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Syndone

Melapesante

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010 (Neuausgabe 2014 bei Fading Records)
Besonderheiten/Stil: Folk; Jazzrock / Fusion; Rock / Pop / Mainstream; RetroProg; Zappaeskes
Label: Electromantic Records
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Nik Comoglio piano, hammond, moog, rhodes, keyboards, backing vocals
Federico Marchesano bass, double bass
Francesco Pinetti vibraphone, timpani, cymbals
Paolo Rigotto drums, percussion
Riccardo Ruggeri lead vocals

Gastmusiker

Umberto Clerici cello (2,5,6)
Paola Perardi cello (2,5,6)
Claudia Ravetto cello (2,5,6)
Beppe Tripodi violin (6)
Marina Bertolo violin (6)
Elena Favilla alto (2,6)
Andrea Manco flute (3)
Luigi Finetto oboe (9)
Gomalan Brass Quintet brass (6,8)
Pino Russo classical guitar (4)
Andrea Scagliarini harmonica (8)

Tracklist

Disc 1
1. Melancholia d'Ophelia 5:12
2. Allegro feroce 2:09
3. Melapesante 6:05
4. Magritte 5:01
5. Giardino delle Esperidi 6:34
6. Malo in Adversity 5:26
7. Mela Pensante 3:35
8. Mela Di Tell 6:18
9. Dentro L'Inconscio 5:12
10. 4 Hands Piano Boogieprog 1:46
11. Diavolo Rosso   (Bonustitel der Neuausgabe) 4:04
Gesamtlaufzeit51:22


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß (Rezension 1 von 2)


Nach vielen Jahren Pause hat Keyboarder Nik Comoglio seine Band Syndone wiederbelebt und legt ein neues Album vor, das Dritte der Formation. Die beiden Vorgänger sind mir nicht bekannt, allerdings agiert die Band auf diesen Alben als Trio und scheint eher ein Soloprojekt mit Unterstützung anderer Musiker von Comoglio gewesen zu sein. Die Besetzung von Syndone auf "Melapesante" ist in jedem Fall größer und es werden einige Gastmusiker aufgeboten.

Auf "Melapesante" geht es um den Apfel, die Frucht an sich, ihre Rolle in der Geschichte und in Geschichten, als besondere Frucht mit ganz eigenen Eigenschaften und so weiter. Die musikalische Aufarbeitung des Kulturguts "Apfel" war wahrscheinlich einfach mal angestanden. Die Musik auf "Melapesante" stammt zu großen Teilen von Comoglio selbst, manches mal gemeinsam mit Bassist Marchesano und Sänger Ruggeri.

"Melapesante" erweist sich als prallvolle Wundertüte, voller Überraschungen und seltsamer Wendungen. Das Album bietet klassischen Italo-Prog mit entsprechenden hymnischen Keyboards und theatralischem Gesang, aber das ist bei weitem nicht alles. Es scheint fast so, als wollte Comoglio alles, was er an musikalischen Einflüssen der letzten Jahre kennengelernt hatte, in einem Album unterbringen. So gibt es Passagen mit streicherlastigem Kammerprog, Jazz und Jazzrock, zappaeske Einlagen, vor allem wenn das Vibraphon fröhlich klingelt, Ausflüge zum San Remo-Festival und nicht zuletzt gar Blues. Auch Postrock und Brassrock, sowas wie Barbershop-Gesang und musicalhaftes findet seinen Platz. So ist "Melapesante" sicherlich nicht das, was man ein klassisches Italo-Retro-Prog-Album nennen würde. Es bietet sehr viel mehr Abwechslung, wirkt allerdings auch etwas unstet, zerrissen und gelegentlich einfach überambitioniert.

Es gibt auf "Melapesante" keinerlei elektrische Gitarren, was ungewöhnlich für Italoprog-Alben ist (andrerseits haben La Maschera di Cera auch lange Zeit ohne Gitarristen agiert). Das fällt aber kaum auf, weil Comoglio seinem Tastenarsenal gelegentlich hart riffende Klänge entlockt, die sehr stark Assoziationen zu Gitarrenklängen erwecken. So trägt Comoglio mit seinen diversen Tasteninstrumenten das Album, welches aber vor allem durch die Gastmusiker durch vielfältige musikalische Farben angereichert wird. Und dazu sorgt Sänger Ruggeri mit seinem intensivem Vortrag für die emotionalen I-Tüpfelchen.

Auch wenn nicht alles gelingt, so ist "Melapesante" doch ein sehr interessanter, unterhaltsamer und vor allem ungewöhnlicher Beitrag zum Kapitel neuerer Italoprog geworden.

Anspieltipp(s): Melancholia d'Ophelia, Melapesante
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 5.3.2011
Letzte Änderung: 1.3.2014
Wertung: 10/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Im Herbst 2014 wurde Melapesante vom Mailänder Label AltrOck - bzw. dessen Ableger Fading Records - neu herausgebracht. Aus diesem Anlass möchte ich noch ein paar Worte dazu verlieren.

Neben diesem ist das vier Jahre später erschienene Odysséas das einzige weitere mir bekannte Album der Band. Prinzipiell geht Melapesante in eine ähnliche musikalische Richtung, man orientiert sich stark am klassischen italienischen Progressive Rock. Massen analoger Tasteninstrumente werden aufgefahren, während auf die Gitarre fast komplett verzichtet wird - auf die elektrische sogar ganz. Die vermisst man auch nicht, denn wo andere Retro-Progger sich in permanentem, kuscheligem Wohlfühlsound ergehen, entlockt Syndone-Boss Nick Comoglio den Synthies auch mal kratzige, geradezu aggressive Klänge, die gelegentlich durchaus an elektrische Gitarren erinnern. Das auf dem Nach-Nachfolger ausgiebig eingesetzte Vibraphon tritt hier noch nicht so deutlich in Erscheinung, hat nur gelegentlich einmal einen größeren Auftritt. Dafür gibt es auch hier den kraftvollen, gerne etwas theatralischen Gesang von Riccardo Ruggieri, und schließlich bringt eine ganze Reihe Gastmusiker an Streich- und Blasinstrumenten zusätzliche Klangfarben rein. Besonders schön: das Oboensolo in Dentro l’Inconscio. Zum Dahinschmachten!

Neben retroprogressiven Klängen bringen Syndone auf Melapesante auch - der Kollege hat’ s schon erwähnt - eine Menge weiterer Stile in ihre Musik ein, und diese Mixtur klingt dann leider nicht immer so ganz ausgegoren. Manches wirkt doch etwas aufgesetzt, lässt manche Songs nach Flickwerk klingen, wenn plötzlich Bigband-Jazz oder gar Boogie-Woogie-artiges auftauchen oder es gar hart an die Grenze zur Schnulze geht. Das fällt für mich aber nicht so ins Gewicht, es ist ja durchaus positiv zu werten, dass eine Band versucht, die üblichen Retro-Prog-Klischees zu überwinden. Auf Odysséas ist dies letzen Endes aber überzeugender gelungen.

Die Neuausgabe kommt mit einem Bonustitel, einer Coverversion von Diavolo Rosso des italienischen Liedermachers Paolo Conte (von dem stammt auch das durch Adriano Celentano bekannte „Azzurro“). Das Stück wird souverän in die Syndone-Klangwelt transformiert, aber wenn ich mir von Paolo Conte selbst gesungene Versionen anhöre, haben die doch mehr Pep, trotz Ruggieris unbestrittenen Sangeskünsten.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 4.11.2014
Letzte Änderung: 4.11.2014
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Syndone

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2012 La Bella è la Bestia 11.00 1
2014 Odysséas 9.50 2
2016 Eros & Thanatos 10.50 2
2018 Mysoginia 10.00 1

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