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Armageddon

Armageddon

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1975
Besonderheiten/Stil: HardRock; Klassischer Prog
Label: A&M Records
Durchschnittswertung: 8/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Keith Relf Lead vocals/harp/harmonica
Martin Pugh Electric/acoustic guitars
Bobby Caldwell Drums/vocals/piano/assorted percussion
Louis Cennamo Bass/electric bowed bass guitars

Tracklist

Disc 1
1. Buzzard 8:21
2. Silver Tightrope 8:24
3. Paths an Planes and Future Gains 4:33
4. Last Stand Before 8:26
5. Basking in the White of the Midnight Sun

1. Warning comin' on
2. Basking in the White of the Midnight Sun
3. Brother Ego
4. Basking in the White of the Midnight Sun (Reprise)

11:26
Gesamtlaufzeit41:10


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 2)


Irgendwo in dem breiten Übergangsgebiet zwischen Heavyrock und Prog bewegen sich die Songs vom einzigen Album der Band Armageddon, die 1973 von Keith Relf und Louis Cennamo, Gründungsmitglieder der Klassik-Folk-Prog-Band Renaissance, ins Leben gerufen wurde. Der erste und der in mehrere Movements gegliederte letzte Song rahmen dabei als Progrocker drei schlichtere, teilweise sehr amerikanisch klingende Songs.

"Buzzard" ist ein knackiger Einstieg in das Album, vergisst aber nicht, 9/8-, 7/8-, 5/8- und 4/4-Takte so miteinander abwechseln zu lassen, dass man auch als komplexeres Zeug gewohnter Proghörer seine Freude daran haben kann. "Basking" dagegen lebt nicht so sehr von krummen Takten und Rhythmuswechseln, ist dafür aber abwechslungsreicher und die einzelnen Movements warten mit unterschiedlichen Tempi, rockigen Passagen und atmosphärischen Gitarrensoli auf, die deutlich bluesiger sind als das, was wir aus dem Prog gewohnt sind (verstärkt wird dieser Charakter durch Relfs Harmonikaspiel), daneben gibt es tullige Passagen, in denen die Musik immer wieder anhält, einen Neustart versucht, anhält und wieder loslegt (auf "Thick as a Brick" gibt es so eine Stelle). Nach einem ausgeflipptem Geräuschpart nimmt die Musik dann wieder Fahrt auf und die Band rockt dem Ende des Albums entgegen.

Diesen beiden Rahmenstücken stehen die drei anderen gegenüber: "Silver Tightrope", so etwas wie die amerikanische Version einer Renaissance-Ballade, nicht so ausgefeilt, dafür powered by Grass, "Paths and Plains", das trotz einigen 7/8-Passagen irgendwie kein Progstück werden will (wer "Money" kennt, oder "Living in the Past"...) und "Last Stand Before", vielleicht der amerikanischste Song auf dem Album.

Der Einfluss usanischer Musiken kommt nicht von ungefähr, sind die Songs doch ebendort, unter der Sonne Kaliforniens entstanden. Und so ist dieses Album auch am ehesten jenen zu empfehlen, die erdigen Rock oder eine Blue Note im Progkontext nicht verschmähen und vielleicht nach etwas suchen, was ein bisschen Richtung Kansas geht.

Anspieltipp(s): "Buzzard", "Silver Tightrope", "Basking"
Vergleichbar mit: Kansas, aber nicht so sophisticated
Veröffentlicht am: 28.4.2009
Letzte Änderung: 28.4.2009
Wertung: 8/15
Eher ein Rockalbum mit Progelementen als ein Progalbum mit Rockelementen

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Von: Kristian Selm (Rezension 2 von 2)


Nach dem Ende der ersten Renaissance Besetzung, tat sich der Yardbirds Mitbegründer Keith Relf mit einigen Musikern der Band Steamhammer zusammen, um sich einem Mix aus klassischem 70er Jahre Hard / Progressive Rock hinzugeben. Dabei legt die Band ihre Betonung vor allem auf den Sechssaiter, wie das ganze Album ebenso ein mehr relaxtes, amerikanisches Flair versprüht. Dies kommt sicherlich nicht von ungefähr, nahm man das Album schließlich teilweise im sonnigen Kalifornien auf.

Eingerahmt wird das Album vom treibenden Opener „Buzzard“, sowie dem elfminütigen, abwechslungsreichen Epos „Baskin in the white of the midnight sun“, mit denen Armageddon ihr komplettes Potenzial ausspielen. Ganz im Gegensatz dazu stehen die übrigen drei Titel, die nicht nur wesentlich einfacher gestrickt sind, sondern vor allem auf erdige, überraschungsfreie, hardrockige Gitarren Power setzen. Immerhin konnte man ursprünglich bei A&M Records landen, jedoch verschwanden Armageddon nicht nur aufgrund mangelnder Unterstützung des damaligen Labels nach dem Erscheinen ihres titellosen Debüts auch recht schnell wieder von der musikalischen Bildfläche.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 16.6.2012
Letzte Änderung: 16.6.2012
Wertung: 8/15

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