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Satin Whale

Lost Mankind

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975
Besonderheiten/Stil: HardRock; Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Nova - Teldec
Durchschnittswertung: 7/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Thomas Brück Bass, Vocals
Gerald Dellmann Keyboards
Dieter Roesberg Guitar, Sax, Flute, Vocals
Wolfgang Hieronymi Drums

Tracklist

Disc 1
1. Six O'clock 3:51
2. Lost mankind 5:41
3. Reverie 1:39
4. Go Ahead 11:19
5. Trace Of Sadness 5:27
6. Midnight Stone 2:45
7. Song For Thesy 4:52
8. Beyond The Horizon 7:10
Gesamtlaufzeit42:44


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


1974 wurden Satin Whale im Rahmen des "Rocksound-74"-Wettbewerbs des Südwestfunks zur beliebtesten deutschen Band gekürt. Im November kam dann für Horst Schättgen Wolfgang Hieronymi als neuer Schlagzeuger in die Gruppe, die sich so personell aufgefrischt und durch die Publikumsgunst gestärkt an die Aufnahme ihres zweiten Albums machen konnte. "Lost Mankind" erschien 1975 auf dem Nova-Label der Teldec.

Grosse Unterschiede zu "Desert Places" sind auf "Lost Mankind" eigentlich nicht auszumachen. Ersteres Album hatte allerdings etwas mehr Kraft und Schwung. Einen für die Mitte der 70er schon leicht angestaubten, bluesig-symphonischen und ziemlich zahmen Protoprog/Hardrock gibt es auf der Scheibe zu hören, bei dem das durchaus virtuose Wechselspiel von Orgel und E-Gitarre im Mittelpunkt steht. Damit erinnert die Musik stellenweise an Pink Floyd und Nektar bzw. an Deep Purple oder Uriah Heep (oder auch Birth Control oder jede andere beliebige Orgel-Gitarren-Hardrockcombo der frühen bis mittleren 70er), wobei sie aber nie die Qualitäten und Energie der Vergleichsbands erreicht und meist recht gelangweilt vor sich hin treibt. Deutlich progressiver ist die Musik allerdings auch wieder. Vor allem dann, wenn Sax bzw. Flöte (selten ein Vibraphon) sich solistisch in den Vordergrund spielen, bekommt das Ganze auch einen leichten Jazzrockeinschlag oder nähert sich ein wenig an Jethro Tull an. Dazu gibt es eher unbemerkenswerten, ausdruckslosen Leadgesang und leider auch ziemlich üble, weibliche Backgroundchöre zu hören.

Wie schon "Desert Places" macht es mir "Lost Mankind" nicht einfach, allzu viel Gehaltvolles über das Album loszuwerden. Ausgesprochen unbemerkenswert ist diese Musik, nicht wirklich schlecht, aber auch kaum der Rede wert. Wer gutgemachten, alles in allem aber ziemlich langweiligen Mainstream-Prog aus deutschen Landen kennenlernen möchte, der kann hier ruhig einmal reinhören. Sonderlich originell ist das Ganze aber nicht. Mit diesem Material traten Satin Whale im Vorprogramm von Barclay James Harvest auf, was vielleicht auch ein Hinweis auf die hier zu findenden Klänge ist. Kurzum: "Lost Mankind" ist eine ziemlich verzichtbare Angelegenheit, auch wenn die LP die einzige Scheibe von Satin Whale ist, die meines Wissens (legal) auf CD wiederveröffentlicht wurde ("Desert Places" gab es einmal als Germanofon-Bootleg).

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.11.2006
Letzte Änderung: 21.11.2006
Wertung: 6/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 2 von 2)


Die deutsche Band Satin Whale war in den Jahren von 1971 bis 1981 aktiv und veröffentlichte in dieser Zeit sechs Studioalben inklusive einem Soundtrack-Album. „Lost Mankind“ ist die zweite Platte dieser Reihe, erschien zunächst im Jahr 1975 auf dem Plattenlabel Nova Records und wurde im neuen Jahrtausend vom Label Sony Music in einer remasterten Fassung neu veröffentlicht.

Satin Whale bewegen sich mit ihrer Musik auf „Lost Mankind“ im Grenzbereich zwischen Rock, Hard Rock und Progressive Rock. Dabei tendieren einzelne Titel mal mehr in die eine, mal mehr in die andere Richtung. Deutlich interessanter klingt die Scheibe, wenn sie nicht zu sehr im Mainstream des Rocks versinkt und Flöte, Saxophon sowie Vibraphon ihre Auftritte haben. Auch überzeugt der Sound der Orgel, wenn dieser fett und dicht aus den Boxen strömt. In diesen spannenderen Abschnitten erinnern Satin Whale, wie Achim auch bereits anführte, etwas an Nektar und bei intensiven Querflöteneinsatz kommt man gar nicht umhin, hier Parallelen zu Jethro Tull herauszuhören.

Höhepunkte sind für mich das kürzeste und das längste Lied des Albums, die praktischerweise auch noch direkt hintereinander angeordnet sind, „Réverie“ sowie „Go Ahead“. Das kurze „Réverie“ klingt wunderschön melodiös, ein Zusammenspiel von Piano und akustischer Gitarre und wirkt wie eine Einleitung zum wesentlich raueren Titel „Go Ahead“. Dieses Lied ist deutlich komplexer und abwechslungsreicher aufgebaut, als viele der restlichen Titel auf „Lost Mankind“. Verschiedene Themen und Atmosphären wechseln sich ab, fließen ineinander, lösen sich wieder auf, um erneut zu entstehen. Etwas mehr hiervon auf diesem Album und Satin Whale wäre eine richtig gute und auch progressive Scheibe gelungen.

Fazit: Ein etwas zwiespältiges Gefühl bleibt zurück, wenn man in die Musik von Satin Whale auf „Lost Mankind“ eintaucht. Da gibt es die etwas langweiligeren Rock-Passagen und die sehr viel spannenderen Abschnitte, wenn die Musiker gleichwohl offensichtlich befreit und auch experimentierfreudiger aufspielen. „Lost Mankind“ hat Längen in Bezug auf das Eintauchen in den Mainstream, jedoch auch wahrlich schöne und spannende Momente, sodass ich hier doch zwei Punkte mehr als Achim geben möchte.

Anspieltipp(s): Réverie, Go Ahead
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.1.2018
Letzte Änderung: 9.1.2018
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Satin Whale

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Desert Places 7.00 1
1977 As a Keepsake 8.00 1
1978 Whalecome 7.00 1

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