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String Driven Thing

The Machine That Cried

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1973 (Remaster-Ausgabe mit Bonustiteln 2012 bei Esoteric Recordings)
Besonderheiten/Stil: Blues; Folk; Klassischer Prog
Label: Charisma Label
Durchschnittswertung: 6/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Chris Adams Vocals, Guitars
Pauline Adams Vocals, Percussion
Grahame Smith Violin
Billy Fairley Drums, Congas
Colin Wilson Bass

Tracklist

Disc 1
1. Heartfeeder 6:29
2. To See You 3:50
3. Night Club 4:51
4. Sold Down the River 4:18
5. Two Timin' Mama 3:05
6. Travelling 2:48
7. People on the Street 6:00
8. The House 2:29
9. The Machine That Cried 5:12
10. River of Sleep

1. The Sowee
2. Search in Time
3. Going Down

10:56
11. It's a Game   (Single A-Seite 1973) 3:34
12. Are You a Rock n' Roller   (Single B-Seite 1973) 3:20
13. I'll Sing This One For You   (Single A-Seite 1974) 3:19
Gesamtlaufzeit60:11


Rezensionen


Von: Günter Schote @ (Rezension 1 von 2)


String Driven Thing. Ein Name wie Donnerhall für altgediente Musikliebhaber. Heute ein vergessener Name, oder?

"The Machine That Cried" beginnt mit einem wahren Muntermacher namens "Heartfeeder", über das ich einmal las, es sei das "The Knife" von String Driven Thing. Lustiger Gedanke.

Grahame Smiths Geige thront über dem gesamten Album, so auch über dem Opener, der für SDT-Verhältnisse wirklich rockt. Und auch wenn der Vergleich zu "The Knife" für das Stück "Heartfeeder" nicht vollkommen abwegig ist, so muss man doch feststellen, dass die Band weit entfernt vom symphonischen Progressive Rock der Labelmates Genesis ihre Heimat fand. "To See You" z. B. ist eine lupenreiner Folk-Schmachtfetzen.

Folk Rock mit progressivem Einschlag, so muss man die Musik des Albums bezeichnen. Dazu umgibt die Band auch noch eine Hippie-Aura. Nicht zuletzt dann, wenn zu Chris Adams Gesang noch der seiner Frau Pauline kommt.

Die Violine Smiths ersetzt nicht nur die Keyboards, sondern als Soloinstrument auch die Gitarren. Ich habe mich schon oft dabei erwischt, wie ich beim Nebenbeihören (ja, ich höre sowas beim Bügeln!) dachte, tolles Gitarrensolo, aber es war, genau, Smiths Violine.

Tja, für den Prog-Fan des 21. Jahrhunderts ist es keine allzuleichte Kost, die hier von String Driven Thing serviert wird. Folk-Rock, der elektrischen, wenig romantischen Sorte. Songs wie "Heartfeeder" oder "River of Sleep" sind aber wahrhaft String Driven Prog, der obskuren Art.

Inzwischen gibt es neben einer vergriffenen Wiederveröffentlichung auf Repertoire auch eine mit drei Bonus-Songs versehene CD-Version von Ozit.

Anspieltipp(s): Heartfeeder
Vergleichbar mit: ...den Ur-Renaissance, aber ohne deren Schwulst.
Veröffentlicht am: 14.6.2009
Letzte Änderung: 13.3.2012
Wertung: 6/15
Ohne historische Verklärung!

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Das britische Label Esoteric Recordings brachte 2012 eine Remaster-Version von The Machine That Cried heraus, erweitert um drei Bonustitel (z.T. andere wie bei der oben erwähnten Ozit-Ausgabe).

Der Name String Driven Thing war mir durchaus schon untergekommen, natürlich in Zusammenhang mit Graham(e) Smith, der Ende der 70er auf zwei Alben von Van der Graaf (die damals den Generator wegließen) sowie auf einigen Soloalben von deren Frontmann Peter Hammill fiedelte. Auf The Machine That Cried gibt Smith an Violine und Viola fast durchweg den Ton an, sein gerne mal kratziges, recht dynamisches Spiel macht Songs wie das einleitende Heartfeeder zu wahren Perlen eines folkigen Prog.

Leider kann das Album dieses Niveau nicht halten. Zwar gibt es immer wieder Ausflüge in die Gefilde eines progressiven Folkrocks wie in Night Club, wo die Violine wild im Staccato kratzt, der Großteil des Albums besteht jedoch aus eher simplen Folkrockern, denen lediglich Smiths ungewöhnliches, manchmal recht aggressives Spiel auf der Violine einen gewissen progressiven Einschlag verleiht. Schmachtfetzen wie To See You, Travelling oder People on the Street kann das aber auch nicht retten. Erst River of Sleep sorgt dann noch für einen versöhnlichen Abschluss: ein abwechslungsreiches Stück voller Dramatik, nicht wirklich schräg und dennoch irgendwie obskur. Wäre das ganze Album wie die das erste und das letzte Stück, The Machine That Cried wäre ein Klassiker des progressiven Folkrocks.

Wie erwähnt enthält die Ausgabe von Esoteric Recordings noch drei Bonustitel, Single-Veröffentlichungen aus den Jahren 1973 und 1974. Die Band zeigt sich darauf von einer unerträglich poppigen Seite. Dass It’s a Game einige Jahre später von den Bay City Rollers gecovert wurde, sagt schon viel über die Musik aus. Die beiden anderen Songs hätten durchaus auch zu den Bay City Rollers gepasst. Hier kann muss man eigentlich schon von „Malustiteln“ sprechen.

Insgesamt ist The Machine That Cried eine äußerst durchwachsene Angelegenheit. Eingerahmt zwischen zwei wirklich gelungene Songs findet sich auch allerlei mittelmäßiges bis wirklich schwaches Material. Aus progrockiger Sicht ein verzichtbares Album.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.5.2018
Letzte Änderung: 27.5.2018
Wertung: 6/15

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