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David Bowie

Station to Station

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1976 (Wiederveröffentlichung 2010 bei EMI mit Bonus-CDs)
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label: RCA
Durchschnittswertung: 11.5/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

David Bowie vocals, guitar, saxophone, moog, mellotron
Carlos Alomar guitar
Dennis Davis drums
Earl Slick guitar (studio)
Roy Bittan piano (studio)
George Murray bass
Warren Peace backing vocals

Gastmusiker

Stacey Heydon guitar (live)
Tony Kaye keyboards (live)

Tracklist

Disc 1
1. station to station 10:14
2. golden years 4:03
3. word on a wing 6:04
4. tvc 15 5:34
5. stay 6:16
6. wild is the wind 6:05
Gesamtlaufzeit38:16
Disc 2
1. station to station   (Live Nassau Coliseum '76) 11:53
2. Suffragette City 3:31
3. Fame 3:59
4. Word on a Wing 6:05
5. Stay 7:25
6. Waiting for the Man 6:20
7. Queen Bitch 3:11
Gesamtlaufzeit42:24
Disc 3
1. Life on Mars?   (Live Nassau Coliseum '76) 2:13
2. Five Years 5:04
3. Panic in Detroit 6:02
4. Changes 4:11
5. TCV15 4:58
6. Diamond Dogs 6:38
7. Rebel Rebel 4:06
8. The Jean Genie 7:26
Gesamtlaufzeit40:38


Rezensionen


Von: Holger Grützner @ (Rezension 1 von 2)


The return of the thin white duke ... Wann immer Mr. Bowie sich anschickte, vermeintlich neue Karrierestufen zünden zu wollen, wurde diese Methapher in späteren Jahren strapaziert. AUS DEM TITELSONG DIESES ALBUMS STAMMT SIE!

„The return of the thin white duke throwing darts in lovers eyes."

Yeah. Geradezu weinerlich jault der Maestro die ersten paar Zeilen ins Mikro. Wer aber Bowies damalige Bühnenerscheinung vor sich hat, oder sich an seinen Auftritt im Film „Kinder vom Bahnhof Zoo" erinnert, weiß, wie kalt und abgehoben er derartige Wimmerstrophen darbietet. Außerdem prustet er ein paar Takte später lustvoll heraus, wie verflucht kompliziert die Welt geworden ist. Hier geht dir auf, was dekadente Musik ist!

.... Throwing darts in lovers eyes ... Autsch! Wer sich entschlossen hatte, Herrn (Frau?) Bowie zu lieben, sollte Schmerzen gewöhnt sein. Viele Superstars der 70er füllten ihre LPs mit durchschnittlichem Schrott zwischen den mehr oder weniger genialen Momenten. Bowie treibts diesbezüglich auf die Spitze.

Kurze Laufzeiten der „Longplayer", einiges von dem wenigen: Totalausfall; wodurch das Vergnügen noch kürzer wird und nun, anläßlich des CD Zeitalters: Bonustracks, die dir demonstrieren, was Bonus-Dreck bedeutet.

Diese Platte vereint all diese sattsam bekannten Bowiestärken und - schwächen. 3 geniale Proben Bowie at his best: station to station; golden years; word on a wing. Nach knapp 15 Minuten endet die ehemalige A - Seite.

Dann aber erleben wir den Ausbruch von Old Davids jahrelanger B-Seitenphobie. „TVC 15": kasprich, zickig .... Achselzuck ... geht ja noch geradeso in Ordnung, man hätte den Song allerdings auch 2 Minuten früher beenden können. Die Dauerschleife „Oh my TVC one five oh-oh" kommt nicht halb so genial wie das ewige „la-la-lalalala- hey-Jude" von den Beatles.

Es folgt „Stay" - der Totalaussetzer der Platte. 30 Sekunden interessantes souliges Intro, aber dann scheint plötzlich allen Beteiligten abhanden gekommen zu sein, welchen Song sie gerade spielen wollten. Also frisch drauflos! Gottlob wurde dieser genialische Mißbrauch der Tonkunst nicht in Berlin erschaffen, wie die spätere LOW LP. Dann wär' das Gewürge krautrockinspiriert glatt doppelt so lang geworden.

So aber hat man's schon nach 5 Minuten ausgestanden und wird abschließend mit „wild is the wind" wieder versöhnt.

Mai 2002

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.5.2002
Letzte Änderung: 24.5.2002
Wertung: 10/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 2 von 2)


Direkt auf den Punkt: "Station To Station" ist mein Lieblingsalbum von David Bowie (wenn ich mich denn unbedingt festlegen müsste). Sechs Songs, die sich qualitativ nicht viel geben, da macht auch die - aus heutiger Sicht - anachronistische Spielzeit von knapp 40 Minuten (nun, im "Vinyl"-Zeitalter war das gar nicht mal so kurz) nichts aus. Knapp 40 Minuten Bowie'scher ArtPop-Rock mit experimentellen Einsprengseln in Perfektion können durchaus sehr, sehr erfüllend sein. Bowie befindet sich gerade im Umschwung von amerikanisch geprägter Rockmusik hin zu eher minimalistisch-elektronischen Tönen (die erste Begeisterung für Kraftwerk & Co. wird spürbar). Das macht das Album zu einem seiner interessantesten.

Freundlicherweise hat EMI dieser Tage (Ende September 2010) das Album als "Collector's Edition"-Box wiederveröffentlicht. Dabei wurde das Original-Album nicht mit Bonus-Tracks verschlimmbessert, sondern im ursprünglichen Umfang erhalten und sanft klangtechnisch auf den aktuellen Stand gebracht. Die Songs erstrahlen in neuem Glanz und kommen mit einem derart warmen Klang daher, dass man gar nicht an eine CD glauben mag. Anstelle von Bonustracks bietet uns die EMI zwei Bonus-CDs, die ein Livekonzert aus 1976 enthalten. Die Aufnahme aus dem Nassau Coliseum hat als Bootleg schon eine gewisse Berühmtheit erlangt und gilt als eine der besten Liveaufnahmen Bowies. Das kann man nur bestätigen, wenn man nun die 'offizielle' Version in bestem Klang genießen kann. Auch hier gilt: In der Kürze liegt die Würze, wenn es wirklich das komplette Konzert sein sollte, nach knapp über 80 Minuten ist der Spaß wieder vorbei. Vorher haben David Bowie in Bestform und eine sehr spielfreudige Band ein ziemliches Feuerwerk abgebrannt. In der damaligen Liveband spielte auch der ehemalige Yes-Keyboarder Tony Kaye, der vor allem in "Changes" mit interessanten Zwischenspielen glänzt und damit dazu beiträgt, dass dieser Song der Höhepunkt des Konzerts ist (neben dem kultig-genialen Einstieg mit einer druckvollen Version von "Station To Station" und dem nicht minder kraftvollen "Stay"). Das ist mal ein Bonus, der sich echt lohnt.

In der Box finden sich neben dem Original-Album, den beiden CDs mit dem Konzert auch noch ein dickes Booklet mit Tour- und Besetzungs-Details, einem Text von Cameron Crowe zur Entstehung des Albums und ein Tour-Tagebuch sowie Bowie-Bilder-Karten und eine Reproduktion einer Original-Bowie-Handnotiz. Außer der CD-Box gibt es noch eine "Deluxe Edition", die neben den drei CDs noch eine zusätzliche CD mit Single-Versionen enthält, sowie eine DVD mit 5.1-Mixen und das Original-Album und Nassau-Live noch als LPs. Dazu noch mehr Memorabilia.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.10.2010
Letzte Änderung: 13.1.2013
Wertung: 13/15
12 Punkte für's Original-Album und ein Bonuspunkt für die gelungene Wiederveröffentlichung

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von David Bowie

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Space Oddity 11.00 1
1971 The Man Who Sold The World 9.00 1
1971 Hunky Dory 13.00 2
1972 The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars 12.00 1
1973 Aladdin Sane 9.50 2
1974 Diamond Dogs 8.33 3
1974 David Live 11.00 1
1977 Heroes 13.00 1
1977 Low 9.50 2
1978 Stage 10.50 2
1979 Lodger 9.00 1
1980 Scary Monsters 10.00 2
1983 Let's dance 6.00 2
1984 Tonight 4.00 1
1986 Labyrinth 1.00 1
1987 Never let me down 3.00 3
1993 The Buddha Of Suburbia 12.00 1
1993 Black Tie White Noise 5.00 1
1996 Outside: The Nathan Adler Diaries 13.00 2
1997 Earthling 10.00 1
1997 The singles collection - 1
1999 Hours 9.33 3
2002 Slow Burn 11.00 1
2002 Heathen 11.50 2
2003 Reality 9.25 4
2008 Live Santa Monica '72 11.00 1
2008 David Bowie Box - 1
2010 A Reality Tour 11.00 1
2013 The Next Day 10.00 2
2014 Nothing Has Changed. - 1
2016 Blackstar 13.00 3
2018 Welcome to the Blackout (Live London '78) 10.00 1

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