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radio massacre international

the god of electricity

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik
Label: Centaur Discs
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Steve Dinsdale Electronics, Keyboards, Percussion
Duncan Goddard Keyboards, Electronics, Bass
Gary Houghton Guitars, Electronics

Tracklist

Disc 1
1. part 1 5:59
2. part 2 10:11
3. part 3 13:13
4. part 4 13:05
5. part 5 4:35
6. part 6 4:26
7. part 7 8:10
Gesamtlaufzeit59:39


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


"a band favourite, it combines our improvised style with overdubs - unusual for us - and orchestrated layers of noise, in seven parts."

Aufgenommen wurde "the god of electricity" schon im Sommer 1994, also noch bevor die meisten Stücke für das Debütalbum von radio massacre international (siehe "frozen north") eingespielt wurden. Bis zur Veröffentlichung des Materials dauerte es allerdings noch fast 6 Jahre. "the god of electricity" erschien erst im Jahre 2000. Offenbar wurde das Album aus einer weitaus größeren Zahl von Nummern zusammengestellt, dauerte es einige Zeit, bis die Band das herausselektiert hatte, was gut zusammenpasste und musste das Endergebnis dann noch überarbeitet und ergänzt werden. Außerdem empfand die Band das Album wohl auch als etwas komplizierter als das, was sie sonst auf ihre Hörerschaft losließ, was die Veröffentlichung weiter verzögerte.

"the god of electricity" ist in der Tat deutlich sperriger als das meiste, was radio massacre international bisher veröffentlicht haben. Eine Suite an komplexen elektronischen Klängen und den in dem einleitenden, im Beiheft der CD zu findenden Text erwähnten orchestrierten Lärmschichten in sieben Teilen wird hier geboten, die immer wieder durch voluminöse Sequenzermuster rhythmisch gefügt werden. Unzählige Schichten an elektronischem Klang und analogen Tastensounds werden hier übereinander gelagert, angereichert mit einigen Einlagen an der wiederum verfremdeten E-Gitarre (die immer so ein wenig nach David Gilmour schielt - zumindest in "Part 6"). Klaus Schulzes Werke der späteren 70er Jahre hat für diese Musik natürlich Pate gestanden, doch ist das was die drei Briten hier bieten um einiges dichter, vielschichtiger und klangvoller als die Musik des deutschen Elektronikpioniers. Auch ist die Musik von radio massacre international - zumindest auf diesem Album - deutlich kantiger und sperriger ausgefallen, Einige Abschnitte dröhnen und hallen gewaltig, kommen schneidend und fast lärmend, beziehungsweise bedrohlich und düster aus den Boxen. Trotzdem gibt es natürlich auch hier über weite Strecken diese typisch Berlinerischen Sequenzerteppiche und flächigen Synthesizerklänge zu hören, die das Album, auch wenn der Klang natürlich um einiges druckvoller und voller ist als "damals", zu einer Art Retroelektronikscheibe machen.

"the god of electricity" ist eines der anspruchsvollsten und farbigsten Alben der drei Engländer, welches nicht nur ein "band favourite" ist. Auch der Rezensent zählt es zu den besten Alben, die er von der Gruppe kennt. Wer die klassischen deutschen Elektroniker der 70er schätzt und nichts gegen gelegentliche lärmende, leicht industrielle Ausflüge hat, der sollte nach "the god of electricity" Ausschau halten!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 1.3.2010
Letzte Änderung: 1.3.2010
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von radio massacre international

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 frozen north 11.00 1
1996 republic 11.00 1
1997 organ harvest 9.00 1
1998 borrowed atoms 11.00 1
2000 zabriskie point 11.00 1
2003 people would really like space rock if they would only give it a try 11.00 1
2005 emissaries 10.00 2
2007 rain falls in gray 10.00 1
2010 time & motion 11.00 2

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