SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
16.10.2018
Soft Machine - Hidden Details
15.10.2018
Sherpa - Tigris & Euphrates
14.10.2018
Hokr - Klid V Bezčasí
The Flaming Lips - Clouds Taste Metallic
Seventh Wonder - Tiara
Bi Kyo Ran - Anthology vol.1
Sanguine Hum - Now We Have Power
13.10.2018
DRH - Thin Ice
Various Artists - Hamtai! - Hommage à la musique de Christian Vander
ALU - Die Vertreibung der Zeit (1980-1986)
Riverside - Wasteland
12.10.2018
Datashock - Kräuter der Provinz
Rotor - Sechs
Gösta Berlings Saga - ET EX
11.10.2018
Dream Theater - When dream and day reunite (Official bootleg)
Dan Caine - Cascades
Crippled Black Phoenix - A Love Of Shared Disasters
Neal Morse - The Similitude Of A Dream Live In Tilburg 2017
ARCHIV
STATISTIK
24968 Rezensionen zu 17121 Alben von 6671 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Vibravoid

Minddrugs

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011 (22.4.)
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Krautrock; Psychedelic; Spacerock
Label: Sulatron Records
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Vibravoid Percussion, Gitarre, Mellotron, Stylophon, Theremin, Gesang

Tracklist

Disc 1
1. Seefeel 3:19
2. What You Want 12:10
3. Do It Allright 4:16
4. You Keep On Falling 8:50
5. Lost Intensity 2:53
6. Set The Controls For The Heart Of The Sun 22:42
Gesamtlaufzeit54:10


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 1 von 2)


Meine bisher einzige Begegnung mit der Musik von Vibravoid war ein Konzert Anfang 2006, wo sie vor Guapo spielten. Nun ist also auch mal eine CD der Düsseldorfer Band bei mir eingetrudelt, und die ist, so viel sei vorweggenommen, ein Tipp für jeden, der gerne eine akustische Zeitreise in die späten 60er und frühen 70er macht.

Mit Seefeel geht es allerdings zunächst recht poppig los, danach jedoch wird hemmungslos den Vorbildern Hawkwind und (frühe) Pink Floyd nachgeeifert. Dabei gibt es einerseits ausladende Spacerock-Orgien (What You Wand, You Keep on Falling), die komplett nach Hawkwind-Covern klingen: die typischen harten Gitarrenriffs, die hier schon mit geradezu punkiger Aggressivität kommen, monotone, treibende Rhythmen, dazu blubbernde und fiepende Elektronik.

Gefolgt werden diese jeweils von einem kürzeren Stück, in dem sich Vibravoid den psychedelischen Klängen der frühen Pink Floyd widmen. Dabei ist Do it allright von Hippie-Seligkeit durchtränkt, während sich das sehr kurze Lost Intensity mit seiner Kombination zirpender Gitarren und flirrender Elektronik deutlich introvertierter zeigt.

Den Abschluss bildet eine Coverversion von Pink Floyds Set the Controls vor the Heart of the Sun, das in dieser Fassung auf satte 22 Minuten aufgeblasen ist. Während Anfang und Ende recht originalgetreu interpretiert werden, findet sich im Mittelteil eine ausgedehnte psychedelische Freiformsequenz, die sich streckenweise in völlig undefinierbare Geräusche auflöst.

Besonders innovativ ist das, was Vibravoid hier bieten, natürlich nicht. Aber es ist solide gemacht, und wer Spaß daran hat, den Sound der psychedelischen Ära zu genießen, liegt hier genau richtig. Zumal das Floyd-Cover richtig gut gelungen ist!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: was heißt hier "vergleichbar"... es klingt exakt wie die frühen Hawkwind oder Pink Floyd
Veröffentlicht am: 9.4.2011
Letzte Änderung: 9.4.2011
Wertung: 9/15
der Spacerock-/Psychedelik-Freak legt noch was drauf

Zum Seitenanfang

Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 2)


Die musikalische Orientierung - auch bereits beim spritzigen Opener Seefeel - lässt sich klar als back-to-the-roots-of-psychedelic-space-rock klassifizieren. Das Vorbild der psychedelischen Pink Floyd ist durchzuhören, zugleich aber klingt der Sound auch noch durch den Spacerock a la Hawkwind, den US-Garagerock der 60ies (13th Floor Elevators) sowie die Indierock-Psychedelic der 80er/90er (Spacemen 3, Spiritualized) beeinflusst.

What you want verwendet das hypnotische Riff von Lucifer Sam (The Piper at the Gates of Dawn), eine sehr direkte Pink Floyd-Referenz. Do it allright weckt gewisse Assoziationen an die frühen Can. You keep on Falling (Hawkwind lässt grüßen) ist mir etwas zu lärmig geraten und das ruhige Lost Intensity wirkt nur als Kontrast dazu interessant.

Die ausufernde Interpretation des Floyd-Klassikers Set the Controls for the Heart of the Sun zeigt sich besonders im langen Instrumentalteil von der eigenen musikalischen Note Vibravoids geprägt. Es wirkt auch da, wo in einem relativ kurzen Abschnitt in der Mitte "psychedelische Freiform" (Jochen Rindfrey) erkannt wird, streng komponiert. Dennoch (oder deswegen?) erzielen Vibravoid hier eine besonders eindrucksvolle musikalische Tiefe, die den alten Space-Klassiker der Floyd zum famosen Höhepunkt des Albums werden lässt.

Vibravoid wandeln zwar immer noch in den Fußspuren der großen, übermächtigen Vorbilder, haben daraus aber schon ihr eigenes, unverwechselbares, hypnotisches Klangbild entwickelt. Die Anleihen kommen tief aus der psychedelischen Wundertüte, der Sound aber wirkt absolut frisch und modern.

Anspieltipp(s): Seefeel, What you want
Vergleichbar mit: 60ies Psychedelic mit der Zeitmaschine ins 21. Jahrhundert
Veröffentlicht am: 24.4.2011
Letzte Änderung: 6.3.2012
Wertung: 11/15

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Vibravoid

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 2001 10.00 1
2002 Void Vibration 12.00 1
2008 The Politics of Ecstasy 9.00 1
2009 Distortions 12.00 1
2010 Triptamine 12.00 1
2011 Burg Herzberg Festival 2011 11.00 1
2012 Gravity Zero 10.00 1
2016 Psychedelic Blueprints 10.00 1
2017 Mushroom Mantras 9.00 1
2018 Vibrations from the Cosmic Void 10.00 1
2018 Live at Rheinkraut Festival 2018 11.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2018; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Datenschutzerklärung - Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum