Tonic 2001
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
Tzadik |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (1 Rezension) |
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Besetzung
| Okabe Yoichi |
Drums, Djambe |
| Katsui Yuji |
Violin |
| Nakanishi Koji |
Keyboards |
| Harada Jin |
Bass, Harmonica |
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| Masuko Tatsuki |
Keyboards |
| Yamamoto Seiichi |
Guitar |
| Yoshigaki Yasuhiro |
Drums, Djambe |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
Sukhna
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10:33
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| 2. |
Guiding Star
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14:39
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| 3. |
NA-X
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11:49
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| 4. |
Horsess
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9:55
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| 5. |
Vitamine
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8:10
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| Gesamtlaufzeit | 55:06 |
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| Disc 2 |
| 1. |
Cisko
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13:03
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| 2. |
Sinno
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34:42
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| 3. |
Sunspot
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11:33
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| Gesamtlaufzeit | 59:18 |
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Rezensionen

Rovo kommen aus Tokio, wo die Band 1996 von Seiichi Yamamoto, dem ehemaligen Gitarristen der Boredoms, gegründet wurde. Die weiteren Mitglieder der Gruppe waren oder sind auch noch in den Bands Bazooka Joe, Dub Sub, Demi Semi Quaver, Omoide Hatoba und Bondage Fruit (der Geiger Yuji Katsui) tätig. Die Alben der Band (so um die zehn bis dato) sind relativ schwer aufzutreiben, da sie offenbar meist nur in Japan veröffentlicht wurden. Auch in Europa gut zu bekommen ist allerdings das hier rezensierte, 2002 auf John Zorns TZADIK-Label erschienene Livealbum "Tonic 2001".
Das Tonic ist ein Club in New York, in welchem Rovo an zwei Abenden irgendwann in dem im Titel auftauchenden Jahr auftraten. Die Konzerte aufgenommen und abgemischt und die besten Nummern der beiden Auftritte ausgewählt hat kein Geringerer als Bill Laswell. Die Klangqualität des Ganzen ist daher exzellent, sehr detailreich und druckvoll.
Rovo waren bei jenem Auftritt ein Septett: Gitarre, Bass, Violine, 2x Tasten und 2x Perkussion. Auf dem TZADIK-Obi wird die Musik der Band als "Trance Rock" bezeichnet, was im Grunde ganz gut passt. Space-Jamrock könnte man auch dazu sagen, oder vielleicht auch Post-Krautrock. Exstatisch, spacig, krautig und hypnotisch rocken die Protagonisten durch die ausgedehnten Nummern. Violine und E-Gitarre erheben sich auf dem druckvoll dahin gleitenden Fundament aus diversen wabernden und fiependen Tastensounds, wummerndem Bass und dem druckvoll vorantreibendem, doppelt besetzten Schlagzeug. Dicht verzahnt gleiten die verschiedenen Instrumente hallend dahin, ergehen sich auch immer wieder in dezenteren, formloseren Tongespinsten, um dann wieder Fahrt aufzunehmen und dem nächsten, mitunter reichlich wüsten Höhepunkt entgegen zu streben. Minimalitisch-repetitive Sequenzen (oft im Bass und in den Tasten) sorgen für das hypnotische Element, welches der Musik eine fesselnde, eben tranceartige Atmosphäre verleiht. Ab und zu lassen sich auch gewisse exotische, japanisch-traditionelle Wendungen ausmachen.
Alles in allem ist "Tonic 2001" ein spannendes Album mit einer Art von japanischem Space-Jamrock (das Wort beschreibt es wohl am besten), der allerdings ab und an ein wenig genretypisch auf der Stelle tritt (insbesondere im langen "Sinno"). So furchtbar verändert sich die musikalische Rezeptur der sieben Japaner von Stück zu Stück jedenfalls nicht. Jedes Stück für sich genommen bietet allerdings einen beeindruckenden Exkurs in freiem, druckvoll-hypnotischem Gerocke. Wer sich vorstellen kann, dass ihm eine Art von spacig-krautigem Postrock gefallen könnte, der sollte hier einmal reinhören!
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.12.2010 |
| Letzte Änderung: |
21.4.2012 |
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