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David Bowie

The Buddha Of Suburbia

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1993
Besonderheiten/Stil: Ambient; ArtPop; Jazz; Moderne Electronica; Rock / Pop / Mainstream
Label: EMI
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

David Bowie vocals, keyboards, synthesizer, guitar, alto & baritone sax, keyboard percussion
Erdal Kizilcay keyboards, trumpet, bass, guitar, percussion

Gastmusiker

Dave Richards programming
3D Echo drums, bass, guitar (5)
Mike Garson piano (3,5)
Lenny Kravitz guitar (10)

Tracklist

Disc 1
1. Buddha Of Suburbia 4:28
2. Sex And The Church 6:25
3. South Horizon 5:26
4. The Mysterie 7:12
5. Bleed Like Craze, Dad 5:22
6. Strangers When We Meet 4:58
7. Dead Against It 5:48
8. Untitled No. 1 5:01
9. Ian Fish, U.K. Heir 6:27
10. Buddha Of Suburbia   (alternate version) 4:19
Gesamtlaufzeit55:26


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


"The Buddha Of Suburbia" ist ein ziemlich übersehenes Album von David Bowie. Auch auf diesen Seiten, wie ich feststellen musste. Das Album stößt auch auf einige Ablehnung, wie man im WWW verschiedentlich nachlesen kann. Das liegt wohl daran, dass dieses Album immer als "Soundtrack" betitelt wird, was allerdings eigentlich falsch ist. Noch dazu ist dieses Album ein wichtiges für David Bowie, markiert es doch einen Wendepunkt in seinem musikalischen Schaffen.

In der Tat wurde David Bowie eingeladen den Soundtrack zur einer Fernsehserie der BBC, eben "The Buddha Of Suburbia" (eine Verfilmung des gleichnamiges Buches von Hanif Kureishi), zu schreiben, was er auch tat. Später allerdings griff er die Songs nochmals auf, um mit ihnen herumzuspielen und einzelne Ideen, die den Rahmen des Soundtracks gesprengt hätten, weiterzuverfolgen. So entstand schließlich das vorliegende Album in einer sechstägigen Aufnahmesession in der Schweiz. In der Fernsehserie ist nur der Titeltrack zu hören. Alles andere sind eigenständige Bowie-Songs, es handelt sich also durchaus um ein reguläres Studioalbum.

Die Idee Bowies war damals eine Rückbesinnung auf die innovativen Zeiten in den 70ern. Sein eigenes Schaffen, zumal mit Brian Eno, aber auch Kraftwerk, Pink Floyd, Berlin im allgemeinen, Philip Glass, T.Rex, Roxy Music und so weiter nennt Bowie als Inspiration für dieses Album. Und so klingt es dann auch. Es gibt schwebenden Elektronik-Bowie, Ambient-Instrumentals, trippige Rhythmen, allerlei verzwirbelte Instrumentalparts und natürlich Bowies formidablen Gesang. Bowie verbindet seinen elektronischen Sound der Berliner Jahre mit modernen Anklängen an Drum'n'Bass und Triphop (auch die Grundlagen von "Earthling" wurden hier gelegt) mit einer Prise Glamrock. Es gibt kein richtiges Schlagzeug, trotzdem klingt das Album nicht steril. Gemeinsam mit dem Multiinstrumentalisten und seinem damaligen Wegbegleiter Erdal Kizilcay taucht Bowie in längst verdrängte musikalische Welten ein und erfindet sich mal wieder selbst neu. Mit "South Horizon" versucht sich Bowie sogar an Jazz und das richtig gut, vor allem auch dank der genialen Pianoarbeit von Mike Garson. In der abschließenden Wiederaufnahme des Openers steuert Lenny Kravitz ein kreischendes Gitarrensolo bei, klasse!

Wenn man das zeitgleich erschienene, vergleichsweise schlappe, "Black Tie White Noise" (immerhin #1 in den UK-Album-Charts) mit diesem Werk vergleicht, kann man kaum glauben, dass hier der gleiche Künstler zur gleichen Zeit aktiv ist. "The Buddha Of Suburbia" ist eine Frischzellenkur, mit der sich Bowie nach Jahren der Orientierungslosigkeit und durchwachsener künstlerischer Outputs selbst 'aus dem Dreck zieht'. Ich behaupte mal frech, ohne dieses Album wäre ein Befreiungsschlag wie "1.Outside" gar nicht möglich gewesen. Bowie-Fans müssen dieses Album als Dokument einer der entscheidenden Wandlungen "ihres" Stars also auf jeden Fall haben. Wer sich ansonsten für den eher experimentellen Bowie interessiert, sollte sich dieses Album auch mal zu Gemüte führen... eingängiger als "1. Outside" allemal, aber nicht minder interessant. Ach ja: "Strangers When We Meet" hat Bowie auf "1. Outside" nochmals aufgegriffen und bearbeitet.

Das Album erschien ursprünglich mit einem anderen Cover, war aber in dieser Form lange Zeit nicht erhältlich. Die aktuell verfügbare Neuauflage trägt das oben gezeigte Cover.

Anspieltipp(s): in einem durchören...
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 14.11.2010
Letzte Änderung: 13.1.2013
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von David Bowie

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Space Oddity 11.00 1
1971 The Man Who Sold The World 9.00 1
1971 Hunky Dory 13.00 2
1972 The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars 12.00 1
1973 Aladdin Sane 9.50 2
1974 David Live 11.00 1
1974 Diamond Dogs 8.33 3
1976 Station to Station 11.50 2
1977 Heroes 13.00 1
1977 Low 9.50 2
1978 Stage 10.50 2
1979 Lodger 9.00 1
1980 Scary Monsters 10.00 2
1983 Let's dance 6.00 2
1984 Tonight 4.00 1
1986 Labyrinth 1.00 1
1987 Never let me down 3.00 3
1993 Black Tie White Noise 5.00 1
1996 Outside: The Nathan Adler Diaries 13.00 2
1997 Earthling 10.00 1
1997 The singles collection - 1
1999 Hours 9.33 3
2002 Slow Burn 11.00 1
2002 Heathen 11.50 2
2003 Reality 9.25 4
2008 Live Santa Monica '72 11.00 1
2008 David Bowie Box - 1
2010 A Reality Tour 11.00 1
2013 The Next Day 10.00 2
2014 Nothing Has Changed. - 1
2016 Blackstar 13.00 3
2018 Welcome to the Blackout (Live London '78) 10.00 1

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