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Glass Hammer

Three Cheers For The Broken Hearted

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Melodic Rock / AOR; Neoprog; Rock / Pop / Mainstream; RetroProg
Label: Arion / Sound Resources
Durchschnittswertung: 4/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Susie Bogdanowicz vocals
Steve Babb bass, keyboards, vocals, guitar
Fred Schendel drums, leslie guitar, horns, guitar, keyboards, vocals, cello, steel guitar, mellotron

Gastmusiker

David Wallimann guitar (4)
Josh Bates guitar (1,6)

Tracklist

Disc 1
1. Come On, Come On 3:36
2. The Lure Of Dreams 5:50
3. A Rose For Emily 3:08
4. Sleep On 4:02
5. The Mid-Life Weird 3.54
6. A Bitter Wind 4:31
7. The Curse They Weave 4:27
8. Sun Down Shores 4:34
9. Schrodinger's Lament 5:09
10. Hyperbole 7:34
11. Falling 4:34
Gesamtlaufzeit51:19


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Da werfen wir den Bands immer vor nur "more of the same" abzuliefern und damit eher auf die Fan-Pfründe als auf musikalische Entwicklung zu schielen. Und wenn dann eine Band mal das Wagnis einer Neuorientierung eingeht, dann ist es auch wieder nicht recht. Ich kann dazu nur sagen: Zum einen ist die Welt leider ungerecht, zum anderen sollte eine Entwicklung / Neuorientierung doch irgendwie ein bisschen nachvollziehbar sein (obwohl... vielleicht ist sie das hier sogar).

Aber wegen was schwalle ich hier eigentlich herum? Glass Hammer haben ein neues Studioalbum herausgebracht, ihr elftes inzwischen. Und "Three Cheers for the broken hearted" steht für Veränderung. Glass Hammer sind zum Trio geschrumpft, natürlich immer noch Fred Schendel und Steve Babb, die denn auch fast alle hier zu hörenden Instrumente spielen, und dazu noch Susie Bogdanowicz, die mehrheitlich den Lead-Gesang übernimmt. Da höre ich doch schon ein Raunen in der Fanschar, denn nicht wenige hätten sich ja schon immer eine prominentere Rolle für Frau Bogdanowicz gewünscht. Nun, ich gestehe, diesen Wunsch konnte ich angehörs der eher dünnen Stimme von Susie B. noch nie nachvollziehen.

Aber es ist nicht nur der durchweg weibliche Gesang, der dieses Album anders macht. Glass Hammer haben auch gleich ihre musikalische Ausrichtung grundlegend geändert. Schon das Cover schreckt mich... da stehen drei düstere Gestalten wie bestellt und nicht abgeholt. "Gothic" wäre noch die naheliegensde Assoziation. Waren die Amerikaner bisher als Sympho-Retroprogger mit starker Yes-Lastigkeit bekannt, so mutieren sie jetzt zu einer Band, die einer Mischung aus poppigem Rock und sanftem Melodic Rock mit Einsprengseln von beatlesken Melodien und gelegentlich noch wahrnehmbaren althergebrachten Tastenklängen frönt. Dazwischen versucht man sich gar immer mal wieder an einer Art modernem Rock mit elektronischen Anklängen und einer gewissen Portion, nun ja, "Härte". Da dürfen dann auch allerlei Samples und Vocoder-Gesang nicht fehlen. Wenn man Vergleiche will, dann würde ich sagen Lana Lane trifft auf die späten Mostly Autumn.

Wenn man sowas kann, dann kann das vielleicht funktionieren. Mögen muss man es deswegen trotzdem nicht. Ich mag es nicht. Allerdings setzen Glass Hammer dieses Album auch grandios in den Sand. Über die Motivation von Glass Hammer kann ich nur spekulieren, aber angesichts des Gebotenen kann man nur vermuten, dass man sich eher radiotauglich und besser verkäuflich präsentieren wollte. Ähnlich wie bei ihren Folkversuchen wirkt das Ganze aufgesetzt, unglaubwürdig und schwach dargeboten. Schendel und Babb hätten sich wenigstens einen guten Gitarristen und einen Schlagzeuger mit an Bord holen sollen, so nervt vor allem das statische Spiel auf den Drums mit der Zeit ziemlich. Die wenigen guten Momente – "Sundown Shores" kommt mir in den Sinn, hier stimmen wenigstens Atmosphäre und Melodien (passenderweise singt hier Steve Babb die Lead Vocals) – rechtfertigen nicht mal für Fans den Kauf des Albums. Es sei denn man ist ausgewiesener Susie Bogdanowicz-Addict, na dann gibt es fast die Vollbedienung. Fred Schendel wirkt übrigens auch optisch deutlich verändert (keine Haare mehr, deutlich schlanker), vielleicht ist hier ein Zusammenhang? Wer weiß...

Glass Hammer, bleibt bei euren Leisten!

Anspieltipp(s): ähm...
Vergleichbar mit: Wer will das hier schon wirklich wissen...
Veröffentlicht am: 15.11.2009
Letzte Änderung: 10.5.2013
Wertung: 4/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 2)


Schuster bleib bei deinen Leisten. Was auf Glass Hammer übertragen soviel heisst wie: "macht bloss nichts Eigenes".

Schendel und Babb haben im neuen Jahrtausend eigentlich die Musik gemacht, die ich mir so ähnlich von ihren grossen Vorbildern gewünscht hätte. Sie waren quasi die Lordsiegelbewahrer der alten Musik der "grossen Vier", zuletzt mit zunehmender Schlagseite Richtung Yes.

Das mag man gut finden oder nicht. Im mindesten war es meist professionell gemacht. Auf vorliegender Langrille fahren Glass Hammer den symphonischen Anteil runter, vereinfachen die Strukturen und werden mainstreamiger.

Ich mache es kurz: "Three Cheers For The Broken Hearted" ist dürftige Kost. Ein blutleeres Album ohne Saft und Kraft. Mit einer Susie Bogdanovicz, deren Stimme aetherisch und dünn ist und für mich neben den oft banalen und bisweilen sogar peinlichen Kompositionen DAS Ärgernis des Albums darstellt. Die Stücke hören sich oft an wie süsses Plastik. Die wenigen Lichtblicke am Ende des Albums (das Crimsonesque "Schrodinger`s Lament" und der dampfende Powerrock-Titel "Hyperbole") versöhnen zwar ein wenig, können aber nichts daran ändern, dass "Three Cheers" als Ganzes Schiffbruch erleidet.

Mit Cor Cordium kehren Glass Hammer dann aber wieder auf den "rechten" Pfad zurück...

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Glass Hammer ?
Veröffentlicht am: 19.1.2012
Letzte Änderung: 19.1.2012
Wertung: 4/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Glass Hammer

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1993 Journey of the Dunadan 5.00 2
1995 Perelandra 7.67 3
1997 Live And Revived 5.50 2
1998 On To Evermore - The Story Of Ariana And The Sculptor 8.33 3
2000 Chronometree 12.00 4
2001 The Middle Earth Album - 3
2002 Lex Rex 11.67 3
2004 Lex Live (DVD) 7.00 1
2004 Live at NEARfest 11.75 4
2004 Shadowlands 9.75 4
2005 The Inconsolable Secret 8.50 4
2006 Live At Belmont (DVD) 7.00 2
2007 The Compilations 1996 - 2004 10.50 2
2007 Culture of Ascent 8.80 5
2008 Live At The Tivoli (DVD) 8.00 1
2010 IF 8.33 6
2011 Cor Cordium 7.67 3
2012 Perilous 10.50 2
2014 Ode To Echo 11.00 2
2015 The Breaking Of The World 11.50 2
2015 Double Live 10.00 1
2016 Valkyrie 10.50 2
2017 Untold Tales 12.00 1

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