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STATISTIK
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Present

Barbaro (ma non troppo)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009 (CD+DVD)
Besonderheiten/Stil: instrumental; live; DVD; RIO / Avant; Zeuhl
Label: Ad Hoc Records
Durchschnittswertung: 12.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Roger Trigaux Gitarre, Keyboards
Réginald Trigaux Gitarre
Pierre Chevalier Klavier, Keyboards
Dave Kerman Schlagzeug
Keith Macksoud Bass
Matthieu Safatly Cello
Pierre Desassis Saxofon

Gastmusiker

Ward de Vleeschhouwer Klavier
Daniel Denis Schlagzeug
Christian Genet Bass
Dominique Ntoumous Trompete
Fred Becker Saxofon

Tracklist

Disc 1
1. Vertiges 16:25
2. A Last Drop 11:25
3. Jack the Ripper 16:32
Gesamtlaufzeit44:22
Disc 2
1. Live at Rock in Opposition France Event 2007 - Electric Concert

1. Jack the Ripper 16:01
2. Ceux d'en Bas (Suite) 12:46
3. Promenade au fond d'un canal 26:14

2. Live at Rock in Opposition France Event 2007 - Two Pianos and Percussion

1. Souls for Sale 24:14
2. Vertiges 17:55

3. Live at Gouveia Art Rock Festival, Portugal: April 2006

1. The Limping Little Girl 12:43
2. A Last Drop 11:36
3. Vertiges 10:24

4. Bonus archival videos

1. Present C.O.D. 7:27
2. Present 94 8:38
3. Delusions at Orion 17:18
4. Present 2001 in Würzburg 6:39

Gesamtlaufzeit171:55


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Acht Jahre hat es gedauert, bis der Hunger des RIO-Fans nach neuem Material von Present gestillt wurde. Zwischenzeitlich erschien zwar noch ein Livealbum, das enthielt aber nicht einmal aktuelle Aufnahmen. Was hat da eigentlich so lange gedauert? Vor einigen Jahren war mal zu lesen, dass mehr oder weniger fertige Aufnahmen durch einen Festplattencrash oder ähnliches verloren gingen, aber hat das wirklich so lange gedauert, die wieder zu rekonstruieren? Möglicherweise hat auch der Gesundheitszustand von Roger Trigaux eine Rolle gespielt.

Das neue Werk der Belgier kommt jedenfalls äußerlich recht prall daher, es besteht aus einer CD und einer DVD. Die CD hat jedoch eine Spielzeit von nicht einmal 45 Minuten, und dem Szenekenner wird auffallen, dass das 16-minütige Jack the Ripper keineswegs ein neues Stück ist; es handelt sich vielmehr um eine Komposition von Roger Trigaux und Daniel Denis für Univers Zero, erschienen 1979 auf deren Album Hérésie. Bleibt also weniger als eine halbe Stunde neuer Musik als Ausbeute von acht Jahren Pause. Aber ich will nicht meckern, denn wenn ich bedenke, wie schlecht Roger Trigaux mittlerweile aussieht, kann man wohl froh sein, wenn überhaupt noch Neues von ihm kommt.

Zur Musik! Das heißt, erst noch ein kleiner Exkurs. Wie kam es eigentlich zur Gründung von Present? Roger Trigaux spielte ursprünglich bei Univers Zero, er verließ die Band nach dem oben erwähnten Hérésie, weil er ein eigenes, stärker rock-orientiertes Projekt gründen wollte. "Rock-orientiert" bezieht dabei auf die Instrumentierung; auf den ersten Present-Alben wurden folgerichtig nur Gitarre, Bass und Schlagzeug eingesetzt, im Gegensatz zur kammermusikalischen Instrumentierung bei Univers Zero. Warum diese Abschweifung? Nun, auf dem neuen Album hat sich der Stil von Present doch stark in Richtung des kammermusikalischen Sounds von Univers Zero entwickelt. Die Gitarren sind deutlich in den Hintergrund getreten, dafür dominieren Klavier, Cello und Saxofon. Wenn mir jemand erzählt hätte, dies sei ein neues Album von Univers Zero, ich hätte es ohne weiteres geglaubt. Etwas elektrifizierter wirkt die Musik von Present allerdings schon, was vor allem deutlich wird, wenn man diese Version von Jack the Ripper mit der auf Hérésie vergleicht.

Musikalisch hat sich ansonsten nicht wahnsinnig viel geändert. Die Belgier bieten nach wie vor komplexen, druckvollen "Kammer-Rock" mit Zeuhl-Einflüssen, der im Vergleich zu früheren Alben allerdings nicht ganz so düster, nicht ganz so schräg wirkt. Statt dessen hat so etwas wie Diszipliniertheit Einzug gehalten - zumindest teilweise, denn die Musiker können immer noch wie entfesselt agieren. Auf Gesang hat man dabei erfreulicherweise komplett verzichtet. Klingt das nun "barbarisch"? Na ja, nicht umsonst ist da noch die Einschränkung "ma non troppo" ("aber nicht zu sehr").

Die DVD ist mit knapp 3 Stunden Spielzeit gut gefüllt. Keine Interviews, keine "on the road"-Videos oder sonstigen Firlefanz, nur Livemusik - gut so. Etwa die Hälfte der Zeit ist den beiden Konzerten gewidmet, die Present beim RIO-Festival im französischen Carmaux im Frühjahr 2007 gaben. Dabei spielten sie zum einen ein "electric concert" in der normalen Besetzung, zum anderen eines mit "Two pianos and percussion". Das "electric concert" zeigt eine furios agierende Band mit wilden Soli von Pierre Chevalier am E-Piano und Matthieu Safatly am Cello, Roger Trigaux in seiner Rolle als Dirigent und einen mit Ketten auf sein Schlagzeug eindreschenden Dave Kerman. Dazu gibt es ein Wiedersehen mit dem böse dreinschauenden Herrn im Kilt, der Besuchern des Freakshow-Festivals 2005 sicher noch in Erinnerung sein wird, und am Ende von Promenade au fond d'un canal zerdeppert Trigaux seine Gitarre. Das ist nun wirklich "barbaro", aber "molto"!

Ein besonderes Klangerlebnis bietet das "Two pianos and percussion"-Konzert. Present-Keyboarder Pierre Chevalier und Gastmusiker Ward de Vleeschhouwer am Flügel, die übrigen Bandmitglieder an Schlaginstrumenten bieten mit diesen Versionen von Souls for Sale und Vertiges schon eher moderne Klassik.

Es folgt ein ca. 30-minütiger Ausschnitt des Auftritts beim Gouveia Artrock-Festival in Portugal im April 2006, der kurioserweise in einem quadratischen Bildformat mit leicht verzerrten Proportionen kommt. Zumindest der Ton ist aber in Ordnung, was man von den Bonusvideos dann nicht mehr durchweg sagen kann. Gerade die Aufnahmen von 1993 und 1994 sind von sehr bescheidener Bild- und Tonqualität. Bei den '93er Aufnahmen werden übrigens lediglich Ausschnitte von einzelnen Stücken gezeigt, dafür hat man hier die Gelegenheit, Present als Vater-Sohn-Duo zu erleben (siehe C.O.D. Performance). Für Freakshow-Veteranen ist natürlich der Ausschnitt des Konzerts beim Festival 2001 interessant; Insider können versuchen, die im Publikum anwesenden [progrock-dt]-Mitglieder zu identifizieren.

Verkauft wird das Paket zu einem recht stolzen Preis, der mit den hohen Produktionskosten für die DVD und die Limitierung auf 1000 Exemplare erklärt wird. Ich möchte fast behaupten, die DVD ist dabei der zwingendere Kaufgrund als die CD, auf der Present für mich nicht mehr ganz so eigenständig klingen wie noch auf High Infidelity oder No. 6. Wobei betont sei, dass die Present-Musik immer noch von sehr hohem Niveau ist!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.10.2009
Letzte Änderung: 14.2.2010
Wertung: 12/15
CD: 11, DVD: 12

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 2)


Kollege Jochen hat das neue Present-Werk schon treffend beschrieben, daher von mir nur noch ein paar ergänzende Gedanken.

Zuerst der Mecker: Nach so langer Wartezeit eine knapp 45 Minuten-CD mit noch weniger wirklich neuem Material zu präsentieren, scheint irgendwie dreist (auch wenn es möglicherweise gute Gründe dafür gibt). Irgendwie dreist erscheint auch der Gedanke von Dave Kerman & Co. bei so einem Nischenprodukt nicht nur die Gesamtproduktionskosten wieder einzuspielen, sondern gar noch ein bisserl was zu verdienen. Sowas hätten mal Marillion probieren sollen, das Geschrei hätte ich hören wollen. Aber ich will diesen Punkt gar nicht weiter stressen, ich hätte mir die CD ja nicht zu kaufen brauchen (in der Tat habe ich auch bestimmt um die 10 Sekunden gezögert).

Der Mecker löst sich allerdings schon beim ersten Hören in Luft auf. "Vertiges" und "A Last Drop" sind herrliche Musikstücke voller Düsternis, Kraft und durchaus noch heftigen Riffs, auch wenn die Musik insgesamt deutlicher entspannter als früher wirkt. Und die Version von "Jack The Ripper" ist wohl dann doch die definitive Version dieses auch im UZ-Original schon beeindruckenden Songs.

Wie Kollege Jochen schon schreibt, hat sich die Musik von Present deutlich Univers Zero angenähert, ist aber immer noch ein Stück rockiger (so wie das UZ bisher allenfalls live hinbekommen). Hier liegt sicherlich der Hund begraben, warum mir dieses Album so außerordentlich gut gefällt. Wer bisher Present ob der latenten Gewalttätigkeit der Musik schätzte, könnte sanft enttäuscht werden. Allerdings gehören insbesondere die Vorträge von Bassist Macksoud (der immer ein bisschen unterschätzt wird), von Keyboarder Chevalier und natürlich Dave Kerman zum Feinsten was mir bisher so untergekommen ist.

Ich würde auch die Einschätzung unterstützen wollen, dass die DVD ein ganz wesentlicher Kaufgrund und nicht einfach nur Beiwerk ist. Die Liveaufnahmen der Band in verschiedenen Phasen und zu verschiedenen Zeiten sind ein Fest für Fans. Besonders klasse finde ich das reduzierte, aber dafür umso intensivere, "Two Pianos & Percussion"-Konzert. Wie sich auch die "elektrische" Band entwickelt hat, kann man gut vergleichen, wenn man die Auftritte 2006 von Gouveia und 2007 beim RIO-Event betrachtet: Wo 2006 noch eher wüstes Chaos aus Prinzip regiert, da gelingt 2007 der Spagat zwischen druckvoller Performance und dem Einbau nahezu filigraner Finessen viel besser (noch besser war die Band dann auf dem Freakparade-Festival 2009). Interessant ist sicherlich auch Roger Trigaux in der Bonus-Video-Sektion auf den Spuren eines avant-schrägen Jimi Hendrix zu erleben, toller Gitarrist.

Insgesamt ein tolles Paket für Fans, welches auch optisch hübsch und wertig daherkommt (und damit den relativ hohen Preis zumindest für Sammler und Gesamt-Kunst-Affine relativiert), sehr empfohlen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Univers Zero ;-)
Veröffentlicht am: 9.10.2009
Letzte Änderung: 20.3.2013
Wertung: 13/15

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