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Various Artists

Trip Wave

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: instrumental; ArtPop; Funk; Independent / Alternative; Jazzrock / Fusion; Krautrock; New Artrock; Psychedelic; RIO / Avant; Spacerock; Worldmusic / Ethno; sonstiges
Label: Trail Records
Durchschnittswertung: 11/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Eastern Syndrome
The Moon Pierrot
Do Major
Decadance
Disen Gage
Rada & Ternovnik (Rada & Blackthorns)
KRTL
Deti Picasso
Vespero
Kafedra.Org
Liompa

Tracklist

Disc 1
1. Eastern Syndrome - Celt   (1989) 10.22
2. The Moon Pierrot - Moon dream   (1990) 5.09
3. Do Major - To rake your fingers through the grass   (1992) 7.08
4. Decadance - Dream #5:Love   (1999) 4.54
5. Disen Gage - Solaris   (2004) 5.26
6. Rada & Ternovnik (Rada & Blackthorns)-Interlude   (2004) 7.05
7. KRTL - Soda   (2006) 5.23
8. Deti Picasso (Picasso's children) - Happy end is inevitable   (2006) 8.24
9. Vespero - Inna burst into tears   (2007) 8.01
10. Kafedra.org - Entrance to invisibility   (2009) 9.21
11. Liompa - Thee   (2010) 8.27
Gesamtlaufzeit79:40


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


"Tripwave" nennt sich eine Zusammenstellung vom US-Label Trail Records, die auf einer CD elf russische Formationen nach dem Motto "A Retrospective Collection of Russian Psychedelic Progressive Music" versammelt.

Es scheint bei Trail Records eine Tradition zu sein, dass man in den CD-Heften nur sehr wenige Infos zur Musik und gar keine zu den Musikern findet. Bei den elf Bands und ihren ebenso vielen Stücken werden nur das Aufnahme- und Remix-Jahr (falls zutreffend) sowie das ursprüngliche Label (falls vorhanden) der Originalaufnahme genannt. Zudem wird noch angemerkt, ob ein Stück vorher erhältlich war, oder auf der vorliegenden CD zum ersten Mal erscheint.

Wem also Bandnamen wie Eastern Syndrome, Kafedra.org oder Liompa ein Begriff sind (die Kenner der russischen Progszene gibt es wahrscheinlich nicht besonders viele), der kann auf "Tripwave" ihre bisher unveröffentlichten Kompositionen finden. Die meisten Aufnahmen entstanden zwischen 2004 und 2010, nur die drei ersten Stammen aus den 90ern.

Eastern Syndrome eröffnen die CD mit dem hervorragenden "Celt", das Avant-Rock mit starken King Crimson-Einflüssen bietet. The Moon Pierrot präsentieren sich als eine funkig-jazzige Artpop-Band, mit Ähnlichkeiten zu Japan und Kraan.

Die Fusion-Artpop Musik von Do Major zeigt gewisse Gemeinsamkeiten mit Man on Fire. Sehr originell der teilweise exzentrische Damengesang. Decadance spielen den mit einer leicht unheimlichen Atmosphäre ausgestatten Neoprog/New Artrock mit einer Dame am Gesangsmikro.

Der Bandname Disen Gage erinnert nicht ganz ohne Grund an ein Stück von Robert Fripp. "Solaris" hört man eine solche Inspiration durch entsprechende Gitarrenklänge und Soundscapes an. Der Schlagzeuger hat seine Snare so gestimmt, als würde er sehr viel von Bill Bruford halten.

"Interlude" von Rada & Ternovnik wird dagegen in der Tradition des Jam- und Krautrock gehalten, wobei eine Dame mit wortlosem Gesang an den Improvisationen teilnimmt.

Das Instrumental von KRTL scheint ebenso aus Improvisationen zu bestehen und wird wahrscheinlich Freunden von Spacerock-Jams in der Art von Ozric Tentacles gefallen.

Auf einer Zusammenstellung, die sich "Tripwave" nennt, konnte ich Entsprechendes in Gestalt eines trippigen Bassgrooves erst auf Deti Picasso's "Happy end is inevitable" entdecken. Die Band hat (schon wieder) eine interessante Sängerin zu bieten, die den zwischen lässig und neurotisch musizierenden Deti Picasso sehr gut steht.

Die instrumentale Ebene von Vespero wechselt zwichen post-floydig und spacerockig. Weiblicher wortloser Gesang von Vespero wäre auch bei Dead Can Dance gut aufgehoben.

Kafedra.org haben sich auf eine Art Industrial Trip Rock spezialisiert, mit kreativer elektronischer Kulisse...und weiblichem Sprechgesang. So wie "Thee" von Liompa könnte ein von David Torn angeführtes Trio klingen, wenn es metallisch-sphärischen New Artrock spielen würde. Wäre da nicht eine weibliche Sängerin von Liompa, die scheinbar öfters Lisa Gerrard gehört hat. Insgesamt sehr gelungen.

Bei allen diesen Bands kann man zwar Vergleiche anstellen und Inspirationen nennen, aber die meisten von ihnen sind auf ihren ganz eigenen Wegen kreativ. Der Exotik-Faktor wird noch durch den bei fünf Bands vorhandenen Gesang in der russischen Sprache gesteigert. Die fünf Texte wurden für das knappe CD-Heft ins Englische übersetzt.

Eine interessante, eine facettenreiche Zusammenstellung liegt da mit "Tripwave" vor, die als Anlass dienen konnte, einige hörenswerte und ausserhalb von Russland kaum bekannte Bands zu entdecken. Da kommt glatt die Neugier auf, ob die Alben dieser Bands so gut sind, wie die einzelnen Stücke.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.10.2011
Letzte Änderung: 12.11.2016
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Obwohl ich mich in den letzten Jahren intensiver mit der russischen Prog-Szene beschäftigt habe, ist mir keine der auf diesem Sampler vertretenen Bands bekannt. Um so besser, denn der Sinn solcher Sampler soll ja unter anderem sein, neue Entdeckungen zu machen. Bedauerlicherweise gibt es keinerlei weiterführende Informationen über die hier vertretenen Bands, nicht einmal Angaben zur Besetzung.

Die Songs sind chronologisch geordnet, wobei der Löwenanteil dem 21. Jahrhundert entstammt. Nur drei Stücke entstanden in den 1990er Jahren, einer ist sogar von 1989. In einigen Fällen wurden für diesen Sampler später entstandene Remix-Versionen verwendet. Auch wenn die Songtitel in Englisch angegeben sind, wird doch ausschließlich Russisch gesungen. Die Mehrheit der Stücke ist allerdings entweder nur mit textlosem Gesang versehen oder gleich instrumental.

Da legen Eastern Syndrome, deren 1989 entstandener Song Celt die Kollektion eröffnet, gleich mit hartem, kantigem Avant-Prog, vermischt mit etwas Alternative-Einfluss, los. Wunderbar komplex verzwirbelte Gitarren, dann trötet noch ein Saxophon rein. Schließlich endet der Song in völligem Freiform-Chaos. Und das ist aus den 80ern! Beeindruckend. Man kann nur hoffen, dass diese Band noch aktiv ist.

The Moon Pierrot zeigen sich dann von einer funkig-jazzrockigen Seite, gelegentlich noch leicht anpsychedelisiert. Könnte man am ehesten mit Kraan vergleichen. Nur dass die Sangeskünste der Russen um einiges besser sind als die der deutschen Kollegen.

Do Major bieten einen wavigen Art-Pop, bei dem mir vor allem der weibliche Gesang zusagt. Die eher in tieferen Lagen angesiedelte, leicht rauchige Stimme hat so was verruchtes - aber die Dame kann ihre Stimme auch in schwindelerregende Höhen emporschnellen lassen. Musikalisch erinnert der Song etwas an 80er Crimso.

Decadance sind musikalisch etwas einfacher gestrickt, die mystische Atmosphäre des Songs hat aber durchaus ihren Reiz. Trotzdem der bisher am wenigsten interessante Titel dieser Sammlung.

Mit Disen Gage geht es dann ins 21. Jahrhundert. Zusammengeschrieben ergeben die beiden Worte einen Titel aus Robert Fripps erstem Soloalbum Exposure, und mit seinen Soundscapes-artigen Klängen hat das Stück auch etw Frippiges. Sobald aber Bass und Schlagzeug einsetzen, wandelt sich das instrumentale Solaris zu einem wahren Spacerocker.

Das Interlude von Rada & Ternovik könnte auch in einer kiffenden Krautrock-Kommune in den frühen 70ern entstanden sein. Endlose Gitarrenjams stehen im Zentrum dieses Stücks. Im letzten Drittel kommt dann noch eine Dame mit textlosem Gesang dazu, der im weiteren Verlauf immer exaltierter wird.

Das von KRTL ausgeschenkte Soda scheint einige illegale Substanzen zu enthalten, denn dieses instrumentale Stück katapultiert den Hörer von den ersten Sekunden an in die endlosen Weiten des Weltraums. Treibende Rhythmen, blubbernde Synthies und gleißende Gitarren erinnern deutlich an Spacerock-Bands wie Ozric Tentacles.

Die Kinder Picassos haben wieder eine beeindruckende Sängerin an Bord (da scheint es in Russland ja einige von zu geben). Das gitarrenlastige Stück wechselt beständig zwischen entspannten und aggressiv-treibenden Passagen.

Vespero sind deutlich von Pink Floyd beeinflusst, die Gitarre klingt zeitweise ganz nach David Gilmour. Der textlose Frauengesang (schon wieder!) treibt das Stück dann aber klar in die Spacerock-Richtung.

Bei Kafedra.org geht es dann spacig und ätherisch zur Sache. Ein streckenweise schon in Ambient-Bereiche gehendes Stück, bei dem der bisweilen wie im Staccato hervorgestoßene, weibliche (was auch sonst...) Sprechgesang einen reizvollen Kontrast zur Musik bildet.

Mit Thee von Liompa wird es dann noch einmal ein bisschen experimentell. Ethno-Getrommel, verquere Läufe von Bass und Gitarre, dazu ein an Dead Can Dance erinnernder Frauengesang. Crimsoider Ethno-Prog, so könnte man das nennen. Ein würdiger Abschluss dieser gelungenen Sammlung!

Trip Wave bietet einen schönen Überblick über die Vielfalt der russischen Prog-Szene und macht Lust, sich mit der einen oder anderen, ach was, eigentlich mit jeder der hier vorgestellten Bands näher zu beschäftigen. Schade nur, dass das Beiheft so gar keine weiterführenden Informationen über die hier vertretenen Bands enthält!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 28.5.2012
Letzte Änderung: 28.5.2012
Wertung: 11/15

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