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Circle

TOWER

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: instrumental; Postrock; sonstiges
Label: Last Visible Dog Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Tracklist

Disc 1
1. GERDE 6:40
2. GÄTTÖ 4:25
3. GESTERLUND 5:31
4. GEPPÄNEN 13:01
5. GAURILA 5:24
6. GEHTISALO 9:08
Gesamtlaufzeit44:09


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Zeitgleich zum bizarren Album "Miljard" (oder kurz danach) spielten Circle 2006 ein weiteres Album ein, welches dann ein Jahr später veröffentlicht wurde. "'Tower' Featuring Verde" lautet der vollständige Titel der Scheibe. Verde ist der Künstlername von Mika Rintala, Elektroniktüftler und Klangbastler, der schon um das Jahr 2000 herum mit Circle gespielt hat (siehe die Alben "TAANTUMUS" und "Prospekt") und ansonsten als Solist Musik veröffentlicht. Dass Rintala hier zu hören ist, kann man allerdings nur dem Titel entnehmen. Besetzungsangaben sind nirgends zu finden. Vielleicht finde ich sie aber noch. Es hat auch eine Weile gedauert, bis ich die Namen der Stücke innen auf den Falz des Einlegeblatts entdeckt habe, also sozusagen auf der Innenseite des CD-Rückens.

"N*W*O*NWOFHM" steht da noch in grossen Lettern auf der CD. Das könnte dem bekannten Schema folgend für "new wave of new wave of Finnish Heavy Metal" stehen. Metal ist hier allerdings überhaupt keiner zu finden, was vielleicht aber gerade das Neue an diesem finnischen Metal hier ist. Heavy ist das alles auch nicht. Eher entspannt-hypnotisch.

Sehr viel Perkussion und diverse perlende E-Pianoklänge kommen hier vor allem aus den Boxen, dezent ergänzt um wabernde und fiepende Synthesizersounds. Das Ergebnis ist ein jazzig-hypnotisches Gemenge, in dem vermutlich auch irgendwo etwas Bass und E-Gitarre versteckt sind, welches aufs erste Hören relativ gleichförmig aus den Boxen zu plätschern scheint. Das erinnert, insbesondere diese repetitiven E-Pianolinien, an die Musik von Soft Machine um die Alben "Six" und "Seven" herum, vor allem an das Stück "The Soft Weed Factor" (von "Six"), allerdings versehen mit einer stark erweitwerten, klappernd-plingenden Perkussionsabteilung und gleichzeitig natürlich ohne Blasinstrumente. Auch bei Miles Davis findet man in den frühen 70er Jahren mitunter ähnliche, von E-Piano und Perkussion dominierte Muster, doch sind die Klänge auf "Tower" sehr viel kühler, kantiger, minimalistischer, aber auch zurückhaltender ausgefallen.

Wie schon bei "Miljard" offenbart sich hier dem Hörer nach dem anfänglichen Verdacht der Gleichförmigkeit ein beeindruckend tiefschichtiges Klanggebilde. Perkussion und Tasten erzeugen ein bizarres Tongeflecht, das sich vor den Ohren des Hörers zu einem sprießenden Klanggewächs entwickelt, dem man dem Stamm folgend, über Äste und Aästchen immer weiter in die Tiefe dieses Sounddickichts folgen kann. In kompositorischer Hinsicht tritt die Musik scheinbar auf der Stelle, gleichen sich auch die einzelnen Stücke doch sehr, wirkt das Ganze ausgesprochen minimalistisch. Aber wie beim Betrachten eines Ameisenhaufens stellt man schnell fest, dass hier zwar überall dieselben Klänge wimmeln, sich aber doch an jeder Stelle des musikalischen Geflechts andere Szenen abspielen.

"Tower" bietet einen eigenartigen neo-canterburesken Minimal-Postjazzrock, der eine enorme hypnotische Kraft entfaltet, wenn man sich darauf einlässt. Auf dem Album "Guillotine" hatten sich Circle in den beiden Langnummern "Metsän henget" und "Alta rautatammien" in ähnliche Gefilde begeben. Mit "Tower" perfektionieren die Finnen diesen originellen Ansatz dann. Beeindruckend!

Gerade eben habe ich übrigend die Besetzungsangaben gefunden. Die Namen der Beteiligten stecken in den Titeln der einzelnen Tracks. Man muss nur das "G" gegen den richtigen Buchstaben ersetzten!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.2.2011
Letzte Änderung: 23.12.2011
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Circle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Meronia 11.00 1
1996 Zopalki 10.00 1
1996 Hissi 12.00 2
1997 Fraten 11.00 2
1998 Pori 12.00 1
1999 aNdeXelt. 11.00 1
2000 Prospekt 11.00 1
2001 TAANTUMUS 12.00 1
2002 Sunrise 10.50 2
2002 Alotus 10.67 3
2003 Guillotine 11.00 1
2004 Golem / Vesiliirto 10.00 1
2004 Forest 12.00 1
2005 TULIKOIRA 10.50 2
2006 Miljard 12.00 1
2006 Arkades 10.00 1
2007 Rakennus 9.00 1
2007 Katapult 11.00 1
2007 Panic 10.00 2
2007 Tyrant 11.00 1
2008 Hollywood 8.00 1
2008 Triumph 11.00 1
2009 Soundcheck 10.00 2
2010 Rautatie 12.00 1
2011 Infektio 12.00 1
2012 Serpent 10.00 1
2013 Manner 10.00 2
2015 Pharaoh Overlord 11.00 1
2017 Terminal 10.00 1

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