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STATISTIK
24895 Rezensionen zu 17066 Alben von 6651 Bands.
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Can

DVD

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2003
Besonderheiten/Stil: improvisiert; live; DVD; Dokumentation; Krautrock
Label: Spoon
Durchschnittswertung: keine Wertung (1 Rezension)

Besetzung

Irmin Schmidt
Holger Czukay
Michael Karoli
Jaki Liebezeit

Tracklist

Disc 1
1. Can-Free-Concert
2. Can Notes
3. Photogallery
4. New Remixes

1. Smoke
2. Get the Can
3. Below this Level
4. Half past one

5. The Making of New Remixes
6. Discography
Disc 2
1. Can-Documentary
2. A short Tribute Film to Can by Brian Eno
3. Echo Awards 2003
4. Biographies
5. History


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Can nennen ihre Doppel-DVD mit über 4 ½ Stunden Spielzeit aus dem Jahr 2003 schlicht DVD. Sie nutzen aber auch wirklich die Möglichkeiten der DVD als Medium. D.h. es ist nicht einfach Musik mit bewegten Bildern, sondern bietet einen ganzen Strauß an Material und Infos über die Band.

Teile der DVD waren bereits auf der limitierten und nur noch antiquarisch erhältlichen Can Box aus dem Jahr 1999 enthalten: das Can-Free-Concert aus dem Jahr 1972 (51 min 26), das damals auch im Fernsehen gelaufen ist, und die Can Documentary (86 min), mithin die Kernstücke der DVD. Hinzu kommen auf der DVD noch die Can Notes (81 min 42), ein Dokumentar-Film von Can-Managerin und Ehefrau von Irmin Schmidt, Hildegard Schmidt; eine Photo-Gallerie; Remixe von Songs der Can-Mitglieder Czukay, Schmidt und Liebezeit; ein Making of der Remixe; eine Diskographie; der witzige Can-Kurzfilm von Brian Eno; die Dokumentation der Verleihung des Echo Award an Can für ihr Lebenswerk aus dem Jahr 2003; Biographien; Bandgeschichte. Plus ein DVDconnector mit Zugang zu weiteren Infos, v.a. zu Interviews in schriftlicher Form.

Damit geht - v.a. was die Can Notes anbelangt - die DVD über den Inhalt der Box-DVD hinaus. Die Can Box enthält außerdem noch das auf Doppel-CD erschienene Album Can Live 1971-1977 und das umfangreiche Can-Box-Book (476 Seiten), das aber auch separat erhältlich ist.

Die Special-Edition der DVD bietet noch eine CD mit Solo-Aktivitäten inkl. des 2001 verstorbenen Michael Karoli mit fast 70 min Spielzeit. Der Tod von Karoli, der die integrative Kraft bei Can gewesen ist, aber auch das Statement von Irmin Schmidt, dass eine Reunion dem Can-Geiste widerspräche, machen es auch unwahrscheinlich, dass nach dem letzten gemeinsamen Lebenszeichen Rite Time (1989) - und in gewisser Weise dieser DVD - noch ein weiteres gemeinsames Lebenszeichen von Can zu erwarten ist.

Das Free Concert in der Sporthalle Köln aus dem Jahr 1972 zeigt Can in ihrer klassischen Hochphase mit Damo Suzuki. Unterstützt von Kleinkünstlern auf der Bühne gibt das Konzert einen sehr lebendigen Live-Eindruck. Allerdings wird die Live-Darbietung immer wieder durch kurze Studiosequenzen unterbrochen; die Musik läuft aber weiter. Was vermutlich der künstlerischen Herangehensweise des Filmers Peter Przygodda geschuldet ist. Im Gegensatz zu der Can-Live-CD ist die Tonqualität dieses Auftritts aber ausgesprochen gut.

Die Can Notes bieten in der ersten Hälfte einige amateurhafte Aufnahmen aus Paris, von der Vorstellung der Can-Remixe "Sacrilege" (u.a. von Sonic Youth und Westbam) aus dem Jahr 1997 und aus dem Schloss Nörvenich bei Köln, in dem Can in den 60ern ihr eigenes Studio installiert hatten. Das eigene Studio war auch wie Jaki Liebezeit später im Film feststellt, einer der wichtigsten Gründe dafür, dass Can ihren spezifischen Sound entwickeln konnten, weil sie eben nicht auf das teure Anmieten von Studiozeit angewiesen waren, sondern munter drauflosjammen konnten, um ihre eigenen Ideen ohne zeitliche Beschränkung zu realisieren. Die zweite Hälfte des Films ist nach meiner Meinung auch der spannendere Teil, weil dort im Jahr 2003 die verbliebenen Musiker Liebezeit, Schmidt und Czukay etwa 40 Minuten lang ausführlich zu ihrem damals aktuellen Schaffen, zur Arbeitsweise von Can und persönlichen Ansichten befragt werden. Can sprechen hier zwar englisch und sind leider nicht mit deutschen Untertiteln unterlegt, wie es bei der Can Documentary häufig der Fall ist, aber man kann es mit normalen Kenntnissen der englischen Sprache doch gut verstehen. Bei diesen Interviews zeigt sich auch sehr deutlich der spezielle Humor, der jedem einzelnen der Musiker eigen ist. Und es gibt auch erleuchtende Erkenntisse wie: "Ich denke, ich hatte eine geniale Idee. Und dann mache ich einen Fehler, der aber noch viel genialer ist" (Czukay).

Die Can Documentary ist von Anfang bis Ende eine absolut sehenswerte Zusammenstellung aus historischen Auftritten der Band, die z.T. im Fernsehen gesendet wurden, sowie Interviews aus den Jahren bis Ende der 90er Jahre. Hier finden sich Szenen der magischen, rhythmisch-monotonen Auftritte von Anfang der 70er ebenso wie schräge Mitschnitte Mitte der 70er (Vernal Equinox aus dem Jahr 1975, wo Irmin Schmidt seine Keyboards wie Percussion bedient), dem etwa zeitgleichen Disco-Hit I want more (O-Ton Schmidt: Wir haben schon verrückte Sachen gemacht...) bis hin zu den Aufnahmen des Albums Rite Time an der Cote d'Azur. Das ist ein buntes Sammelsurium, das viel Spaß macht und außerdem eine Menge "kuriose" Weisheit der Band enthält: Die andren Rockbands wollten etwas ausdrücken; wir haben nur Musik gemacht. (Karoli) oder: Ein bisschen von der Revolution, die wir wollen, ist in unserer Musik enthalten. Wir könnten es aber dadurch zerstören, dass wir es mit Worten erklären. Das ist das, was das Fernsehen will. (Schmidt)

Die Echo-Awards 2003 mit Herbert Grönemeyer und den Red Hot Chili Peppers sind auf 12 min 25 eine nette Huldigung der Band, die man aber auch nicht gesehen haben muss.

Die CD schließlich - siehe auch Labellink oben - ist vermutlich eher für Sammler von Interesse. Sie enthält eine Reihe von Aufnahmen der einzelnen Musiker, die fraglos den Geist von Can atmen, aber doch nicht Can sind. Denn Can ist mehr als die Summe seiner Musiker. Oder in den Worten von Irmin Schmidt: Wir haben alle gemeinsam spontan die Musik entstehen lassen, aber jeder ist doch als Individuum ganz deutlich enthalten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.2.2010
Letzte Änderung: 31.5.2014
Wertung: keine für Can-Fans ein Muss, für Einsteiger erhellend; man kann es sich immer wieder anschauen und begeistert sich immer mehr für diese Band!

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Can

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Monster Movie 13.00 3
1970 Soundtracks 11.33 3
1971 Tago Mago 13.67 3
1972 Ege Bamyasi 13.00 3
1973 Future Days 12.50 2
1974 Soon Over Babaluma 13.00 2
1975 Landed 11.00 2
1976 Flow Motion 7.00 2
1976 Unlimited Edition 12.00 2
1977 Saw Delight 10.50 2
1978 Out Of Reach 8.00 2
1979 Can 8.00 2
1981 Delay 1968 11.00 2
1989 Rite Time 10.00 2
1995 The Peel Sessions 12.00 1
1999 Can Live 10.50 2
1999 The Legendary Can 8.50 2
2012 the lost tapes 12.00 1
2017 The Singles 12.00 2

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