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Mastermind

Until Eternity

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1996
Besonderheiten/Stil: Progmetal
Label: Prozone
Durchschnittswertung: 9.67/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Bill Berends Gitarre, Midi-Gitarre, Gesang, Bass
Rich Berends Schlagzeug
Phil Antolino Live Bass

Tracklist

Disc 1
1. Under the Wheels 6:45
2. Inferno 4:00
3. Dreaming 3:40
4. The Tempest 9:30
5. As it is in Heaven 4:30
6. Jubilee 4:00
7. Too much to ask for 6:35
8. Until Eternity 13:40
Gesamtlaufzeit52:40


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 3)


Auf dem vierten Album des Duos "Mastermind" sind die symphonischen Elemente des Vorgängeralbums fast völlig verschwunden. Geblieben ist "normaler" Prog der etwas härteren Art, auch mal mit etwas langsarem Stücken dazwischen. Am besten wird es allerdings dann, wenn die Berends-Brüder auf die Stilelemente von "Tragic Symphony" zurückgreifen, wie vor allem bei "The Tempest".

Insgesamtes kein schlechtes Album, aber "Tragic Symphony" ist eher zu empfehlen.

Anspieltipp(s): The Tempest
Vergleichbar mit: Rush
Veröffentlicht am: 8.5.2002
Letzte Änderung: 10.5.2003
Wertung: 8/15

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 3)


Zum vierten Mal schlagen die beiden Berends Brüder zu. Verstärkt durch den Bassisten Phil Antolino gibt das Power Trio aus den Staaten wieder mal mächtig Dampf. Schlägt man die erste Seite des Booklets auf, so erfährt man dort unmissverständlich, wie dieses Album am besten zu genießen ist: "Play it loud!". Spätestens jetzt weiß wohl jeder der noch nichts vom heavymässigen Prog der US Amerikaner gehört hat, dass es hier mächtig was auf die Lauscher gibt.

In gewohnter Brachialmanie wird hier viel Bombast aus Gitarre, Midi-Gitarre und Synthesizer gezaubert. Was einen bei Mastermind jedoch immer wieder aufhorchen lässt ist ihre kontinuierliche Weiterentwicklung. War vor allem ihre zweite CD "Brainstorm" von wahnwitzigem Tempo und erschlagendem Bombast geprägt, das dritte Werk "Tragic symphony" dafür eine Spur zu einfallslos, so ist ihnen mit "Until eternity" wieder ein recht gutes Album geglückt. Die Geschwindigkeit wurde in erträgliche Bahnen gelenkt, dafür sind die Kompositionen wesentlich düsterer und dunkler geworden, ohne auf die typischen sinfonischen Elemente zu verzichten.

Natürlich gibt es auch auf diesem Album wieder reichlich Bombast ohne Ende, den die einen als hohl und leer empfinden, andere aber wiederum restlos begeistert. Von der Komplexität schlägt man nicht den Weg von Dream Theater und Konsorten ein, die in einem Lied mehr Ideen und Abwechslung verarbeiten, als manche Bands während einer ganzen CD, sondern lässt sich Zeit für die Songentwicklung. Fanfarenmäßig im Mastermind-Sound mit Wiedererkennungswert heulen Gitarre und Tasten.

Weiterhin begeht das Trio nicht den Fehler nur in Endloskompositionen zu glänzen, sondern kann auch in vier Minuten genug herüberbringen. Als ganz neues Stilelement gibt es dieses mal auch sehr ruhige Töne mit der Ballade "As it is in heaven".

Wer auf gnadenloses Tempo steht, dem empfehle ich "Brainstorm". Bei "Until eternity" geht es im Vergleich bis auf den Titelsong und bei "Too much to ask for" doch wesentlich ruhiger, aber dennoch flott genug zu.

Anspieltipp(s): Under the wheels, Jubilee
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.8.2004
Letzte Änderung: 5.10.2004
Wertung: 10/15

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Von: Gunnar Claußen @ (Rezension 3 von 3)


Da wären wir also bei Masterminds vierter Platte und, biografisch betrachtet, wohl der letzten der unabhängigen "Eigenproduktion"-Ära. Für das Nachfolgealbum "Excelsior!" holten die Berends-Brüder bekanntlich Jens Johansson ins Boot, landeten damit bei InsideOut und erfuhren somit ungleich mehr Aufmerksamkeit als zuvor. Damit einher ging dann zugleich ein stilistisch-kompositorischer Stil in die Fusion-Richtung, womit "Until Eternity" quasi auch ein Zwischenfazit der ersten Jahre darstellt und die Entwicklungen seit dem Debütalbum bündelt und querschnittartig darstellt.

Entsprechend gibt es auf "Until Eternity" also genug von allem. Den Neoprog des Vorgängeralbums mit seinem gemäßigten Tempo und dem Hang zu halbakustischen Arrangements findet man am deutlichsten in "Dreaming" und der Ballade "As It Is In Heaven", wobei zumindest ersteres aber mit seinem Doppelsinn bzw. Gegensatz zwischen einigen Komponenten trotzdem gut unterhält. So steht hier der schunkelige 6/8-Rhythmus der von A-Gitarre, Klavier und Gesangslinien gegen den Dampf, den Schlagzeug und Bass darunter fortwährend erzeugen, und die elektronische MIDI-Begleitung komplementiert die akustischen Instrumente. Das "klassischen" Mastermind-Stil mit seiner ELP-artigen Fanfaren-Lastigkeit, treibenden Rhythmen und ausgefeilten polyphonen Arrangements, wie sie auf "Tragic Symphony" eingeführt wurden, gibt es dagegen im Instrumental "Jubilee" und dem Titel-Longtrack.

Der Track "Until Eternity" wäre auch noch mal so ein Spezialfall: Die Keyboardmelodie am Anfang stellen einen selbstreferentiellen Bezug zu "Triumph Of The Will" her und werden anschließend schön polyphon in der Art eines Kanons ausgewalzt und gesteigert - eine gelungene Eröffnung ihres Longtracks finden Mastermind hier also erneut. Den folgenden verschiedenen rockigen Abschnitten, aus denen dieses Instrumental besteht, fehlt dagegen meines Erachtens etwas der Schmiss - diese Passagen werden gelegentlich wohl etwas simpel zum jeweiligen Abschluss geführt und klingen damit etwas zu brav. Die Energie stimmt allerdings, und diese hübschen Kontraste aus wehmütigen Neoprog-Stimmungen und ELP-Dissonanzen gibt es weiterhin, was dieses Stück unter Strich akzeptabel macht, jedoch letztlich hinter "Brainstorm" einsortiert.

Etwas aus dem Rahmen fällt indes die Eröffnung des Albums. "Under The Wheels" klingt vergleichsweise modern, kühl und technisch und stellt auch kompositorisch neue Ansprüche: Ein prägnantes Offbeat-6/8-Motiv und "YYZ"-artige Percussion, dazu noch eine lange Erzählung - das erinnert eher an Dream Theaters "6:00", und auf das bekannte Fanfaren-Break (samt folgendem Crescendo und zwischenzeitlicher Auflösung durch einen Keyboard-Triller) muss der Hörer relativ lange warten. Zwischendrin gibt es tatsächlich noch mal Gesang, das aber "nur" in einer balladesken Strophe, die auf eine Wiederaufnahme erst des Fanfarenmotivs und dann des Intros hinausläuft. Spannend ist's! Das lässt sich anschließend ebenso von "Inferno" sagen, das aus einem rhythmischen Keyboard-Motiv, Gitarrensoli und variiertem Rhythmusein ein eher unkonventionelles, aber dramatisches Instrumental baut. Nebenbei scheint sich diese Nummer auch auf andere Vorbilder zu berufen, denn die Dramatik wird mit ähnlichen Mitteln gestaltet wie in Filmsoundtracks (vgl. Ennio Morricone - "Man With A Harmonica") oder Vertonungen von Unwettern in italienischen Opern (z.B. Verdi - "Rigoletto" oder Rossini - "Guillaume Tell").

Alles in allem ist "Until Eternity" damit eine recht ausgewogene Angelegenheit, die wie eingangs erwähnt alle Eigenheiten und Richtungen der drei vorangegangenen Alben unter einen Hut bringt. Das umfasst die Stärken natürlich ebenso wie die Schwächen, aufgrund der Konzentration von ersterem und der zwischenzeitlichen technischen Weiterentwicklung (an den Gesang dürfte man sich mittlerweile wohl gewöhnt haben, und sooo oft tritt er auch nicht mehr auf - und die Keyboards klingen mittlerweile sogar kräftiger) wiegen letztere allerdings auch gar nicht mehr so schwer. Das dürfte "Until Eternity" somit letztlich vielleicht sogar zum geeignetsten Einstieg in die Welt von Mastermind machen, denn dieses Album verweist eben auf die Vergangenheit und deutet zugleich - mit den ersten beiden Stücken, versteht sich - bereits zaghaft auf die Zukunft.

Anspieltipp(s): Inferno, The Tempest, Jubilee
Vergleichbar mit: zwischen ELP, Dream Theater und Rush - nix neues also ;)
Veröffentlicht am: 19.9.2017
Letzte Änderung: 19.9.2017
Wertung: 11/15
Mastermind haben sich ja tatsächlich von Album zu Album gesteigert!

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Mastermind

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1990 Volume One 7.33 3
1991 Volume Two "Brainstorm" 9.00 3
1995 Tragic Symphony 9.50 2
1997 Live in Tokyo 10.00 1
1999 Excelsior! 12.50 2
2000 Prog, Fusion, Metal, Leather & Sweat 11.00 1
2001 Angels of the Apocalypse 10.00 1
2006 Broken (CD-Single/EP) 7.00 1
2010 Insomnia 8.00 1

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