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Circle

Rautatie

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2010
Besonderheiten/Stil: Krautrock; Postrock; sonstiges
Label: Ektro Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jussi Lehtisalo
Julius Jääskeläinen
Mika Rättö
Pekka Jääskeläinen
Tomi Leppänen
Janne Westerlund

Tracklist

Disc 1
1. Rautatie 4:57
2. Lääke 3:54
3. Vaellus 7:58
4. Kohtalon sormi 7:17
5. Tähet 3:17
6. Pelkkä meno 5:30
7. Lautatarha 5:57
8. Kaasukello 8:18
Gesamtlaufzeit47:08


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


"harvest hark islam nappe jorum puzzle tar pejorative lounge meridian ylem pul alkyd"

Was das bedeutet? Keine Ahnung! Auf der CD-Plastikschachtel des weissdergeierwievielten Albums von Circle, dem 2010 auf dem Ektro-Label erschienenen "Rautatie", ist jedenfalls ein gelber Aufkleber gepappt, auf dem der obige Text zu finden ist. Ob das Finnisch ist? Einige der Worte klingen ja eher nach Englisch. Im Beiheft, eine Art von Faltblatt oder Kleinposter mit viel Grün auf der einen und allerlei mit Nummern versehenen Fotos auf der anderen Seite, ist vielleicht ein erklärender Text zu finden. Allerdings ist derselbe in einer mir unbekannten Sprache verfasst, in der Umlaute, Vokaldopplungen und Ypsilons recht häufig sind.

Nach dem etwas kommerzielleren, in Englisch eingesungenen und teilweise in den USA entstandenen "Hollywood", kehrten Circle mit "Rautatie" in ihre angestammten Jagdgründe zurück, die irgendwo im Grenzgebiet von Metal, Neokrautrock, modernem Prog, Postrock und Alternativrock (kürzlich habe ich die rezente Musik von Circle als "Post Grunge" beschrieben gefunden) liegen. Gitarren, Bass und Schlagzeug rocken hier sperrig, anmetallisiert und etwas repetitiv voran, versehen mit diversen, sich eher im Hintergrund aufhaltenden Tastensounds (Piano, Orgel, Elektronisches und auch etwas, das wie ein flötendes Mellotron klingt) und diesmal recht viel Gesang in Finnisch (vermutlich), der mal folkig-choral, mal als sonores Rentierjägergemurmel, als brüchiges Kastratenflüstern oder als aggressives Eierkneiferkreischen aus den Boxen kommt.

Das Album bietet sakralen Heavyfolkrock (das Titelstück), ein eindringlich-schräges Trauerlied ("Lääke" - grandios!), krautig-minimalistischen Postmetalrock ("Vaellus", das wieder einmal wie eine Heavy-Version von Neu! klingt), hymnisch-symphonischen, leicht jazzigen Postrock ("Kohtalon sormi" - das klingt ein wenig nach Kuusumun Profeetta), einen geradlinigen (aufs erste Hören) NWOFHM-Rocker ("Tähet"), Elektropostkrautpop ("Pellkä meno"), einen ziemlich freiformatigen Klangexkurs ("Lautatarha") und hallend-schallenendes, kristallin-elegisches Gitarrendröhnen, unterlegt mit Pianogeklimper und Perkussion, das sich schließlich in ein gewaltiges Etwas verwandelt, das wie eine uralte Lappenhymne oder Wikingerkriegsgesänge aus längst vergangenen Zeiten (in metallisch-postrockigem Gewand) klingt ("Kaasukello").

Mit "Rautatie" haben Circle ihrem umfangreichen Œuvre ein weiteres beeindruckendes Kapitel hinzugefügt. Absolut unkommerziell, abwechslungsreich, perfekt produziert und meist reichlich komplex und vertrackt rocken die Finnen aus Pori hier krautig-metallisch-spacig-postrockig-jazzig-folkig durcheinander, dass es eine wahre Freude ist. Kaufen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 20.4.2011
Letzte Änderung: 8.1.2013
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Circle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Meronia 11.00 1
1996 Zopalki 10.00 1
1996 Hissi 12.00 2
1997 Fraten 11.00 2
1998 Pori 12.00 1
1999 aNdeXelt. 11.00 1
2000 Prospekt 11.00 1
2001 TAANTUMUS 12.00 1
2002 Sunrise 10.50 2
2002 Alotus 10.67 3
2003 Guillotine 11.00 1
2004 Golem / Vesiliirto 10.00 1
2004 Forest 12.00 1
2005 TULIKOIRA 10.50 2
2006 Miljard 12.00 1
2006 Arkades 10.00 1
2007 Rakennus 9.00 1
2007 Katapult 11.00 1
2007 Panic 10.00 2
2007 TOWER 12.00 1
2007 Tyrant 11.00 1
2008 Hollywood 8.00 1
2008 Triumph 11.00 1
2009 Soundcheck 10.00 2
2011 Infektio 12.00 1
2012 Serpent 10.00 1
2013 Manner 10.00 2
2015 Pharaoh Overlord 11.00 1
2017 Terminal 10.00 1

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