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The Enid

Journey's End

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: mit Orchester; RetroProg
Label: Enidiworks
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Robert John Godfrey keyboards
Max Read vocals
Jason Ducker guitars
Dave Storey drums,percussion
Nick Willes bass, timpani and percussion
Elsa growl

Tracklist

Disc 1
1. Terra Firma 7.17
2. Terra Nova 5.29
3. Space Surfing 6.16
4. Malacandra 12.38
5. Shiva 7.56
6. The Art of Melody - Journey's End 5.20
Gesamtlaufzeit44:56


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


"Journey's end" ist die erste Studio-CD mit neuer Musik von The Enid seit 1998, seit der CD "White Goddess". Seit 2001 hat der Mastermind Robert John Godfrey einen Kampf mit der für seine Musik zuständigen Plattenfirma laufen, bei der er angeblich illegale Praktiken ausmachen konnte. Die Plattenfirma dementiert. Nichtestoweniger beschloss Robert J. Godfrey neuerdings, alle CD's der Band von dem Fanclub als CD-R's brennen zu lassen, um sie über seine Webseite zu verkaufen. Daraufhin teilte der Chef der betroffenen Plattenfirma Inner Sanctum mit, dass er trotz des gültigen Vertrages in der Hoffnung auf gütliche Einigung zunächst keine rechtlichen Schritte einleiten will. Sachen gibt's...

Seit 2007 wurde an den Kompositionen für das vorliegende Album gearbeitet, das schliesslich bei dem eigenen Label Enidiworks erschienen ist. (Im Übrigen erscheint "Journey's End" gleichzeitig und mit anderem Artwork auch bei Inner Sanctum Records...Mir liegt die Ausgabe von Enidiworks vor). Entgegen dem Titel scheint es noch kein Ende der Reise für eigensinnigen Herrn Godfrey und seine Kollegen zu sein. Für 2011 ist schon mal ein Konzert mit einem Orchester geplant.

Leider kann ich an dieser Stelle keine Vergleiche mit den früheren Alben von The Enid anstellen. Trotzdem gefällt mir das Gebotene ausserordentlich gut. Orchestralen Bombast fand ich schon immer ausserordentlich anregend. Zwar gibt der Komponist R.J.Godfrey wahrheitsgemäß zu, nicht so gut wie sein Komponistenkollege Wagner zu sein, aber er (Godfrey) gibt sich hörbar viel Mühe. Soll heissen, auch die neueste CD von The Enid wird von Orchester- und Chor-Passagen getragen. Auf Hinweise, dass es möglichweise bessere CD's mit orchestraler (genauer gesagt klassischer) Musik gibt, als diese möchte ich verzichten. Und zwar mit dem folgenden Hintergendanken: "Journey's End" richtet sich an die Hörerschaft, die es abwechslungreicher findet, wenn orchestrale Musik hin und wieder von gesungenen Progressive Rock-Nummern abgebrochen wird.

Die Progressive Rock-Lieder von The Enid könnten eventuell ganz besonders den Pink Floyd-Sympathisanten gefallen. Das eröffnende Lied "Terra Firma" bietet ausserdem noch mehrstimmigen Gesang und ausgewachsene Beiträge für Perkussion. Das darauffolgende "Terra Nova" ist für Freunde der esoterischen, meditativen Musik gedacht. Chorgesänge und bedächtige Keyboards bestimmen das Klangbild. "Space surfing" wartet mit dem funkigen Rock in der Art der Unsterblichen Floyds auf. Unterbrochen wird dies allerdings ganz kurz von geheimnisvollen Passagen für Harfe und Vogelgezwitscher sowie (im letzten Teil) von einem mächtigen Orchester mit Streichern und ordentlich Gebläse. Kann der Godfrey aber herrlich übertreiben..."Malacandra" ist wieder so eine esoterisch-bombastische Komposition für Orchester, Pauken, Klavier und elektrische Gitarre. In das alles eingebettet sind auch noch einige gesungene Takte für Rockband und Orchester. An "Shiva" finde ich die Kombination von Gesang, Marimba, elektrischer Gitarre und Orchester ganz besonders erwähnenswert. Abschliessend folgt mit "The Art of Melody - Journey's End" ein instrumentales Orchesterstück, natürlich mit Godfreys Lieblingszutaten: Bombast und Romantik.

Auf der Webseite der Band kann man ausserdem noch die CD-R "Journey's End, The Orchestrations" bestellen (der Titel sagt wohl alles).

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 18.8.2010
Letzte Änderung: 18.8.2010
Wertung: 11/15

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 2)


Über einen großen Internet-Versandhändler bin ich an die Inner Sanctum-Ausgabe des neuesten Enid-Albums gekommen. Das Cover ist ein anderes, die Musik wird aber wohl identisch sein. Im Booklet findet sich eine 15 Seiten lange Abhandlung über Godfrey und The Enid, gänzlich ohne Bilder, reiner Text. Auch sonst keine weiteren Infos zu den beteiligten Musikern oder den Songs, nur zu Eigenwerbung hat es noch gereicht. Wenn möglich sollte man sich also lieber die Ausgabe von Enidiworks besorgen, das ist auch eher im Sinne der Band!

Nachdem mit "White Goddess" im Jahre 1998 noch einmal ein Album erschien, das halbwegs an vergangene Großtaten anknüpfen konnte, danach aber lange Funkstille herrschte, dachte ich schon: das war es jetzt mit The Enid. Aber so kann man sich täuschen. Mit "Journey's End" hat Robert John Godfrey ein Werk geschaffen, das sich in seinen orchestralen Passagen nicht hinter Alben wie "Touch Me" oder "The Spell" verstecken muss. Dabei greift es wieder rockmusikalische Songstrukturen auf, diesmal aber ausgereifter wirkend als z.B. auf eben jenem "The Spell". Die großartigste Leistung aber ist, wie Godfrey und The Enid es schaffen, diese klassischen und rockigen Passagen zu verweben, wie das eine ganz logisch und folgerichtig aus dem anderen entsteht, ohne dass es gewollt oder abgehackt wirkt.

"Symphonic rock" in des Wortes ursprünglichster Bedeutung. Für Enid-Fans (natürlich) ein Pflichtkauf, aber auch ein sehr guter Startpunkt für Neueinsteiger in den einzigartigen Soundkosmos des Robert John Godfrey.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.11.2010
Letzte Änderung: 25.11.2010
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Enid

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 In The Region Of The Summer Stars 10.00 2
1978 Aerie Faerie Nonsense 9.00 3
1979 Touch Me 12.00 1
1980 Six Pieces 10.00 1
1983 Live at Hammersmith 12.00 2
1983 Something Wicked This Way Comes 9.00 1
1984 The Spell 9.50 2
1985 Salome 12.00 1
1986 The Liverpool Album - 2
1988 The Seed and the Sower 6.00 1
1994 Tripping The Light Fantastic 7.00 1
1995 Sundialer 7.00 1
1998 White Goddess 9.00 1
2010 Live At Town Hall, Birmingham 11.00 1
2010 Journey's End Orchestrations 11.00 1
2012 Invicta 11.00 1
2012 Live At Loreley 11.00 1
2014 First Light 12.00 1
2015 The Bridge 13.00 2
2015 The Bridge Show - Live At Union Chapel 12.00 1
2016 Dust 11.00 1
2017 The Music Of William Arkle and Other Recordings 9.00 1

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