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Jack Bruce

I've Always Wanted To Do This

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980 (CD-Reissue bei Esoteric Records 2008)
Besonderheiten/Stil: ArtPop; Blues; Jazzrock / Fusion; Rock / Pop / Mainstream
Label: Sony BMG
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jack Bruce bass, harp, vocals
Clem Clempson guitar
Billy Cobham percussion
David Sancious keyboards, guitar (7,9)

Tracklist

Disc 1
1. Hit And Run   (Bruce - Brown) 3:36
2. Running Back   (Sancious - Clempson - Bell) 3:50
3. Facelift 318   (Bruce - Brown) 3:24
4. In This Way   (Sancious - Brown) 3:59
5. Mickey The Fiddler   (Bruce - Hart) 5:12
6. Dancing On Air   (Bruce - Brown) 3:55
7. Livin' Without Ja   (Bruce - Brown) 3:13
8. Wind And The Sea   (Cobham) 3:25
9. Out To Lunch   (Clempson - Bell) 2:42
10. Bird Alone   (Bruce - Brown) 6:52
Gesamtlaufzeit40:08


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Das ist es also, was Jack Bruce schon immer mal tun wollte - ein Album mit seinen "Freunden" veröffentlichen, den Supegroup-Hype wieder beleben und endlich mal wieder einen großen Schritt in seiner Karriere machen? Ja, möglicherweise ist das so, denn Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre sah es nicht so gut aus um Jack Bruce. Sein Album "Jet Set Jewel" wurde aufgrund von Problemen mit der Plattenfirma nicht veröffentlicht (erst 25 Jahre später war es dann doch so weit), diverse Drogensüchte verschlangen mehr Geld als Bruce verdiente und so weiter. So arbeitete Bruce viel als Sessionmusiker für bekannte Kollegen. Aber eine erfolgreiche Tour mit einer spontan zusammengestellten Band, zu der unter anderem auch John McLaughlin und Billy Cobham gehörten, weckte so zusagen wieder die Lebensgeister von Bruce (dazu kam die Heirat mit Margrit Seyffer, die sich dem Management seiner Karriere annahm).

Billy Cobham (u.a. Mahavishnu Orchestra) war dann auch einer der "Freunde", mit denen Jack Bruce 1980 das Album "I've Always Wanted To Do This" aufnahm. Die anderen beiden waren 'Clem' Clempson (Colosseum, Humble Pie, Strange Brew) an der Gitarre und David Sancious an den Tasten und gelegentlich Gitarre. Das war schon sozusagen ein All-Star-LineUp und die Erwartungen entsprechend groß.

Nun, das Album genießt keinen allzu guten Ruf. Die Musik wird als eher dröge und uninspiriert beschrieben. Wenn man Bruces ganz eigene Jazz-Rock-Alben der 70er zugrunde legt, dann mag dieses Urteil durchaus seine Berechtigung haben. Aber Jack Bruce hat sich schon immer nichts um Schubladen oder Erwartungen geschert und sein eigenes Ding durchgezogen. Und diesmal sollte es eben eine Mischung aus intelligentem Pop, seiner ureigenen Jazz-Rock-Interpretation und veritablem Rock werden. Und unter diesen Gesichtspunkten ist das Album immer noch kein Überflieger, aber durchaus unterhaltsam und genießbar.

"Hit And Run" ist ein harmloser Rocker, der aber gut groovt und das Album sehr flott eröffnet. Bruces unnachahmliches Bassspiel und sein Gesang geben dem Song die besondere Note. "Running Back" schließt sich stilistisch ähnlich an, ist aber eigentlich schon Pop-Rock. Dann wird es wieder etwas schräger, was vor allem an Bruces Gesang liegt. Die CD-Version des Albums offenbart die Sequenz "In This Way" - "Mickey The Fiddler" - "Dancing on Air" als eine Art Suite (im Original liegt hier der Wechsel der LP-Seiten dazwischen, was vermuten lässt, dass die "Suite" so nicht bewusst komponiert worden ist, ist aber trotzdem schön). "Out To Lunch" ist ein harter Blues, da muss der Hörer durch. Und "Bird Alone" ist die Hommage von Jack Bruce an Charlie Parker und vermutlich der einzige Song des Albums, der sozusagen die hochgesteckten Fanerwartungen hinsichtlich anspruchsvoller Musik bedient. "Bird Alone" ist sicherlich ein Höhepunkt im Schaffen des Jack Bruce, allerdings ist der Song auf diversen Livealben in noch beeindruckenderen Fassungen erhältlich.

Ich mag ja besonders "Livin' Without Ja", ein ROCK-Jazz-Mittwipper par excellence, der allerdings schon die eher niederen Instinkte bedient. Macht nichts, ich finde der Song nutzt sich einfach nicht ab und das Gitarrensolo von David Sancious ist für die Ewigkeit gemacht.

Neben dem bewährten Team Bruce/Brown liefern auch die anderen Beteiligten kompositorische und vor allem teils mitreißende musikalische Beiträge. Der Einzige, der bei den Aufnahmen offensichtlich einen schlechten Tag hatte, ist Drummer Cobham, der anscheinend in einer Art "Automodus" geschalten hat. Sehr schematisch und wenig abwechslungsreich gerät sein Spiel über weite Teile des Albums. Damit ist er der größte Schwachpunkt des Ganzen.

Leider verkaufte sich das Album so gut wie Sand in der Sahara und die Band löste sich anschließend gleich wieder auf. Lange Zeit war das Album dann auch out of print und nur zu Mondpreisen erhältlich. Trotz leichter Schwächen, Jack Bruce-Fans müssen das Album haben, welches inzwischen bei Esoteric Records neu aufgelegt wurde und daher auch wieder zu vernünftigen Preisen erhältlich ist. Alle anderen sollten sich bei Interesse vielleicht eher eine der zahlreichen verfügbaren Liveaufnahmen (z.b. diese oder die Rockpalast-DVD von der Promotion-Tour) besorgen, auf denen die Songs noch packender dargeboten werden.

Anspieltipp(s): Hit And Run, Living Without Ja, Bird Alone
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.7.2010
Letzte Änderung: 3.8.2013
Wertung: 8/15
...Wertung im Rahmen des Maßstabs dieser Seiten, Bruce-Fans addieren geistig 3 Punkte...

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Jack Bruce

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Songs For A Tailor 12.50 2
1970 Things we like 12.00 1
1971 Harmony Row 12.00 1
1974 Out of the Storm 10.00 1
1977 How's Tricks 9.00 1
1995 BBC Live in Concert 11.00 1
1998 Live On The Old Grey Whistle Test 11.00 1
2001 Doing This... On Ice! 10.00 1
2003 The Jack Bruce Band Live '75 13.00 1
2008 Spirit - Live At The BBC 1971 - 1978 11.00 1

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