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The Enid

Sundialer

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1995
Besonderheiten/Stil: instrumental; Ambient; Elektronische Musik; sonstiges
Label: Mantella
Durchschnittswertung: 7/15 (1 Rezension)

Besetzung

Robert John Godfrey Keyboards
Alex Tsentides Bass
Nick May Guitar
Steve Hughes Drums
Steve Stewart Guitar (2)

Gastmusiker

Damian Risdon Shaker (2)
Troy Donockley Low Whistle (2)
Max Read Vocal FX (3)
Kes Vocal FX and Samples (5)
Tobey Horsenail Vocal FX and Samples (5)

Tracklist

Disc 1
1. Sundialer 5:00
2. Chaldean Crossing [remix] 9:39
3. Dark Hydraulic [remix] 14:15
4. Ultra Violet Cat 10:41
5. Salome 95 [remix] 8:06
Gesamtlaufzeit47:41


Rezensionen


Von: Thomas Schüßler @


"Sundialer" erschien 1995, ein Jahr nach "Tripping The Light Fantastic". Es enhält jedoch nur einen neuen Track, das Titelstück. Die restlichen vier Stücke sind Remixe älteren Materials. The Enid versuchten damit, ihren Sound dem Dance-Sound Mitte der 90er anzupassen, um damit ein jüngeres Publikum anzusprechen. Das verspricht ja eine wilde Mischung zu werden!

Und so geht es gleich mit Sundialer gut los: nach Einleitungsfanfaren und etwas Streicher-Pizzicato setzt ein Dance-Rhythmus ein. Das ist erst einmal verdammt ungewohnt, der altgediente Enid-Fan wird kräftig schlucken müssen. Ob er das verdaut? Er wird sich auf jeden Fall ziemlich schwer tun, auch wenn diese Mischung durchaus ihren Reiz hat. Chaldean cross stammt ursprünglich vom ´88er-Album "The Seed and the Sower". Auch wenn es in dieser Version rund eine Minute länger ist, so kann man nicht behaupten, dass es sich großartig von der Ursprungsfassung unterscheidet. Selbiges gilt auch für Dark hydraulic vom Vorgänger "Tripping the light fantastic". Bei Ultra violet cat wird das Attribut "Remix" im Titel gleich ganz weggelassen, denn Remix und Original sind wohl tatsächlich identisch. Anders hingegen beim abschließenden Salome 95. Hier hat sich einiges im Vergleich zum Original getan. Angefangen vom Gesang, der in der neuen Fassung weggelassen wurde, stattdessen gibt es jede Menge dahingehauchte "Oh Salome"s. Bis hin schließlich zur Schlagzeugspur, die modernisiert wurde.

Der Begriff "Remix-Album" trifft für "Sundialer" also nur sehr begrenzt zu. Es wurden zwar leichte Änderungen vorgenommen, die sind meistens aber nur marginal. Auch das Attribut "Dance-Music" würde ich allenfalls für das Titelstück vergeben wollen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Jugendliche zu dieser Musik tatsächlich in der Disco tanzen wollten (auch nicht Mitte der 90er Jahre). Stattdessen trägt die Musik ambiente Züge, die Rhythmusarbeit scheint mir zu einem guten Teil bei den Tangerine Dream etwa zur selben Zeit abgeschaut worden zu sein. Auch wenn das Ergebnis durchaus seinen Reiz hat, kann man es vermulich nur den beinharten Enid-Fans empfehlen. Die Band, die sowieso schon zwischen den Stühlen Klassik und Rock saß und auf keinen passte, stellt noch einen dritten dazu.

Auch das "Sundialer"-Album wird derzeit auf der Bandhomepage zum kostenlosen Download angeboten. Dies hat jedoch, nach eigenen Aussagen, diesmal nichts mit dem Inner Sanctum-Rerelease zu tun.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: The Enid treffen auf Tangerine Dream
Veröffentlicht am: 11.11.2010
Letzte Änderung: 11.11.2010
Wertung: 7/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von The Enid

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1976 In The Region Of The Summer Stars 10.00 2
1978 Aerie Faerie Nonsense 9.00 3
1979 Touch Me 12.00 1
1980 Six Pieces 10.00 1
1983 Live at Hammersmith 12.00 2
1983 Something Wicked This Way Comes 9.00 1
1984 The Spell 9.50 2
1985 Salome 12.00 1
1986 The Liverpool Album - 2
1988 The Seed and the Sower 6.00 1
1994 Tripping The Light Fantastic 7.00 1
1998 White Goddess 9.00 1
2010 Journey's End 11.00 2
2010 Journey's End Orchestrations 11.00 1
2010 Live At Town Hall, Birmingham 11.00 1
2012 Invicta 11.00 1
2014 First Light 12.00 1
2015 The Bridge 13.00 2
2015 The Bridge Show - Live At Union Chapel 12.00 1
2016 Dust 11.00 1
2017 The Music Of William Arkle and Other Recordings 9.00 1

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