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Blackfield

Blackfield

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004
Besonderheiten/Stil: ArtPop; New Artrock
Label: Helicon
Durchschnittswertung: 11.6/15 (5 Rezensionen)

Besetzung

Aviv Geffen Vocals, Instruments
Steven Wilson Vocals, Instruments

Gastmusiker

The Mistakes All Instruments (4)
The Illusion Quartet Strings (1, 5, 7, 10)
Gavin Harrison Drums (1, 6)
Chris Maitland Drums (2, 9, 10)
Jeremy Kaplan Drums (3, 7)

Tracklist

Disc 1
1. Open Mind 3:51
2. Blackfield 4:07
3. Glow 4:00
4. Scars 3:58
5. Lullaby 3:30
6. Pain 3:48
7. Summer 4:13
8. Cloudy Now 3:35
9. The Hole In Me 2:47
10. Hello 3:09
Gesamtlaufzeit36:58


Rezensionen


Von: Christian Rode @ (Rezension 1 von 5)


Blackfield - das ist Musik für's Herz, melancholisch und harmonisch. Blackfield – das sind Aviv Geffen und Steven Wilson. Aviv Geffen soll in Israel relativ bekannt sein, bei uns bislang eher nicht. Das könnte sich nun ändern. Steven Wilson kennen die meisten von seinem Hauptprojekt Porcupine Tree her. Und keines seiner Sideprojects klingt so nach Porcupine Tree wie Blackfield. Mit Aviv Geffen hat er einen Bruder im Geiste gefunden. Die meisten Songs haben denn auch beide gemeinsam komponiert.

Die Verwandtschaft zu Porcupine Tree ist ziemlich eindeutig. Es sind aber nicht die PT von In Absentia, das ja auch nur ein vorübergehendes Kapitel in der Bandgeschichte darstellen soll, sondern mehr die PT um die beiden Vorgänger-Alben Stupid Dream und Lightbulb Sun herum. Dabei noch eine Spur relaxter, melodischer, harmonischer. Die Scheibe ist vom Sound her einfach rund, was aber auch heißt: ohne Ecken und Kanten. Dies könnte Leuten, die schon Porcupine Tree zu langweilig finden, bitter aufstoßen.

Die meisten Songs beginnen ruhig auf akustischer Basis mit Gitarre oder Piano, um dann im Refrain und zum Ende hin plötzlich Bombast im Midtempo zu entfalten, der durch schweren Schlagzeug und Mellotron- bzw. Streicher-Einsatz hervorgerufen wird. Nicht alle Songs sind dabei wirklich gut gelungen, einige klingen ein bisschen fad, sind aber doch gut hörbar (Glow, Lullaby, Pain), andere sind wahre Art-Rock-Perlen und überzeugen durch ausgefeilte Melodien, Arrangements und superharmonischen Gesang, der auch schon mal an Crosby, Stills, Nash & Young erinnert (Open Mind, Blackfield, Scars, Summer, The Hole in me und die Ohrwurm-Single Hello). Musikalisch kommen sonst zum Vergleich natürlich noch Pink Floyd im Endstadium in Frage (Open Mind, Cloudy now). Ein Album, das man auch gut nebenbei hören kann. Dabei machen Blackfield gewiss keinen Mainstream, es ist einfach nur total angenehm zu hören und entspannend. Sanfte Melancholie, die glücklich macht.

Die internationale Pressung enthält gegenüber der israelischen Ausgabe einige Bonus-Tracks.

Anspieltipp(s): Hello, Blackfield, Summer
Vergleichbar mit: Porcupine Tree, späte Pink Floyd
Veröffentlicht am: 11.3.2004
Letzte Änderung: 27.7.2013
Wertung: 12/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 5)


Ein paar ergänzende Worte noch zur Bonus CD, die gerade mal drei Titel mit einer Laufzeit von etwas mehr als 10 Minuten, sowie ein optisch geschmackvoll gestaltetes Video zum Titel "Blackfield" enthält.

Die beiden Nonalbum-Tracks "Perfect world" und "Where is my love?" setzen nahtlos die musikalische Grundausrichtung des Albums fort - verpacken in 3-4 Minuten traurige, perfekt arrangierte Popmusik, die man auf diese Art und von dieser Qualität leider viel zu selten findet. Während "Perfect world" mehr auf voluminösen Sound setzt, greift "Where is my love?" vor allem auf Harmonien mit Tiefgang und Weltschmerz zurück. Abschließend dokumentiert eine Liveversion von "Cloudy now", die energetische, fragile Bühnenpower des israelisch-englischen Projektes, die man auf diese Art auch während der beeindruckenden Europatour im Herbst 2004 präsentiert bekam.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 29.12.2004
Letzte Änderung: 19.4.2012
Wertung: 12/15

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Von: Sal Pichireddu @ (Rezension 3 von 5)


Das x-te Side-Project des Porcupine Tree-Bosses Steve Wilson knüpft paradoxerweise an seine Stammband an; etwas, was er bisher bei seinen Randaktivitäten zu vermeiden suchte. Doch immerhin recyclet er ein Entwicklungsstadium, dass seine Hauptband (erst einmal?) hinter sich gelassen hat: Derweil Wilson bei Porcupine Tree neuerdings weniger gediegene, dafür härtere Töne (s. In Absentia) anschlägt, dominieren bei Blackfield die ruhigen, elegischen Sounds, wie sie Wilson schon auf auf Porcupine Tree's "Lightbulb Sun" traumhaft umsetzte.

Mit dem israelischen Superstar Aviv Geffen bastelt er zehn Tracks im Studio und gemeinsam haben sie es geschafft den Songs eine Leichtigkeit zu geben, die im Bereich des Progressive Rock selten ist. So ist also das wirklich Überraschende und Erfreuliche am Blackfield-Debüt das lockere Feeling der Scheibe: Das Resultat sind zehn Ohrwürmer, die sich (und das ist wirklich Erstaunliche!) trotz ihrer Ohrwurmhaftigkeit einfach nicht abnutzen. Musikalisch hat Blackfield allerdings nur noch ansatzweise mit Prog (gefühlter Prog wäre hier der richtige Terminus) zu tun, nicht zuletzt wegen der teilweise politischen Texte (nämlich immer wenn Geffen die Feder führte); trotzdem: Ein sehr erfreuliches Album aus dem Sektor.

Anspieltipp(s): Blackfield, Glow, Cloudy Now, Hello
Vergleichbar mit: Porcupine Tree's "Lightbulb Sun" in ihren Songwriter-Momenten
Veröffentlicht am: 4.3.2007
Letzte Änderung: 4.3.2007
Wertung: 12/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 4 von 5)


Wer auf melodische und sehr eingängige Musik steht, der sollte sich unbedingt das Erstlingswerk der Band "Blackfield", bestehend aus dem israelischen Musiker Aviv Geffen und "Porcupine Tree" Frontmann Steven Wilson, besorgen. Auf dem gleichnamigen Album bekommt man wunderschöne, schwebende und fesselnde Musik zu hören. Die Kompositionen gehen sofort ins Ohr und verbleiben dort auch.

Nun, aber trotzdem ist das kein Mainstream, den man hier zu hören bekommt. Vielmehr ist es sehr intelligente und gute gemachte Rock- und Pop-Musik, die sich hier ihren Weg in die Gehirnwindungen bahnt. Und "Blackfield" beweisen mit ihrem Album ebenfalls, dass man sich an eingängiger Musik nicht unbedingt schnell überhören muss. Denn die Scheibe kann immer wieder in den CD-Spieler eingelegt werden, ohne, dass sie langweilig werden würde. Ganz im Gegenteil, immer wieder entdeckt man neue Facetten an dieser so wunderschön harmonischen Musik.

Musikalisch ist die Nähe zu "Porcupine Tree" nicht zu verheimlichen. Dabei haben die Stücke allerdings nichts mit den härteren Nummern von "Porcupine Tree" zu tun, die es vor allem auf den letzteren Platten der Band zu hören gab. Auf "Blackfield" befindet sich eine Ansammlung ruhiger Lieder, die denen, von der Stimmung her, auf den "Porcupine Tree" Alben "Lightbulb Sun" und "Stupid Dream" nahe kommen. Doch auch der Einfluss Aviv Geffens ist zu bemerken, denn hier klingt alles noch mal ein Stück harmonischer und eindringlicher.

Dagegen fehlen allerdings zum großen Teil die Ecken und Kanten. Alles auf dem Album ist irgendwie schön, aber nichts ist da mehr überraschend. Das Album eignet sich dafür allerdings sehr gut zum "Nebenbeihören", genauso wie zum Eintauchen in die Musik, liegend mit Kopfhörern auf seinem Lieblingsplätzchen.

Und die Highlights des Albums warten auf den Hörer dann am Ende des Albums. "Cloudy Now", "The Hole In Me" und "Hello" sind ganz tolle Songs. Vom Text her etwas für den Kopf, von der Musik her etwas für das Herz. Genau so sollte ruhige, melancholische Musik eigentlich immer klingen.

Fazit: Schöne, ruhige, sanfte und manchmal melancholische Musik bekommt man auf "Blackfield" von "Blackfield" kredenzt. Die Musik fließt und gegen Ende warten dann noch die richtigen Höhepunkte. Für alle, die Musik zum Träumen mögen eine klare Kaufempfehlung - auch wenn die CD für heutige Zeiten sehr kurz geraten ist. 36 Minuten erinnern eher an analoge Plattenzeiten, als an das digitale Zeitalter.

Anspieltipp(s): Lullaby, Pain, Cloudy Now, The Hole In Me, Hello
Vergleichbar mit: Porcupine Tree, Aviv Geffen auf den israelischen Originalen
Veröffentlicht am: 11.1.2012
Letzte Änderung: 3.3.2012
Wertung: 10/15

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Von: Marc Colling @ (Rezension 5 von 5)


2004 war die Progwelt gespalten als bekannt wurde, dass Steven Wilson als Kopf von Porcupine Tree und Aviv Geffen, in Israel ein bekannter Popsänger, eine Kollaboration planten. Das Resultat in Form der hier rezensierten CD war dann auch für Proggies überraschend, wegen der wirklich simplen und eingängigen Songs, welche die beiden meist zusammen geschrieben hatten. Mittlerweile weiß jeder, dass Wilson dieses einfache Komponieren immer in sich trug. Für ihn war das nur ein normaler künstlerischer Prozess. Die CD wird bald zum Abstossen bei einem Verkaufsportal landen, war damals mein erstes Fazit.

Nun, über 12 Jahre später steht die Scheibe immer noch bei mir im Schrank. Ohne Staub anzusetzen, denn regelmäßig verschwindet der Silberling in meinem Player. Trotz aller Eingängigkeit, trotz des nur leichten Progeinschlags. Die Kompositionen lösen auch heute noch ein wohliges Gefühl bei mir aus, manchmal jagen sie einem einen regelrechten Schauer über den Rücken. Warum?

Nun, trotz Eingängigkeit ist die Musik spannend. Sie ist interessant. Sie ist variabel. Sie ist in keine Schublade zu stecken. Sie ist absolut zeitlos. Man höre mal GLOW. Alles drin. Alles dran. Oder LULLABY. Stillstand pur. Ruhe total. Wundervolle Streicher. Und ein simples Klaviermotiv. Ohne die geringste Ahnung von Klavierspielen könnte ich diesen Part nach 10 Minuten übernehmen. Und doch ist eine einzigartige Magie zu spüren. PAIN ist dann mal etwas lauter und treibender. Doch der Refrain ist so toll, da fehlen mir die Worte.

SUMMER ist noch mal 'ne schöne Ballade und dann kommt bereits so langsam das Ende der CD. Das Beste kommt zum Schluss, heißt es in einem Film. Hier stimmt dieser Satz. Ob CLOUDY NOW mit seinem repetitiven Pianospiel, THE HOLE IN ME mit seinem Kirmestakt oder am Ende das absolut grandiose und hymnische HELLO. Hier stimmt einfach alles. Wer sich auf ruhige Musik mit Niveau einlassen kann ist hier richtig. Auch wenn es nur noch ansatzweise Prog ist. Dann strapaziere ich halt noch mal mein persönliches Lieblingswort: es ist Progsongwriting.

Anspieltipp(s): Bei 37 Minuten Musik kann es nur heißen: von vorn bis hinten durch hören
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 7.1.2017
Letzte Änderung: 7.1.2017
Wertung: 12/15
in der Kürze liegt die Würze oder das Einfache ist oft das Schwierigste

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Blackfield

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Blackfield II 8.50 4
2007 NYC (DVD) 10.00 1
2011 Welcome to my DNA 7.00 4
2013 IV 7.00 1
2017 V - 1

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