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Czeslaw Niemen

Terra Deflorata - Koncert

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010 (Aufnahmen von 1984 und 1986)
Besonderheiten/Stil: live; ArtPop; Elektronische Musik; Klassischer Prog
Label: Oskar
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Czeslaw Niemen Instruments, Voice

Tracklist

Disc 1
1. Pantheon 5:37
2. Klaustrofobia 6:32
3. Amen 5:11
4. Zapowiedz - powitanie 7:25
5. Spojrzenie za siebie 7:51
6. Zapowiedz 0:42
7. Status mojego ja 8:07
8. Zapowiedz 1:47
9. Terra Deflorata 7:41
10. Sen konca i pocatku 9:51
11. Etuda rewolucyjna Chopina 3:15
12. Hymn o Milosci 3:05
13. Jednego serca 7:18
14. Piesn wojow 4:01
Gesamtlaufzeit78:23
Disc 2
1. Klaustrofobia 5:16
2. From Cain on 5:59
3. Antropocosmicus 5:09
4. Zezowata bieda 7:16
5. Sen konca i pocatku 6:58
6. Jednego serca 7:48
7. Ucieczka 6:48
8. Studnia 4:34
Gesamtlaufzeit49:48


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Auch bei diesem posthumen Livealbum Czeslaw Niemens ist es für den des Polnischen nicht mächtigen Rezensenten schwierig einige weiterführende Informationen aufzutun. In den 80er Jahren hat Niemen seine musikalische Tätigkeit offenbar deutlich zurückgeschraubt. Nach der Veröffentlichung von "Postscriptum" dauerte es zumindest fast 10 Jahre, bis mit "Terra Deflorate" 1989 eine weitere LP des Polen erschien. Untätig war er in dieser Zeit allerdings nicht. Er komponierte Musik für Film und Theater und gab auch Konzerte, wie das hier zu rezensierende Album beweist.

Das 2010 veröffentlichte "Terra Deflorata - Koncert" beinhaltet zwei Konzertmitschnitte Niemens vom 23. November 1984 (CD 1) und vom 9. November 1986 (CD 2). Der erste Auftritt fand in Szczecin, der zweite in der Polnischen Kirche im damaligen Westberlin statt. Wie der Titel dieser Sammlung schon andeutet spielt Niemen hier vornehmlich Stücke, die später auf dem schon erwähnten Album "Terra Deflorata" auftauchen sollten. D.h. schon Mitte des Jahrzehnts war das kompositorische Material für das Album vorhanden. Niemen ist hier übrigens solo zu Gange. Zumindest kann ich auf dem Digipack keine Angaben zu weiteren Mitspielern finden. Allerdings ist hier wieder alles, auch die vermutlich informativen Texte, in Polnisch verfasst. Allerlei Tasteninstrumente bedient der Pole, unterstützt von perkussiven Mustern, Basslinien und weiteren Sounds vom Band (oder einem anderen damals zeitgemäßen Speichermedium - oder eben doch einem Mitmusiker). Und dann singt Niemen natürlich.

In stilistischer Hinsicht verbindet Niemen hier klassisch-progressive und jazzrockige Muster aus den 70er Jahren mit freiformatigeren elektronischen Tastenexkursen und bindet ab und zu leicht poppige Songsstrukturen mit ein. Dazu kommt sein charakteristischer, theatralisch-ergreiffender Gesang. Im Grunde ist das typischer Niemen, etwas introvertierter und eben ab und zu mit zeitgemäßen Mainstreamspuren, der sich aber nicht allzu sehr von der Musik unterscheidet, die auf den Alben "Idée Fixe" und "Postscriptum" zu finden ist. Die Instrumentierung ist natürlich anders. Eingewoben sind zudem längere Textrezitationen oder Ansagen (mit oder ohne Klangbegleitung), die sich meist hinter der Titelbezeichnung "Zapowiedz" (was wohl so viel wie Ankündigung bedeutet) verbergen. Der Klang des Ganzen ist sehr ordentlich, kommt aber etwas dosig und von zischenden Störgeräuschen begleitet aus den Boxen. Dementsprechend ist auch der Aufdruck "Official Bootleg" vorne auf dem Cover zu finden. Die Aufnahmen aus Berlin sind etwas verrauschter, kommen aber etwas kraftvoller daher. Der Popgehalt und die Perkussion vom Band ist hier größer. Es fehlen zudem - dem Aufführungsort geschuldet - die langen Ansagen.

"Terra Deflorata - Koncert" ist ein stellenweise beeindruckendes Konzertdokument Niemens, welches klangtoleranten Liebhabern von dessen Musik und Ostprogsammlern durchaus empfohlen werden kann. Intensiv, leicht sakral und introvertiert zelebriert Niemen hier seine Musik, vervollständigt durch seinen kraftvollen, ab und zu geradezu ergreifenden Gesang. Einmal mehr zeigt dieses Album, welch bedeutende Rolle der Pole für die progressive Musik im ehemaligen Ostblock gespielt hat.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.2.2011
Letzte Änderung: 2.3.2011
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Czeslaw Niemen

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Enigmatic 11.50 6
1971 Niemen Enigmatic 9.00 1
1972 Strange is this world 11.00 1
1972 Marionetki 12.00 1
1973 Ode to Venus 10.00 1
1974 Aerolit 12.00 1
1974 Mourner´s Rhapsody 8.00 1
1975 Katharsis 11.00 1
1977 Idée Fixe 11.00 1
1980 Postscriptum 10.00 1
2007 41 Potencjometrów Pana Jana 10.00 1
2009 Kattorna / Pamflet na Ludzkosc 11.00 1

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