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Magma

Ëmëhntëhtt-Ré

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Zeuhl
Label: Seventh Records
Durchschnittswertung: 13.33/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Stella Vander chant, chœurs, percussions (1-2-3-4-5)
Isabelle Feuillebois chant, chœurs (1-2-3-4)
Hervé Aknin chant, chœurs (1-2-3-4-5)
Benoit Alziary vibraphone (1-2-3-4)
James Mac Gaw guitare (1-2-3-4)
Bruno Ruder Fender Rhodes (2-3-4)
Philippe Bussonnet basse, basse piccolo (1-2-3-4-5)
Christian Vander batterie, chant, piano, Fender Rhodes, clavier, percussions

Gastmusiker

Emmanuel Borghi piano (1-2-3)
Claude Lamamy chœurs (1)
Marcus Linon chœurs (1)
Pierre-Michel Sivadier chœurs (1)
Himiko Paganotti chœurs (1-2)
Antoine Paganotti chœurs (1-2)

Tracklist

Disc 1
1. Ëmëhntëhtt-Ré I 6:54
2. Ëmëhntëhtt-Ré II 22:24
3. Ëmëhntëhtt-Ré III 13:08
4. Ëmëhntëhtt-Ré IV 3:55
5. Funëhrarïum Kanht 4:14
6. Sêhë 0:26
Gesamtlaufzeit51:01
Disc 2
1. Phases   (DVD) 56:17
Gesamtlaufzeit56:17


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 3)


Den heutigen Tag verbringe ich knieend. Dieser Tage ist ein Album erschienen, an dem seit 1975 gearbeitet wurde: Magmas "Ëmëhntëhtt-Ré". Seit einigen Jahren rekonstruiert die französische Zeuhl-Band diesen letzten Teil ihrer zweiten, bislang nur fragmentarischen Trilogie (die erste, noch in den 70er Jahren fertiggestellte, umfasste die Stücke "Theusz Hamtaahk", "Wurdah Ïtah" und "Mekanïk Destruktïw Kommandöh"). Die Arbeit daran hatte 1973 mit "Köhntarkösz" begonnen, es folgte 2004 "Köhntarkösz Anteria" - nun liegt, nach 34 Jahren und einigen Jahren Livearbeit, die endgültige Fassung von "Ëmëhntëhtt-Ré" vor. Ein Feiertag für alle Jünger des Kreuhn Kohrmahn!

Selbstverständlich sind diese schon lange darüber im Bilde, dass bereits von anderen Veröffentlichungen bekannte Stücke Bestandteile dieses Werks sind, die Musik also nicht in allen Teilen vollkommen neu ist: Der Beginn war bereits unter dem nur leicht verschiedenen Namen "Emehnteht-Re" auf "Live (Hhaï)" zu hören, es folgt ein Abschnitt, den man bisher als "Rind/ë (Eastern Song)" (von "Attahk") kannte, weiter geht's mit "Ementeht Re (extrait no. 2)" (von "Üdü Wüdü"), das bereits auf "Üdü Wüdü" mit dem hypnotischen Rhythmus von "Hhaï" endete, das man ebenfalls bereits von "Live (Hhaï)" kannte, nach der "Hhaï"-Passage folgt "Zombies (Ghost Dance)" (ebenfalls von "Üdü Wüdü"). Magma haben diese Stücke allerdings mit neu komponiertem Material zu dem fusioniert, was heute "Ëmëhntëhtt-Ré" heißt. Auch kennt man das komplette "Ëmëhntëhtt-Ré" natürlich von diversen Konzerten der vergangenen Jahre. Kenner wussten also, was sie erwartet.

Das Album enthält, trotz der Trackeinteilung, ähnlich wie der Vorgänger "K.A" nur ein Stück, "Ëmëhntëhtt-Ré", mit einem gesprochenen Epilog Vanders ("Sêhë"). Die Parts I bis IV sind "Ëmëhntëhtt-Ré", wie man es von den Konzerten her kennt (allerdings um einen Prolog erweitert), "Funëhrarïum Kanht" ist ein erst relativ neuer, getragener, bedrohlicher Abschluss, bei dem die Bandmitglieder synchron auf große Trommeln schlagen. Mancher hat ihn vielleicht noch von dem Konzert in Würzburg im letzten Jahr in Erinnerung.

Trotz der thematischen Zusammengehörigkeit mit dem doch sehr hermetischen "Köhntarkösz" ist das neue Werk ähnlich wie "K.A" deutlich abwechslungsreicher als dieses. Erneut kommt keine durchgehend bedrückend düstere Stimmung auf, "Ëmëhntëhtt-Ré" ist unglaublich dynamisch und lebhaft, was vor allem dem immer noch ekstatischen "Hhaï" zu verdanken ist. Der Sound trägt ebenfalls seinen Teil zu diesem Eindruck bei: "Ëmëhntëhtt-Ré" klingt weit weniger "flach" und "trocken" als die klassischen Alben der Siebziger, die Chorpassagen sind fast schon überwältigend voll und auch Bass und Keyboards tragen zu einem für Magma vor "K.A" ungewöhnlichen Klangfarbenreichtum bei. Dennoch: "Ëmëhntëhtt-Ré" ist ein klassisches Zeuhl-Album, dominiert von Schlagzeug und Bass, treibend, hypnotisch und fast schon unerträglich intensiv: Ein Höhepunkt im Schaffen der Band - Kobaïa iss (und bleibt) de Hündïn!

Dem Album liegt noch eine etwa sechzigminütige DVD bei, die die Band - englisch untertitelt - bei der Arbeit im Studio zeigt. Interessant für die Fans dürfte dabei vor allem sein, dass die Arbeiten nicht in einem ägyptischen Grab stattfanden, die Band keine Jungfrauen geopfert und der Schlagzeuger keine Kinder gefressen hat. Der Abschluss allerdings ist standesgemäß: Todernst erklärt Zebëhn Straïn dë Ğeuštaah am Ende einer kurzen Unterhaltung mit Tauhd Zaïa und Venux Deluxe auf Kobaianisch: "Da Zeuhl Wortz iss de Hündïn!"

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: K.A
Veröffentlicht am: 23.10.2009
Letzte Änderung: 14.4.2010
Wertung: 15/15
Das Album erscheint in wunderschönem Doppel-Digipack und enthält in einem umfangreichen Booklet sämtliche Texte!

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 3)


Jedes neue Magma-Album ist ein absolutes Meisterwerk? Nicht unbedingt. Attahk und Merci beispielsweise sind absolut keine Meisterwerke. Mittlerweile sind Magma aber wieder auf den Pfad der Tugend zurückgekehrt, und nach schier endlosen 5 Jahren liegt nun das zweite neue Studiowerk seit der Re-Aktivierung der Band in den 90ern vor.

Ebenso wie sein Vorgänger ist auch Ëmëhntëhtt-Ré eine würdige Fortsetzung des klassischen Zeuhl-Stils, kommt insgesamt sogar noch vielfältiger daher als K.A. Nach der gesprochenen Einleitung folgt ein längerer ätherischer Part mit herrlichem Gesang von Stella Vander (tz, von wegen "zähes Gewaber"), an den sich das ekstatische Hhaï anschließt, das als separates Stück schon seit den 70ern auf diversen Livealben herumgeistert und hier nun erstmals in einer Studiofassung zu hören ist. Hhaï gehört zu meinen absoluten Magma-Favoriten, wobei die definitive Version für mich immer noch die auf Retrospektïw 3 ist.

Nach dem ekstatischen Hhaï folgt ein längerer Teil, der von treibendem Schlagzeug, grollendem Bass und seltsam gebelltem "Hey Ho" dominiert wird - die "Ork"-Gesänge der Mitt-70er-Phase lassen grüßen. Ebenso wie K.A endet das Album dann wieder mit düsteren Klängen.

Mit Ëmëhntëhtt-Ré ist Magma wieder ein Volltreffer gelungen, gleich die Höchstnote zu zücken scheint mir für ein so "frisches" Album jedoch etwas gewagt. Man darf jedenfalls gespannt sein, welches Kapitel kobaïanischer Geschichte als nächstes vertont wird. Aber bitte nicht erst in 5 Jahren!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 26.11.2009
Letzte Änderung: 27.11.2009
Wertung: 12/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 3 von 3)


2009 war - mal wieder - ein Jahr des Studio-Alben-Comebacks von Proglegenden. Die herausragenden Namen des Jahres waren für mich Transatlantic, Eloy und eben Magma. Während die Projekte Transatlantic und Eloy aber für einige Jahre ruhten, war Magma zumindest live immer präsent. Ähnlich wie die musikalisch nicht gerade auf der gleichen Wellenlänge liegenden Kollegen gelang aber auch Magma ein überaus überzeugendes Comeback. Wenngleich auch für das "neue" Magma-Opus gelten muss: das Prog-Rad wird hier nicht gerade neu erfunden.

Dies liegt zum einen daran, dass in die ersten beiden Stücke des dominierenden vierteiligen Titelstücks die bereits aus den 70er-Jahren bekannten Stücke Rindoh (I) sowie Emehntehtt-Re (extrait), Hhai und Zombies (II) eingeflossen sind. Zum anderen bewegen sich Magma mit dem Abschluss der Köhntarkösz-Trilogie musikalisch in sehr ähnlichen, vielleicht etwas straighteren Bahnen als es bereits beim Vorgänger K.A der Fall war. Als Besonderheit bei der Instrumentierung ist lediglich das Vibraphon zu nennen, das stimmungsvoll hintergründig wirkt.

Mit dem Album Emehntehtt-Re ist Vander & Co. ein kraftvoller und würdiger, von der musikalischen Innovation her gesehen aber gleichwohl eher solider Abschluss der Köhntarkösz-Trilogie gelungen. Ich persönlich hätte mir eine stärkere Differenz zu K.A gewünscht, aber das ist Meckern auf wirklich sehr hohem Niveau.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.12.2009
Letzte Änderung: 8.3.2012
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Magma

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Magma 10.75 4
1971 1001° Centigrades 9.20 5
1973 Mekanïk Destruktïw Kommandöh 14.50 3
1974 Wurdah Ïtah 11.00 2
1974 Köhntarkösz 11.50 2
1975 Live (Hhai) 12.00 1
1976 Üdü Wüdü 11.00 3
1976 Inédits 7.50 2
1977 Attahk 9.50 4
1981 Retrospektïw 3 6.00 2
1981 Retrospektïw 1-2 11.50 2
1984 Concert Bobino 1981 7.50 2
1984 Merci 7.50 2
1989 Mekanïk Kommandöh 13.67 3
1992 "Les Voix" Concert 1992 10.00 1
1996 Concert 1976 Opéra de Reims 12.00 1
1996 Concert 1971 Bruxelles - Théâtre 140 10.00 1
1996 Theatre du taur Concert - Toulouse 1975 9.00 1
1998 Floe Essi / Ektah 7.00 1
1998 Simples 4.00 1
1999 BBC 1974 Londres 11.50 2
2001 Theusz Hamtaahk Trilogie 15.00 5
2004 Uber Kommandoh - 1
2004 K.A 12.83 6
2004 Concert Bobino 1981 (DVD) 5.00 1
2006 Mythes et légendes Volume I (DVD) 14.00 4
2006 Mythes et légendes Volume II (DVD) 13.25 4
2007 Mythes et légendes Volume III (DVD) 14.33 3
2008 Studio Zünd - 1
2008 Mythes et légendes Volume IV (DVD) 12.50 2
2009 Live in Tokyo 13.00 1
2012 Félicité Thösz 11.40 5
2013 Mythes et légendes - Epok V 11.50 2
2014 Zühn Wöhl Ünsaï - Live 1974 12.00 2
2014 Rïah Sahïltaahk 10.00 2
2015 Šlag Tanz 10.00 1
2015 Köhnzert Zünd 13.33 3

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