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Roz Vitalis

Live at Mezzo Forte Moscow September '09

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: live; Blues; Folk; Krautrock; Psychedelic; RIO / Avant; sonstiges
Label: Eigenvertrieb
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Ivan Rozmainsky keyboards, winds
Vladimir Polyakov voice, keyboards, percussion, horn, noises
Vladimir Efimov electric guitar
Vladimir Semenov-Tyan-Shansky bass guitar
Philip Semenov drums, percussion

Tracklist

Disc 1
1. Warm Tuesday/Giver (Piano Solo)/Ascension Dream 10:07
2. Wooden Bear/Annihilator of moral Hazard 6:31
3. Autumn of Hypocrisy/Disruption (Truncated) 9:51
4. Destiny dethroned 5:14
5. Flown with the Wind/Insecure 10:27
6. Painsadist 3:42
7. Autumn Crocus 4:23
8. Outro 3:28
Gesamtlaufzeit53:43


Rezensionen


Von: Christian Rode @


Gemessen an der "Spieluhrästhetik" des 2006er "Live"-Albums Autumn of transfigurated Gold ist Roz Vitals mit ihrer Live-Darbietung im Mezzo Forte in Moskau im September 2009 ein deutlich rockigeres, zugänglicheres Album gelungen. Dies liegt sicher auch daran, dass ein nicht unwesentlicher Teil des Materials vom letzten Studio-Album Compassionizer stammt, ergänzt durch eine Reihe von Stücken der älteren Alben Painsadist, Enigmarden und des Debuts L'Ascensione sowie etwas Material, das von den Studioalben her bisher nicht bekannt ist.

Dass Roz Vitalis immer noch so schräges Zeug spielen, das auch in ihrer Heimat kein breites Publikum findet, hört man auch (!) am spärlich gesäten Applaus zwischen den Stücken. Dabei ist es durchaus hörenswert, was die russischen Avantprogger hier bieten.

Das Material swingt live sehr hübsch, wie man gleich beim Opener Warm Tuesday... hört. Dass aber live nicht immer alles besser und straighter klingt, merkt man leider bei Autumn of Hypocrisy/Disruption. Auf Compassionizer ist gerade Autumn of Hypocrisy ein wirklich unter die Haut gehendes Stück, das hier für ein Live-Stück - obwohl wirklich nicht schlecht gespielt - doch etwas blass bzw. zum Ende hin befremdlich wirkt. Dass es auch besser geht zeigt etwa Annihilator of Moral Hazzard, das keine Wünsche offen lässt.

Bei einigen Stücken trägt Vladimir Polykov, den man bereits als Keyboardergänzung vom Album Das Licht der Menschen kennt, eine Art Sprechgesang bei. Das erinnert mich etwas an die Darbietungen von Amon Düül II. Bei Flown with the Wind könnte einem auch Jim Morrison in den Sinn kommen. Der krautige Einschlag hat schon was, dürfte aber für viele Hörer wohl eher gewöhnungsbedürftig sein.

Insgesamt ist Roz Vitalis mit Live at Mezzo Forte ein durchaus vitales Live-Dokument gelungen, das m.E. einen guten Einstieg in den Soundkosmos der Band bietet, da hier vieles doch leichter zugänglich ist, ohne aber die bandeigene Komplexität aus den Augen zu verlieren.

Anspieltipp(s): Wooden Bear/Annihilator of Moral Hazzard, Flown with the Wind/Insecure
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.5.2010
Letzte Änderung: 23.3.2012
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Roz Vitalis

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2003 Painsadist (EP) 8.00 1
2004 The Threesunny Light Power (EP) 10.00 1
2004 Das Licht der Menschen (The Threesunny Light Superpower) 8.50 2
2005 Live Autumn '05 In the Ad Lucem Studio 10.00 1
2005 Enigmarden 9.00 1
2007 Compassionizer 12.00 1
2011 Revelator 12.00 1
2012 Patience of Hope 12.00 1
2015 Lavoro d'Amore 11.00 1
2018 The Hidden Man of the Heart 12.00 1

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