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Between the Buried and Me

The Great Misdirect

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2009
Besonderheiten/Stil: Mathrock; Metal; Progmetal; sonstiges
Label: Victory Records
Durchschnittswertung: 13/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dan Briggs bass, fretless bass
Dustie Waring electric & acoustic guitar, slide guitar, guitar effects
Tommy Rogers vocals, keys, lyrics
Paul Waggoner electric guitar, steel string acoustic guitar, classical guitar, lap steel guitar, vocals
Blake Richardson drums, percussion

Gastmusiker

Chuck Johnson guest vocals (6)

Tracklist

Disc 1
1. Mirrors 3:38
2. Obfuscation 9:15
3. Disease, Injury, Madness 11:03
4. Fossil Genera - A Feed From Cloud Mountain 12:11
5. Desert Of Song 5:33
6. Swim To The Moon 17:54
Gesamtlaufzeit59:34


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Bei vielen Fans gilt ja das 2007er Album „Colors“ als das Meisterwerk von Between the Buried and Me. Das kann man durchaus nachvollziehen und über dieses Album wird auch noch zu reden sein, aber für den Progger, behaupte ich mal, wäre der Nachfolger „The Great Misdirect“ der bessere Einstieg, wenn er sich denn mit dieser Band auseinandersetzen will.

Between the Buried and Me gönnen sich (und uns) ein ruhiges, sphärisches, ja fast ambientes Intro - „Mirrors“ - bevor dann mit „Obfuscation“ der Sturm losbricht. Das amerikanische Quintett zieht wieder alle Register seines beeindruckenden musikalischen Könnens. Fettes Gitarren-Feuerwerk, ein vertracktes Rhythmusgeflecht, wildes Blastbeat-Gewitter und natürlich feist gebrüllter Core-“Gesang“ bricht über den Hörer herein. Es ist allerdings ein Genuss den vertrackten, aber niemals beliebigen oder ziellosen, Kompositionen zu folgen und vor allem das exakte, nahezu unmenschlich akkurate, Zusammenspiel der Musiker zu bewundern.

Neben hartem Gebretter haben Between the Buried and Me aber auch noch jazzig-verspielte Passagen, Ausflüge in TexMex-Wüstenrock mit Slide-Gitarre, Kirmes-Musik, retroproggige Orgel-Einlagen und fast schon poppig-melodiöse Passagen im Gepäck, wodurch „The Great Misdirect“ Abwechslungsreichtum bis an die Grenzen zur Zerrissenheit ausschöpft. Aber die Kompositionen halten dem Stand und wirken wie „so muss das eben sein“. Höhepunkt des wilden Treibens ist der abschließende Longtrack „Swim To The Moon“, der eine Achterbahnfahrt durch Himmel, Hölle, Weltall und Geisterbahn darstellt und vor nichts und niemand halt macht. Wer sich nicht an – wie gesagt – Growleinlagen und hartem Gebretter stört, der wird einem der besten Longtracks überhaupt - nicht nur des Genres – belohnt. Die beiden Gitarristen bauen gar ein mehrstimmiges Gitarren-Solo mit Motiven klassischer Musik ein.

Wenn er nicht gerade entmenscht herumbrüllt, dann kann Bandcheffe Tommy Rogers auch ganz wunderbar singen. Schade, dass er davon nicht mehr Gebrauch macht.

„The Great Misdirect“ ist ein kompromissloses Album, welches – wie schon die Nachfolger-EP „The Parallax: Hypersleep Dialogues“ - bis ins letzte I-Tüpfelchen durchkomponiert und strukturiert wirkt, aber trotzdem nichts an Dynamik, Kraft und Schwung einbüßt. Große, komplexe, harte Musik von fünf hervorragenden Musikern auf den Punkt gespielt. Between the Buried and Me verstehen sich vor allem auf die lange Form. Mit nur sechs Songs wird nahezu eine Stunde mit Musik gefüllt, ohne das hier auch nur eine Länge auffällig würde. Daneben gibt es noch Punkte in der B-Wertung für besonders geschickten und songdienlichen Keyboard-Einsatz bei vollkommener Kleisterfreiheit. Wer sich mit den Brüllwürfel-Einlagen arrangieren kann, sollte hier in besondererweise gut unterhalten werden.

Anspieltipp(s): durchhören!
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 27.8.2011
Letzte Änderung: 27.8.2011
Wertung: 13/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Between the Buried and Me

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Colors 12.00 1
2011 The Parallax: Hypersleep Dialogues 12.00 1
2012 The Parallax II: Future Sequence 14.00 1
2015 Coma Ecliptic 13.00 2
2018 Automata I 11.00 1

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