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The Enid

The Liverpool Album

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1986 (remastered)
Besonderheiten/Stil: Klassikrock / Adaptionen
Label: Eigenveröffentlichung
Durchschnittswertung: keine Wertung (2 Rezensionen)

Besetzung

Robert John Godfrey alle Tasteninstrumente
weitere Musiker siehe Orig. - Alben

Tracklist

Disc 1
1. Raindown   (ex "Something Wicked...") 05:33
2. And then there were none   (dito) 04:19
3. Letter from America   (dito) 03:10
4. Something Wicked this Way Comes   (dito) 10:15
5. Sheets of Blue   (ex "Salome") 11:31
6. Summer   (ex "The Spell") 13:44
7. Nimrod (Live) 03:09
Gesamtlaufzeit51:41


Rezensionen


Von: Jürgen Wissing @ (Rezension 1 von 2)


Das Album wurde in einer Erstauflage von nur 800 Stück als „Give Away“ für Besucher eines Konzerts in Liverpool in den 80er Jahren produziert. Es ist jedoch kein Live - Album, sondern eine „Anthology 1983 – 1985“, also zu den Jahren, in denen die Alben „Something Wicked This Way Comes“, „The Spell“ und Salome“ erschienen.

Außer den für die vorgenannten Scheiben repräsentativen Songs wird als Livezugabe eine bislang nicht veröffentlichte Version von „Nimrod“ vorgestellt. Im August 2010 wurde das Original der CD remastered und alternativ als Download oder zum Kauf angeboten.

Die Auswahl der Songs ist für meinen Geschmack außerordentlich gelungen, denn einigen kürzeren, prägnanten Stücken wie „Raindown“ und „And then there were None“ stehen die skurrilen und sehr unterhaltsamen Longtracks „Summer“ und „Something Wicked…“ zur Seite. Entgegen den frühen Alben nahm der Gesang im Laufe der Jahre einen höheren Stellenwert ein. Diese Entwicklung wird mit dem „Liverpool Album“ dokumentiert.

Die CD eignet sich prächtig zum Kennenlernen der Band und des Kompositionsstils von R.J. Godfrey. Elegische Keyboards, vor allem Synthies und Mellotron, erzeugen eine dichte, ruhige, getragene Atmosphäre, die gerade in den Longtracks immer wieder an Filmmusik und große klassische Kompositionen, z.B. sinfonische Dichtungen denken lässt.

Progressiv wird es nur in den Teilen, die von der E-Gitarre dominiert werden und hier kommt es auch zu den häufiger genannten Ähnlichkeiten zu Pink Floyd. Hervorzuheben, obgleich sicher nicht Jedermann’s Geschmack, sind die Gesangsparts, teils mehrstimmig, die von Wortwitz und typisch britischem Humor zeugen.

Ein besonders schöner Abschluss von „Liverpool“ ist die Liveversion des Elgar–Klassikers „Nimrod“ (aus den „Enigma Variations“) – eine weiche, romantische Melodie, die durch die Keyboards mehrfach variiert und statt mit Violine mit sanfter E-Gitarre vorgetragen wird – zum Dahinschmelzen!

Anspieltipp(s): Summer (für Floyd-Fans), Nimrod (für Elgar-Fans)
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.11.2010
Letzte Änderung: 23.4.2011
Wertung: keine

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Von: Thomas Schüßler @ (Rezension 2 von 2)


Enidiworks vs. Inner Sactum - nächstes Kapitel...

Nachdem sich The Enid von ihrem ehemaligen Distributor Inner Sanctum lossagten, begann eine Schlammschlacht, die sich in erster Linie um illegale Veröffentlichungen dreht. Das hat aber auch etwas Gutes für den Fan: so wurden endlich die beiden Bandklassiker "In The Region Of The Summer Stars" und "Aerie Faerie Nonsense" erstmalig in ihren originalen Versionen offiziell auf CD veröffentlicht. Ein weiteres ist die Veröffentlichung des "legendären" Liverpool-Albums. Auch dieses war von Inner Sanctum widerrechtlich (vermutlich als LP-Rip) herausgebracht worden. Als Reaktion darauf stellten The Enid die Songs als kostenlosen Download in hervorragender Qualität (u.a. auch als FLAC) für die Fans auf ihrer Homepage bereit.

Wie Kollege Jürgen bereits ausgeführt hat, handelt es sich hierbei um eine Kompilation, daher sei auf die entsprechenden Album-Rezensionen verwiesen. Lediglich Nimrod wurde als besonderes Schmankerl dazugepackt. Dieser Song erschien bislang auf keinem offiziellen Album und wurde wohl auch lediglich dreimal aufgenommen. Diese Version wurde vor einigen Freunden und Fans gespielt, kurz vor dem Liverpool-Konzert. Es handelt sich dabei um eine sehr originalgetreue Adaption des Stückes von Edward Elgar.

Wer bislang ein wenig Berührungsängste vor The Enid hatte, für den bietet sich hier ein wunderbarer Einstieg, da er sich die Stücke unverbindlich und legal kostenlos von der Bandhomepage herunterladen kann. Wer gefallen an der Musik findet, sich aber an dem etwas affektierten Gesang stört, dem seien die frühen, rein instrumentalen Enid-Alben empfohlen.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.11.2010
Letzte Änderung: 9.11.2010
Wertung: keine keine Bewertung, da Kompilation

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Enid

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 In The Region Of The Summer Stars 10.00 2
1978 Aerie Faerie Nonsense 9.00 3
1979 Touch Me 12.00 1
1980 Six Pieces 10.00 1
1983 Live at Hammersmith 12.00 2
1983 Something Wicked This Way Comes 9.00 1
1984 The Spell 9.50 2
1985 Salome 12.00 1
1988 The Seed and the Sower 6.00 1
1994 Tripping The Light Fantastic 7.00 1
1995 Sundialer 7.00 1
1998 White Goddess 9.00 1
2010 Journey's End 11.00 2
2010 Journey's End Orchestrations 11.00 1
2010 Live At Town Hall, Birmingham 11.00 1
2012 Invicta 11.00 1
2014 First Light 12.00 1
2015 The Bridge 13.00 2
2015 The Bridge Show - Live At Union Chapel 12.00 1
2016 Dust 11.00 1
2017 The Music Of William Arkle and Other Recordings 9.00 1

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