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Marathon

The First Run

(Archiv-Tipp 1/2018)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1994
Besonderheiten/Stil: Melodic Rock / AOR; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream
Label: SPV
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Ronald Ten Bos Gitarren
Erik Ten Bos Gesang
Tony Ten Wolde Keyboards
Jacques Suurmond Bass
Willem Van Der Horst Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Beyond The Veil 6:34
2. Man In The Mirror 6:15
3. The Seventh Dimension 7:36
4. Medicine Man 6:37
5. I'll Be There 5:29
6. Open Field 5:17
7. Voices 8:08
8. The Patterns Of The Landscape 9:34
9. Red Ride 5:45
10. A Wall 5:54
Gesamtlaufzeit67:09


Rezensionen


Von: Sebastian Mack (Rezension 1 von 2)


Marathon machen absolut unauffällige Musik. Viele werden die Songs auf "The First Run" weder progressiv nennen, noch werden die hartgesottenen Progheads daran gefallen finden. Kurz gesagt: Sie spielen genau den Mix aus MelodicRock und Neoprog, den auch Saga und Jadis fabrizieren.

Und dennoch ist das, was sie machen, einfach gut, weil sie es überzeugend rüberbringen. Nun darf man natürlich nicht den Background des Rezensenten vergessen: Ich bin großer Saga-Fan. Und es lässt sich nun mal nicht abstreiten, dass Songs wie „Red Ride“, „A Wall“ oder ganz besonders „Man In The Mirror“ doch einige Zutaten eines typischen Saga-Songs aufweisen.

Besonders der letztgenannte Track scheint mir der Titel zu sein, den Saga schon seit 10 Jahren versuchen aufzunehmen um an ihre alten Erfolge anzuknüpfen, es jedoch einfach nicht schaffen. Wie aus dem Bilderbuch! Die Gitarrenarbeit von Ronald Ten Bos, vor allem die immer wieder schönen Soli, wissen zu gefallen. Die Keyboards werden ebenfalls äußerst stimmungsvoll eingesetzt. Lediglich der Gesang von Erik Ten Bos erscheint gewöhnungsbedürftig und kann durchaus als stilbildendes Merkmal für Marathons Musik angesehen werden. Er singt und betont wie kein anderer – ich kanns nicht beschreiben und mir fällt einfach kein Vergleich ein.

Letztendlich ist es das Gesamtpaket, was stimmt: Es gibt keinen einzigen Ausfall zu verzeichnen. Mal gibt man sich rockig, mal neoproggig-getragen, mal balladesk. Aber immer wandelt man auf den festen und sicheren Pfaden. Da aber auch die Produktion für ein Debüt hervorragend gelungen ist, gibt es absolut nichts auszusetzen.

Leider wird die Scheibe nur noch schwer zu finden sein. Wer jedoch alle Saga-Alben zu Hause stehen hat und sich auch ansonsten im Neoprog- und MelodicRock Fahrwasser wohlfühlt, dem möchte ich doch dringend einen Kauf ans Herz legen, wenn sich die Möglichkeit ergibt.

Anspieltipp(s): "A Wall", "Man In The Mirror" (also wenn das Saga-Fans nicht gefällt...)
Vergleichbar mit: Saga, Jadis, Marillion
Veröffentlicht am: 28.3.2004
Letzte Änderung: 28.3.2004
Wertung: 11/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Seit bald fünfzehn Jahren gibt es den Tipp des Monats auf den Babyblauen Seiten, vierzehn Jahre schon den Oldie-Tipp aus dem babyblauen Archiv. Vor allem Letzterer hat mich schon auf zahlreiche hervorragende Alben aufmerksam gemacht. Hier werden immer wieder Schätze ausgegraben und Perlen entdeckt. Dass dies nicht immer nur Alben des klassischen Prog sein müssen, obwohl dieser mit etwa einem Drittel aller Tipps weit vor den Rubriken Rio/Avant, Jazz/Fusion und ProgMetal zum Handkuss kommt, beweist der aktuelle Oldie-Tipp The First Run.

Natürlich denkt man bei Oldie zuerst mal an alt..., richtig alt..., und landet dann automatisch bei den Anfängen unseres Genres. Das ging auch mir früher so, als ich Mitglied des TDM-Teams war. Der klassische Prog bietet aber auch tatsächlich reiche Beute für Schatzsucher und lässt beinahe vergessen, dass auch andere Stile unterdessen schon einige Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Wie zum Beispiel der Neoprog, mal als schwacher Abklatsch belächelt, mal als Retter des progressive Rock gewürdigt, der dessen Banner in den dunklen 80er Jahren hochhielt.

Marathons Erstling liegt ziemlich in der Mitte zwischen den Anfängen Ende der 60er Jahre und dem Heute. Mittelmässig ist das Album deswegen aber mitnichten. Im Gegenteil. Ich würde es sogar zu den besten Neoprog-Alben zählen, denn es vereint alle schmackhaften Zutaten dieses Stils auf beinahe perfekte Weise:

Gelungene, eingängige Melodien, die nicht platt oder billig daherkommen, geschmackvolle Keyboardflächen und -harmonien, einen warmen Bass, der ein solides Fundament legt, ein satt klingendes Schlagzeug, welches die Stücke stützt und auch mal mit passenden Breaks unterfüttert, eine virtuose Gitarre, die zu solieren versteht und eine passende, charakteristische Stimme. Der Rahmen stimmt also.

Das Wichtigste aber ist, dass die Band es auch versteht, zu komponieren. Die Titel sind abwechslungsreich und besitzen trotz mitunter unüberhörbarer Referenzen an andere Szenegrössen ihren eigenen Charakter. Kollege Mack erwähnt Saga, Jadis und Marillion, ich höre daneben eher noch Pendragon und Iluvatar heraus.

Liebhaber des Neoprog können bei Marathon nicht viel falsch machen und bedenkenlos zugreifen. Auch allen anderen empfehle ich, mal ein Ohr zu riskieren. Das Album gibt es günstig im Netz zu erwerben.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Iluvatar, Pendragon u.a.
Veröffentlicht am: 8.2.2018
Letzte Änderung: 8.2.2018
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Marathon

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1996 Norm 10.00 1
2017 The First Run Live 10.00 1

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