelt sich zum Rocker, mit Sprechgesang (und Text) von Michael Moorcock, dessen gesangliche Darbietung mich an einen gewissen Johnny "Rotten" Lydon erinnert. "Streets of fear", für mich gelungenster Space-Rocker dieses Albums, zeichnet sich durch dezenten Charme und wirkungsvolle Keys/Gitarren-Arrangements aus. "Lost chances" ist ein leicht euphorisch wirkender, treibender Song, in seiner Gesamtheit eigentlich noch ein spaciges Hawkwind-Meisterstückchen. "Trans-dimensional", erst auf der CD-Ausgabe zu finden, weist eine eher mainstreamig-poppige Ausrichtung auf.
"Sonic attack" wurde von einigen als Rückkehr der "klasischen" Hawkwind gefeiert, von anderen wiederum als eine durchschnittliche Leistung eingestuft. Wie dem auch sei, das Album ist auf jeden Fall songorientiert und rockig ausgefallen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
21.2.2004 |
| Letzte Änderung: |
10.7.2004 |
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So schnell Ginger Baker und Tim Blake 1979/80 bei Hawkwind eingestiegen waren und so überzeugend sie auf "Levitation" (und auch auf "Live '79") agiert hatten, so schnell waren sie anschließend auch wieder Geschichte. Immerhin, Huw Lloyd-Langton und Harvey Bainbridge sind geblieben und sollten Dave Brock als Garanten für eine gewisse musikalische Konstanz noch durch die ganzen 80er hindurch begleiten.
Der größte Klopper von "Sonic Attack" steht schon gleich zu Beginn des Albums, Michael Moorcocks skurrilen Text mochte ich nämlich schon auf den ganzen 70er-Livealben und -Compilations nicht. Immerhin gibt's hier eine nette elektronische Begleitung zum reichlich hysterischen Vortrag. Anschließend allerdings wird es recht interessant, denn allem Anschein nach finden Hawkwind nach dem ziemlich verspielten "Levitation" wieder zu einem straighteren Sound zurück. In "Rocky Paths" kloppt Martin Griffin am Schlagzeug geradezu drauflos, und die sich mit den effektvollen Gitarren duellierenden futuristisch-überladenen Keyboards dazu sind so richtig schön 80er. Lediglich gesanglich ist hier noch ordentlich Luft nach oben. In eine ähnliche Kerbe schlagen der Heavyrocker "Angels Of Death", der ebenfalls zackiger daherkommt als vergleichbarer 70er-Stoff wie "PXR 5", und "Disintegration", dessen merkwürdiger Gesang aber verschreckt. Das hätte Robert Calvert, der hier offenbar imitiert wird, aber besser gekonnt!
Ein kleinerer Rückschritt ist dagegen "Living On A Knife Edge", dessen Anfang eine äußerst simple Akkordfolge à la "Blitzkrieg Bop" und monotonen Gesang bietet. Immerhin, die relaxte zweite Hälfte rettet diese Nummer."Streets Of Fear" weckt in melodischer Hinsicht ebenfalls Assoziationen, denn offenbar hat man sich hier "Magnu" vom "Warrior On The Edge Of Time"-Album zum Vorbild genommen - eine Nummer allerdings, hinter der man nur zurückstecken kann. Zudem stört hier der etwas hoppelige Rhythmus. "Lost Chances" ist dann mit straightem Rhythmus, ausladender Arbeit von Gitarre und Synthesizern sowie einem netten Zwischenspiel sowas wie der prägende Song dieses Albums.
Vom "Levitation"-Stil übernommen hat man indes noch die abgedrehten Zwischenstücke "Psychosonia" und "Coded Languages". Auch die romantische Atmosphäre von "Virgin Of The World" ist in dieser Hinsicht bemerkenswert und geht als netter Bastard aus Tim-Blake-Elektronik und angedeuteter Gilmourgitarre durch. Und das abschließende "Trans-Dimensional Man" fällt mit seinem eher gemäßigten Rhythmus und der schnoddrigen Stimmung von "Spirit Of The Age" als das vielleicht 70erste Stück ebenso aus dem Rahmen von "Sonic Attack".
Fazit somit: Hawkwind sind auf "Sonic Attack" insgesamt im Vergleich zu "Levitation" wieder geradliniger und psychedelischer unterwegs. Andererseits nehmen die Keyboards mehr Raum denn je ein, und die Rhythmik dazu ist auch so straff wie selten. Damit stellt sich erneut die Frage, ob man es hier nicht sogar mit dem Archetypen eines Hawkwind-Albums zu tun haben könnte. Andererseits lässt sich immer mal wieder der etwas merkwürdige, weil punkig klingende Gesang kritisieren. Dessen ungeachtet ist "Sonic Attack" aber definitiv eines der interessanteren Hawkwind-Alben und auch nicht der verkehrteste Ausgangspunkt in das 80er-Schaffen der Band.
| Anspieltipp(s): |
Rocky Paths, Virgin Of The World, Lost Chances |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
15.7.2012 |
| Letzte Änderung: |
15.7.2012 |
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