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Various Artists

Die Extralangen XXL Rock Klassiker. Volume I - III

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Krautrock; Rock / Pop / Mainstream
Label: Hansa Amiga
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Tracklist

Disc 1
1. Tritt ein in den Dom   (Electra) 10:14
2. Tagesreise   (Horst Krüger-Band) 7:23
3. Feuerball   (Reform) 10:03
4. Am Fenster

1. Traum
2. Tagtraum
3. Am Fenster

  (City)
17:27
5. Träume wie Segel   (Veronika Fischer & 4 PS) 7:32
6. Meeresfahrt   (Lift) 15:17
7. Wo das Meer beginnt   (Ute Freudenberg & Elefant) 7:02
Gesamtlaufzeit74:58
Disc 2
1. Der Kampf um den Südpol   (Stern Combo Meissen) 8:21
2. Gloriosa

1. Einstimmung
2. Gloriosa
3. Laß uns sie besuchen
4. Von drinnen nach draußen
5. Gloriosa-Blues

  (Jürgen Kerth)
17:04
3. Daß kein Reif   (Reinhard Lakomy) 18:36
4. Tief in uns   (Modern Soul Band) 7:05
5. Albatros   (Karat) 8:12
6. Geh dem Wind nicht aus dem Wege   (Puhdys) 6:45
7. Nach dem Konzert (Live)   (WIR) 6:39
Gesamtlaufzeit72:42
Disc 3
1. Auf Engel schießt man nicht   (Kreis) 7:33
2. Bulgarien-Rock   (City) 9:18
3. Black power   (WIR) 13:00
4. Es fällt mir schwer   (Puhdys) 7:15
5. Krywán, krywán   (Die Skalden) 19:54
6. Dreamtime   (Pop-Projekt) 7:07
7. El Sonido   (Bayon) 12:34
Gesamtlaufzeit76:41


Rezensionen


Von: Nik Brückner @ (Rezension 1 von 2)


Mein neuster CD-Dealer heißt Ede. Ede K. Ede liebt zwar normalerweise nur Lebensmittel (ich selbst halte mich da ja eher an, nun ja, konventionellere, hm, Objekte), aber der Blick in seine billig aufgemachten Pappständer an der Kasse lohnt sich offenbar. Fand ich dort doch neulich zwischen Flippers und Floppers eine 3CD-Box mit dem unwiderstehlichen Namen "Die Extralangen XXL Rock Klassiker", "Rock" ganz groß gedruckt. Neunneunenneunzich unverbindliche Preisempfehlung. "Greifen Sie zu! Darf's ein bissl mehr sein?" Aber sicher, Ede!

"Rock Klassiker" ist ein dehnbarer Begriff. In diesem Fall soll er 3 böse Buchstaben vermeiden, die hierzulandesteile offenbar ein Verkaufshindernis darstellen, zwei Ds nämlich und ein R. Sony/Amiga hängen sich riiichtig rein, das zu ändern.

Versammelt sind auf "Die Extralangen XXL Rock Klassiker" also eigentlich die extralangen DDR Rock Klassiker. Ob man das "XXL" über das "DDR" drübergedruckt hat? Es sind die einzigen schwarzen Lettern auf dem Cover...

Schluß mit der Politik! Was kriegen wir zu hören? "Klassiker" ist nicht ganz falsch. Sind hier doch DDR-Rock- und Proggrößen wie die Puhdys, Karat, Electra, Lift oder Stern Combo Meissen vertreten, noch dazu mit legendären - man muss wohl "Titel" sagen - Titeln wie "Meeresfahrt", "Der Kampf um den Südpol" und dem über-ultra-Monster "Tritt ein in den Dom" - alles wahre Rock-Mythen.

Doch es gibt auch Ausfälle, heftige. Was Pop Projekts "Dreamtime" angeht, oder das ürgselige "Auf Engel schiesst man nicht" von Kreis, so war die CD im angesprochenen Regal schon gar nicht so falsch eingeordnet. Dem Proghörer, aber auch dem von der Box angesprochenen Klassik-Rocker dürfte dieses Zeug dann doch allzu schlagerig sein. Der Rest bewegt sich dann aber doch zwischen Rock (Puhdys), Pathosrock (Modern Soul Band, Wir), (zu) langen Instrumentals (Die Skalden, Bayon) und einer vielleicht am besten naiv-im-besten-Sinne-des-Wortes zu nennenden Variante des Prog. Bestes Beispiel für letzteres ist mein Lieblingstrack, der bereits angesprochene Rock-Mythos "Tritt ein in den Dom", der eine, äh, Paraphrase von "21st century schizoid man" und "Child in time" darstellt, kombiniert mit einem Text, den man heute nur noch als unfreiwillig komisch empfinden kann: "Den Dom haben Menschen errichtet, Den Dom haben Menschen errichtet - Aaaaaaaaaaaaaaaah!".

Nein, die Perlen sind andere. "Tagesreise" von der Horst Krueger Band etwa - frisch, dynamisch, klischeefrei ("Klischee" ist ein Wort, das einem beim Hören öfter mal durch den Sinn geht) -, "Träume wie Segel" von Veronika Fischer und 4 PS oder "Wo das Meer beginnt" von Ute Freudenberg und Elefant.

Beim Schreiben stelle ich fest, dass es einen (nicht allzu steilen, aber doch spürbaren) Qualitätsabfall von der ersten hin zur dritten CD gibt - was manchem sicher bei der Kaufentscheidung helfen wird, gibt es doch alle drei CDs auch einzeln. Allerdings nicht bei CD-Meister Ede K.

Ob das nun alles repräsentativ ist? Ach, hör doch auf! Wofür? Für extralange XXL Rock Klassiker? Für den DDR-Rock? Nein, aber ich weiß was: für unseren Umgang mit dem DDR-Kulturgut.

Anspieltipp(s): Die genannten
Vergleichbar mit: Protoprog, Prog, Pathos, Pop und wie wär's mal mit nem Wort ohne "p", Rock.
Veröffentlicht am: 12.1.2010
Letzte Änderung: 15.2.2014
Wertung: 10/15
Discounter-Musik zu Discounter-Preisen? Weit gefehlt!

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Von: Holger Grützner @ (Rezension 2 von 2)


Nik hat hier oben einen wunderbaren Schlusssatz geprägt.

Ich würde zu gern wissen, welcher lustlose oder sturzbesoffene Entscheider bei Hansa für diese zusammen gestümperte Tracklist verantwortlich zeichnet!

Die vertretenen Stücke sind in der Mehrzahl gute bis sehr gute. Die Reihenfolge ist das Übel Nummer 1 und die wenigen dazwischen geramschten Ausfälle sind Übel Nr.2.

Man hätte thematisch sortieren können. Oder stilistisch. Oder die textlich anspruchsvollen zusammen nehmen können oder…oder…oder. Aber man hat’s genommen, wie es kam.

Ärgernis auf CD1 ist die lange Fassung von „Am Fenster“. „Schöne lang, wa?!“ ... Die eigentliche Fassung, wie jeder Ossi weiß, war 7 Minuten lang. Mit einjähriger Verspätung erschien die Debut-LP mit dieser zerdudelten Langfassung in Ermanglung sonstiger eigener Stücke. 10 Minuten verschenkte Spielzeit.

Ärgernis auf CD 2: Hier passt kein Track zum nächsten. Stern-Combo prallt auf Kerth und der wiederum auf Lakomy (der gerade in der Übergangsphase vom Liedermacher zum Electronics-Guru steckte). Also westlich übersetzt prallt hier ELP auf Ten Years After und die auf frühen Klaus Schulze der unglücklicherweise einen Roland Kaiser Text vertont hat.

Kerth hat sehr viel Gutes zu bieten. Bei Amiga in der atheistischen DDR einst so ein langes Loblied auf eine Kirchenglocke produziert zu kriegen ist ein provokanter Geniestreich gewesen, aber: das Stück selber ist nicht sein Bestes! Live kam er mit 7 bis 10 Minuten aus. Kerths Reggae, Kerths Soul, Amazonas wären auch lang und trotzdem schöner gewesen.

Dann finden wir Karats „Albatros“. Aber auf der Original-LP ist der Song per gekonnter Blubberüberleitung mit dem nächsten Stück „Gewitterregen“ verknüpft – hier aber drohen die Puhdys herein! Ok, ich mag die nicht besonders, aber selbst die hätten bessere Stücke in ähnlicher Länge zur Auswahl gehabt: Säbeltanz, Perlenfischer, das Buch …

Ärgernis CD 3: Kreis? Ooch hör doch auf! Wer käme auf die Idee, auf einem Krautrock-Sampler die Münchner Freiheit unterzubringen? Citys „Bulgarien-Rock“ geht in Ordnung, aber nicht in DIESER Umgebung. Zusammen mit „aus der Ferne“ und der 7minütigen „Am Fenster“ Fassung bildet er das brauchbare 3 Gestirn aus der 70er Phase von City, (die erst in den 80ern an Profil gewannen); die 3 hätte man insgesamt unterbringen können, wenn man schon 3 CDs lang Platz hat.

Dann haben wir da noch die Skalden - als einzigen „Bruderlandvertreter“!

- Wenn schon Polen, dann SBB oder Niemen!

- Und wenn schon Bruderland-Prog, dann eine extra CD mit Budka suflera, Blue Effect, Collegium Musicum, Omega, LGT, Illés und von mir aus auch den Skalden.

Auf die Skalden folgt das Pop-Projekt und Bayon - also auf frühe Ougenweide ein Sven Väth Mix und hinterher Apocalyptica(unplugged).

Keine Berücksichtigung fanden solche verschollenen schönen Stücke wie „Wer bloß ist heute groß“ von der Bürkholz-Formation, „Stell dir vor“ von der Hansi-Biebl-Band, „Memento mori“ von Lift, um nur 3 Unterlassungssünden zu nennen.

Fazit: Ein Musterbeipiel für ignorante Kulturgutverramschung.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: den oben erwähnten Kompilationsmachwerken
Veröffentlicht am: 5.5.2013
Letzte Änderung: 5.5.2013
Wertung: keine (unbewertbar)

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