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Opus Avantra

Strata

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1989
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; Moderne Klassik; RIO / Avant; sonstiges
Label: Artis
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Alfredo Tisocco piano, synthesizers
Donella Del Monaco voices
Vincenzo Caroli flute
Pieregidio Spiller violin
Manuela Rizzo viola
Alberto Brendolin cello
Toni Lee guitar
Gianfranco Spigolon Maneguzzo double-bass
Saverio Tasca percussions

Tracklist

Disc 1
1. Canto Della Notte 3:51
2. Quiete E Tumulto 2:11
3. Danza degli Oggetti Liberati 4:41
4. Canto Incompiuto 4:07
5. Vertigine 3:24
6. Fase Dello Specchio (Duello) 3:46
7. Canto Prima Dell'alba 3:09
8. Tics (Palude) 2:57
9. Titmo Alfa (Labirinto)   (live) 7:25
10. Canto Ad Un Dio Nascosto 3:35
11. R.E.M.   (Extra Track) 11:25
Gesamtlaufzeit50:31


Rezensionen


Von: Nik Brückner @


Nach langer Pause legten Opus Avantra 1989 ein Album nach, das ihrem Anspruch, Avantgarde und Tradition zu verknüpfen, wieder vollauf gerecht wurde. Die Hauptakteure, die Sopranistin Donella Del Monaco und der Pianist und Komponist Alfredo Tisocco waren wieder mit an Bord, dazu auch der Violinist Pieregidio Spiller. Und als sei es in den achtziger Jahren ein Leichtes gewesen, legten sie mit "Strata" ihr vielleicht konzisestes Werk vor.

Ähnlich wie auf ihren früheren Alben präsentiert die Band einen reichlich heterogenen Mix aus einerseits instrumentalen, oft atonalen und ziemlich anspruchsvollen Kleinodien, die mit viel Anstrengung gehört werden wollen ("Avan"), und andererseits sehr hörbaren, eingängigen Stücken, die dann meist von klassischen Vorbildern geprägt sind und von Donella del Monaco eindrucksvoll vorgetragen werden ("Tra"). In der Mitte findet sich Weniges, das man (zumindest als RIO-geschulter) Proghörer mit ein wenig gutem Willen als klassischen Prog hören könnte, "Vertigine" noch am ehesten, auch "Fase Dello Specchio", eine Art schräger Polka, getragen von Pianostaccati und Streicherpizzicati, über denen eine Flöte eher spricht als spielt.

Bei den Klassik assoziierenden Gesangsstücken fällt vor allem die kirchenmusikalische Tradition auf, besonders bei dem ruhig-getragenen mehrstimmigen "Canto alla notte". Andere Melodien lassen sogar weihnachtliche Klänge anklingen, "Canto Prima Dell'alba" etwa, oder das leicht angepoppte "Canto Incompiuto".

Die oft atonalen Stücke sind zwar schräg, aber nie chaotisch und dadurch ebenso hörbar. Sie sind geprägt durch die bunt wechselnde Instrumentierung, mal hört man Bläser und Streicher ("R. E. M."), mal nur ein Klavier ("Quiete E Tumulto"), mal die ganze Band, einschließlich Gesang ("Danza degli Oggetti Liberati"). Opus Avantra schaffen es so, ihre von Stockhausen, Bartók und Anderen inspirierten Phantasien mit immer neuen Klangfarben zu variieren und dadurch immer wieder neue Atmosphären zu schaffen. "Strata" scheint mir ihr bis dahin reifstes Werk zu sein - ich gehe sogar so weit, es für eines der wichtigsten italienischen Prog-Alben zu halten, auch wenn das Meiste mit Progressive Rock wohl nicht viel zu tun hat...

Anspieltipp(s): "Canto alla notte", "Vertigine", "Danza degli Oggetti Liberati"
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.12.2009
Letzte Änderung: 15.2.2010
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Opus Avantra

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1974 Introspezione 12.00 2
1975 Lord Cromwell (plays suite for seven vices) 9.00 1
1995 Lyrics 13.00 1
2003 Opus Magnum 13.00 1
2009 Viaggio immaginario 10.00 1

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