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Damn the Machine

Damn the Machine

(Archiv-Tipp 12/2017)
Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1993
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: A&M Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Chris Poland Gitarre
David Randi Bass, Gesang
Mark Poland Drums, Gesang
Dave Clemmons Gitarre, Lead Gesang

Tracklist

Disc 1
1. The Mission 5:40
2. Fall Of Order 3:45
3. Corporate Reign 3:31
4. Honor 3:51
5. Lonesome God 3:27
6. On With The Dream 4:32
7. Patriot 2:47
8. I Will 2:50
9. Silence 3:29
10. Russians 4:19
11. Countryside 3:20
12. Humans 4:23
Gesamtlaufzeit45:54


Rezensionen


Von: Thorsten Gürntke @


In der Tat finden sich doch immer wieder noch Lücken auf diesen unseren Seiten, die es zu füllen gibt. Damn The Machine waren 1993 mit Dream Theater auf Tournee und an das Konzert am Abend des 8. November in Bielefeld (ich weiß, gibt’s gar nicht) kann ich mich noch gut erinnern. Damn The Machine spielten beeindruckend souverän auf und mit ihrem an eine harte Ausgabe von Rush erinnernden Sound passten sie auch gut da hin. Die Band der beiden Poland Brüder Mark (drums) und Chris (Gitarre) hätte durchaus Potential zu mehr Popularität gehabt, allein schon, weil letzterer nicht weniger als der ehemalige Gitarrist von Megadeth war. Leider löste man sich nach nur einer Veröffentlichung, einem weiteren Demo, einer Namensänderung (in Mumbo’s Brain) und diversen Besetzungswechseln schon wieder auf.

Damn The Machine sind durchaus ein wenig mit Rush zu vergleichen, ich schrieb es ja oben bereits. Das einleitende „The Mission“ erinnert durchaus an die Kanadier, insgesamt weist die Band aber durchaus einen Tacken mehr Härte auf, was letztlich auch auf den gitarrenlastigen Sound ohne Keyboards zurückzuführen ist. Der Musikstil pendelt irgendwie zwischen vertracktem Hardrock und Heavy Metal und dringt dabei durch seine Arrangements immer wieder in die Gefilde des Progressive-Rock vor. Hier und da wird der Band im Netz auch eine Nähe zu Genres wie Thrash-Metal nachgesagt. Als durchaus affiner Hörer dieser Spielart muss ich dem widersprechen und vermute, dass letztlich die personelle Nähe zu Megadeth eine Rolle für derartige Kategorisierungen spielt. Zudem besitzt die Scheibe eindeutig zu wenig Geradlinigkeit. Die Stücke sind sehr vielfältig und leben durch durchdachte und vielseitig arrangierte Elemente, die Filigranität, Härte und Gefühl miteinander vereinen.

Das Album lebt durch einen sehr eigenen Klang. Man kann das schwer beschreiben, letztlich wirkt es auf mich aber wie ein Alleinstellungsmerkmal. Vor allem die Rhythmusgitarren haben so einen etwas quäkigen Sound, der einen eigenen Spirit verbreitet. Dave Clemmons singt zudem sehr ausdrucksstark und verleiht der Musik mit seiner Stimme einen druckvollen, lebendigen Charakter. Ich kann mich noch daran erinnern, wie mitreißend ich den Typen auf der Bühne fand. Der lebt den Sound. Und: Er kann auch sanft. Die balladesken Stücke „Silence“ und „Honor“ leben durch den getragenen, authentischen Gesang.

Bei den 12 Stücken sollte für jeden was vertreten sein. Neben Uptemporockern wie dem eröffnenden „The Mission“ oder dem straighten „I Will“ gibt es mit „Lonesome God“ auch eine zäh kriechende Nummer. Neben den beiden genannten Balladen ist „Russians“ für mich eines der großartigsten Stücke, allein schon wegen der klirrenden Gitarren und dem stampfenden Beat. „On with The Dream“ begeistert durch ein messerscharfes Riff und lebt Emotionen, mit „Countryside“ wagt man einen extra wilden Ritt durch die Prärie und mit „Fall Of Order“ und „Corporate Reign“ hat man echte Groove-Monster geschaffen.

Das Album ist eines, das den Test of Time bei mir bestanden hat. Seit 1993 tummelt es sich nun immer wieder in meiner Playlist. Ich kann mich daran erinnern, dass ich es anfangs etwas sperrig empfand, aber damals habe ich fast ausschließlich geradlinigen Metal und Punk gehört und war eine derartig vielfältige und abwechslungsreiche Musik mal so gar nicht gewohnt. Lebt man sich aber ein, so kann man was erleben. Damn The Machine haben in meinem Herzen eine Spur hinterlassen.

Anspieltipp(s): Fall Of Order, Russians
Vergleichbar mit: einer harten RUSH Ausgabe, Voivod (Nothingface, Angel Rat)
Veröffentlicht am: 22.11.2017
Letzte Änderung: 22.11.2017
Wertung: 12/15

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