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Circle

Forest

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2004 (CD-Reissue 2005, No Quarter)
Besonderheiten/Stil: Blues; Krautrock; Postrock
Label: Ektro Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Janne Westerlund Vocals, Guitars, Percussion, Keyboards
Tomi Leppänen Percussion, Drums
Mika Rättö Keyboards, Percussion
Jussi Lehtisalo Guitars, Percussion, Vocals

Tracklist

Disc 1
1. HAVUPORTI 12:40
2. LUIKERTELEVAT 9:12
3. YDINAUKIO 6:16
4. JÄLJET 17:53
Gesamtlaufzeit46:01


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Im März 2004 spielten Circle ihr erstes Album ein, welches weitestgehend in Englisch eingesungen war. Wer nun denkt, dass sich die Finnen mit dieser Scheibe dem internationalen, insbesondere dem US-Markt anbiedern wollten, der ist auf dem Holzweg. "Forest" ist wohl eines der seltsamsten Alben im umfangreichen Œuvre von Circle und die einzelnen Stücke haben natürlich finnische Titel.

English wird hier deshalb gesungen, weil "Forest" offenbar das Ergebnis der Auseinadersetzung der Band mit dem Blues ist. Am deutlichsten wird dies in "YDINAUKIO" und "LUIKERTELEVAT", welche eine gewisse bluesige Südstatenatmosphäre verströmen, auch wenn natürlich alles durch eine krautig-elektronisch-finnisch-unterkühlte Brille betrachtet wird. Das klingt eigenartig? Ist es auch!

"Forest" ist ein relativ ruhiges Album. Metallisches Geriffe fehlt hier völlig. Dafür gibt es viele elektronische Klänge, seltsame Gräuscheinspielungen und atmosphärische Soundwolken. Klangbestimmend sind trotzdem Gitarren, bluesige Gitarren (mitunter akustisch) teils, oder postrockig-repetitve Gitarren. Dazu kommt das metronomhafte Schlagzeugspiel Tomi Leppänens und eben der Gesang, oft ein klagend-rauchiger Mississippi-Finnen-Sklavengesang. Das Ergebnis klingt reichlich eigen, kommt aber sehr spannend, fast hypnotisch aus den Boxen. Hätten Neu! zusammen mit Cans Malcolm Mooney und den Clustermusikern einen Blues gjammt, wäre vielleicht etwas ähnliches dabei heraus gekommen. Natürlich ist "Forest" klangtechnisch ein Produkt des neuen Jahrtausends, doch gewisse stilistische, als auch atmosphärische Übereinstimmungen gibt es trotzdem.

Beginnend mit "Sunrise" haben Circle eine ganze Reihe von Studioalben veröffentlicht, von denen kaum eines seinen Vorgängern ähnelte, jedes aber immer einen ganz eigenen, bandtypischen Charakter aufwies. "Forest" ist sicher eines der gelungensten und eigenartigsten dieser CDs. "More of the same" ist eine Phrase, die man im Zusammenhang mit der Musik von Circle im ersten Jahrzehnts des 21st Jahrhundert sicher nicht anwenden kann. Klangabenteurer mit Erfahrungen im krautig-experimentellen als auch postrockigen Bereich sollten hier dringend zugreifen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.3.2010
Letzte Änderung: 24.12.2013
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Circle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Meronia 11.00 1
1996 Zopalki 10.00 1
1996 Hissi 12.00 2
1997 Fraten 11.00 2
1998 Pori 12.00 1
1999 aNdeXelt. 11.00 1
2000 Prospekt 11.00 1
2001 TAANTUMUS 12.00 1
2002 Sunrise 10.50 2
2002 Alotus 10.67 3
2003 Guillotine 11.00 1
2004 Golem / Vesiliirto 10.00 1
2005 TULIKOIRA 10.50 2
2006 Miljard 12.00 1
2006 Arkades 10.00 1
2007 Rakennus 9.00 1
2007 Katapult 11.00 1
2007 Panic 10.00 2
2007 Tyrant 11.00 1
2007 TOWER 12.00 1
2008 Hollywood 8.00 1
2008 Triumph 11.00 1
2009 Soundcheck 10.00 2
2010 Rautatie 12.00 1
2011 Infektio 12.00 1
2012 Serpent 10.00 1
2013 Manner 10.00 2
2015 Pharaoh Overlord 11.00 1
2017 Terminal 10.00 1

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