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radio massacre international

time & motion

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; RetroProg
Label: Cuneiform Records
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Duncan Goddard Electronics, Bass Guitar
Steve Dinsdale Electronics, Percussion
Gary Houghton Guitar, Electronics

Gastmusiker

Martin Archer Wind Instruments, Electronics

Tracklist

Disc 1
1. kairos 17:10
2. the clockwork time dragon 13:29
3. aeon 10:37
4. chronos 12:21
5. equatorial pitch 9:09
6. fission ships pt. 1 15:42
Gesamtlaufzeit78:28
Disc 2
1. maybe a last look at joe´s house 14:42
2. fission ships pt. 2 24:17
3. nine:four:one 21:17
4. 30 years (slight return) 18:17
Gesamtlaufzeit78:33


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


"Macht Spaß, wenn es auch nicht wirklich vom Hocker fegt!" So habe ich meine Rezension zum letzten auf dem Cuneiform-Label veröffentlichten Album von radio massacre international beendet. Ganz ähnlich fällt wohl auch meine Einschätzung zum zurzeit neuesten Werk der drei Briten aus.

"time & motion" ist wieder eine Doppel-CD geworden, eine randvolle zudem. Über zweieinhalb Stunden an Musik fließen hier aus den Boxen. Die eingesetzten klanglichen Ingredienzien sind dabei mehr oder weniger dieselben, wie auf den vorhergehenden Alben der Band. E-Gitarre und Elektronik (Tasten und Sounds) bedienen Houghton, Dinsdale und Goddard vornehmlich, dazu ab und an auch Schlagzeug (Dinsdale) und Bass (Goddard). Damit erzeugen radio massacre international ihre typische Retroelektronik, angelehnt an die Klänge der Berliner Elektroniker (Schulze, Tangerine Dream, Hoenig), gleichzeitig aber auch durchsetzt mit Spacigem und deutlichen Pink-Floyd-Anleihen.

Das klingt jetzt nicht so furchtbar aufregend, doch macht das Trio seine Sache wirklich exzellent und ist sehr farbig und abwechslungsreich zu Gange. Wirklich interessant wird die Musik aber deshalb, weil auf "time & motion" auch wieder (er war schon auf "rain falls in gray" zu hören) Martin Archer mit allerlei (meist elektrisch verstärkten und verfremdeten) Blasinstrumenten zu hören ist. Seine Flöten-, Saxophon- und Klarinettenklänge bereichern den Klang doch sehr und sorgen für Abwechslung und eigenen Charakter. Schon damals bei Klaus Schulze, der natürlich eine der deutlichsten Inspirationsquellen für diese Musik ist, erhielten die sequenzergesteuerten Klangflächen oft erst durch solistische Zusatzinstrumente (z.B. das Cello von Wolfgang Tiepold) ihren ganz eigenen Reiz. Ähnliches gilt auch für "time & motion".

Zwei Gruppen von Stücken gibt es hier zu hören. Da sind einmal die etwas strukturierteren Nummern ("kairos", "the clockwork time dragon", "chronos", "equatorial pitch", "maybe a last look at joe's house" und "30 years (slight return)"), in denen sich die E-Gitarre in den Vordergrund arbeitet, der Sequenzer für rhythmische Muster sorgt, aber oft auch das Schlagzeug zum Einsatz kommt und das schon erwähnte Blaswerk ertönt. Dann gibt es auf "time & motion" vier Stücke ("aeon", "fission ships pt. 1", "fission ships pt. 2" und "nine:four:one") in denen bis auf ein paar Gitarreneinlagen in "aeon" nur Elektronisches zu hören ist. Das sind freiformatige, mitunter durchaus schräge Klang- und Geräuschflächen, die mächtig, aber ab und an auch etwas langatmig aus den Boxen wabern.

"time & motion" ist für Elektronikliebhaber ein wirklich unterhaltsames und erstaunlich abwechslungsreiches Album mit einem sehr authentischen floydig-berlinelektronischem Retroflair, welches dabei aber durchaus einen eigenen Charakter und mitunter eine erstaunlich klangliche Macht entwickelt, die den Hörer vielleicht doch fast vom Hocker fegt. Und die natürlich vorhandenen Längen und Wiederholungen gehören bei solcher Musik im Grunde ja dazu! Musik zum abheben und wegdriften!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.1.2010
Letzte Änderung: 9.2.2010
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Obwohl den Klängen der Berliner Schule durchaus zugeneigt, habe ich um RMI bisher einen Bogen gemacht. Grund war, dass die meisten mir bekannten zeitgenössischen Vertreter dieses Subgenres elektronischer Musik eher weichgespülte Aufgüsse alter Ideen liefern, gar wie "Tangerine Dream"-Coverbands klingen. Die lobenden Worte des Kollegen (und die Erfahrung, dass man mit Cuneiform-Veröffentlichungen eigentlich nicht viel falsch machen kann) haben mich dann aber doch bewogen, mir diese prall gefüllte Doppel-CD zuzulegen.

Das britische Trio setzt hier zwar voll auf Retro, macht aber nicht wie viele "Neo-Berliner" den Fehler, einfach nur eine billige Kopie von Phaedra abzuliefern. Neben den typischen Sequenzerklängen reichert die Band ihren Sound nämlich auch mit deutlichen Anleihen an früher Psychedelik, Spacerock und krautigen Klangexperimenten an. Da soliert die Gitarre wie zu Zeiten der ersten "Pink Floyd"-Scheiben, oder die Musik löst sich in völlig freie Klänge auf - letzteres wird gelegentlich etwas arg ausgewalzt. Der Einsatz diverser Blasinstrumente verleiht der Musik schließlich einen ganz besonderen Charakter, die Beiträge von Martin Archer sind eine echte Bereicherung des Sounds der Band.

EIn klarer Tipp für Liebhaber Berliner (und spacig-psychedelischer) Klänge!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.2.2010
Letzte Änderung: 28.2.2010
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von radio massacre international

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 frozen north 11.00 1
1996 republic 11.00 1
1997 organ harvest 9.00 1
1998 borrowed atoms 11.00 1
2000 the god of electricity 12.00 1
2000 zabriskie point 11.00 1
2003 people would really like space rock if they would only give it a try 11.00 1
2005 emissaries 10.00 2
2007 rain falls in gray 10.00 1

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