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Motorpsycho

Roadwork vol 2: The MotorSourceMassacre

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2000 (Aufnahmen aus 1995)
Besonderheiten/Stil: improvisiert; live; HardRock; Independent / Alternative; Jazz; Psychedelic; Spacerock
Label: Stickman Records
Durchschnittswertung: 11/15 (1 Rezension)

Besetzung

Hans Magnus Ryan guitar, vocals
Hakon Gebhardt drums, banjo
Bent Sæther bass, vocals
Morten Fagervik keyboards
Trygve Seim saxophone
Oyvind Brække trombone
Ingebrigt Haker Flaten bass
Per Oddvar Johansen drums
Death Prod (Helge Sten) theremin, audiovirus

Tracklist

Disc 1
1. Olemanns Kornett 0:24
2. Grindstone 8:47
3. The Wheel 22:06
4. Finske Skoger 9:40
5. Dreams 9:56
6. The Golden Core 12:07
7. Limbo 7:52
8. NA 2:48
Gesamtlaufzeit73:40


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Das Plattenlabel schreibt hinten auf das Digipak eine Warnung: We will stress that if you are not familiar with the band's „proper“ releases, you would be well advised to check some of that before you go for this stuff. Also Motorpsycho-Novizen sollten sich erstmal an das Studiowerk der Band halten. Schon deshalb, weil die Liveveröffentlichungen von Motorpsycho (bis dato (2011) vier an der Zahl), immer besondere Momente im musikalischen Leben der Norweger umfassen. Momente, die unter Umständen so gar nichts mit dem sonstigen musikalischen Geschehen bei Motorpsycho zu tun haben... und auf die zweite Folge der „Roadwork“ trifft das in besonderer Weise zu.

Die Musik auf „Roadwork vol 2“ stammt aus dem Jahr 1995. Dort hatten Motorspycho zusammen mit der Free Jazz-Combo The Source und ihrem langjährigen Weggefährten Deathprod einen legendären Auftritt beim Kongsberg Jazzfestival. Motorpsycho spielten auf Einladung von The Source ein improvisiertes Doppelkonzert, sozusagen gleichzeitig zwei Bands auf der Bühne, die miteinander in gewisser Weise jammen (oder einfach nebeneinander her spielen). Als Grundlage dienten sowohl Songs von Motorpsycho (vom damals aktuellen „Timothy's Monster“-Album) wie auch von The Source. Motorpsycho-Fans müssen alles vergessen, was sie bislang von der Band kannten. Wahrscheinlich geht es den The Source-Fans nicht viel anders, aber das kann ich mangels Kenntnis des bisherigen Schaffens dieser Band nicht beurteilen.

Los geht es mit etwas Sax-Gequietsche, bevor „Grindstone“ bösartig, aggressiv und verstörend losrockt und gleich mal dem Hörer ein veritables Brett um die Ohren haut. Solchermaßen in eine demütige Haltung gebracht, begibt sich der Hörer anschließend auf eine über 22minütige psychedelische Irrfahrt, die nur noch vage etwas mit dem zugrundeliegenden „The Wheel“ gemein hat. Stoische Rhythmen treffen auf Synthie-Gewaber und -Gefiepe, Theremin-Jaulen und allerlei Sax- und Posaunen-Gequietsche. Der Track wird immer repetitiver, immer hypnotischer, bis der raue Übergang zu „Finske Skoger“, den Hörer aus den halluzinatorischen Tagträumen reißt. Hier wird allem noch einer draufgesetzt und zusätzlich darf jetzt noch die E-Gitarre mitkreischen. „Dreams“ addiert dann noch treibende Rockrhythmen zu Blubber-Synthies und Gitarren-Gescharre. Saxophon und Posaune sticheln immer wieder dazwischen.

Auch „The Golden Core“, „Limbo“ und „NA“ erschaffen verschrobene Klangstrukturen, seltsame Synthie-Wolken, allerlei Gekreische und Gefiepe, eine ordentliche Portion freiformatiges Gedudel und überhaupt verschiedene Stufen seltsamen Krachs.

Weder zuvor noch danach haben Motorpsycho jemals ähnliche Musik produziert, so dass dieses Livewerk einen wahren Solitär in der Diskografie der Norweger bildet. Mit Jazz hatten Motorpsycho bis dahin (und danach eigentlich auch nie wieder) etwas am Hut, so dass die Kollaboration mit den Free Jazzer letztlich auch für Motorpsycho selbst ein großes Abenteuer war.

Noch ein Hinweis aus dem Booklet: Made loud to be played loud!

Anspieltipp(s): alles hören! Als erster Einstieg, wenn es denn unbedingt sein muss, kann "Dreams" dienen...
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.7.2011
Letzte Änderung: 11.6.2015
Wertung: 11/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Motorpsycho

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1998 Trust Us 11.00 1
1999 Let them eat cake 11.00 1
2008 Little Lucid Moments 11.00 1
2010 Heavy Metal Fruit 12.00 1
2016 Here Be Monsters 12.00 1
2017 The Tower 11.67 3

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