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Cheer-Accident

Salad Days

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Postrock; RIO / Avant
Label: Skin Graft Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Thymme Jones Schlagzeug, Gesang, Trompete, Moog, Casio, Mundharmonika
Jeff Libersher Gitarre
Dylan Posa Bass, Gitarre, Casio
Phil Bonnet Gitarre, Bass, Flöte, Schlagzeug

Gastmusiker

Jeb Bishop Posaune (5)
Janie Bouzek Gesang (5)
Lise Gilly Flöte (5)
Joan Morrone Waldhorn (5)

Tracklist

Disc 1
1. Graphic Depression 11:21
2. Insomnia 3:05
3. Graphic Depression 0:56
4. Post-Premature 2:08
5. Salad Days 19:24
Gesamtlaufzeit36:54


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Kurz nach Beginn der Arbeiten an Salad Days starb Phil Bonnett im Februar 1999, was die Band in eine Krise stürzte, da man sich zunächst eine Zukunft ohne Bonnett nicht vorstellen konnte. Schließlich beschlossen die drei verbliebenen Musiker weiterzumachen, was der Progwelt noch einige weitere wunderbare, aber viel zu wenig beachtete Alben bescherte.

Salad Days zeigt Cheer-Accident wieder von einer ganz anderen Seite (was ja eigentlich für jedes ihrer Alben gilt). Im wesentlichen besteht es aus zwei langen, praktisch instrumentalen Stücken von 11 bzw. 19 Minuten Länge, dazwischen kommen drei weitere, sehr kurze Stücke, die schon eher wie Fragmente wirken.

Die beiden Longtracks zeigen die Band von einer ungewohnt disziplinierten Seite mit einigen geradezu lyrischen Sequenzen, in denen über kaum veränderliche Gitarrenpatterns Flöte und Trompete pastorale Soli anstimmen. Ansonsten dominieren Klänge, die man schon als postrockig bezeichnen könnte: langsam sich entwickelnde Strukturen, meist von den Gitarren getragen, die die Stücke wie Monolithen wirken lassen. Allerdings fehlt der Musik weitgehend der schöngeistige Charakter vieler Postrock-Produktionen, dazu ist die Musik doch wieder zu seltsam, wirkt oft mehr wie ein abstrakter Klangkörper.

Irgendwie ist dieses Album der Amis besonders schwer zu beschreiben. Da hilft nur, sich selbst ein Bild zu machen. Es lohnt sich, wenn man abseits ausgetrampelter Prog-Pfade wandeln möchte.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.8.2009
Letzte Änderung: 2.8.2009
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Cheer-Accident

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1988 Sever roots, tree dies 11.50 2
1991 Dumb Ask 9.00 1
1993 Babies Shouldn't Smoke 12.00 1
1994 The Why Album 10.00 1
1997 Enduring the American Dream 9.00 1
1999 Trading Balloons 11.00 1
2002 Variations on a goddamn old man (2002) 8.00 1
2003 Introducing Lemon 11.00 1
2005 Variations on a goddamn old man (2005) 10.00 1
2006 What Sequel? 10.50 2
2009 Fear Draws Misfortune 11.67 3
2011 No Ifs, Ands or Dogs 12.00 1
2017 Putting Off Death 10.00 2
2018 Fades 11.00 1

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