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Between the Buried and Me

Colors

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2007
Besonderheiten/Stil: Mathrock; Metal; Progmetal; sonstiges
Label: Victory Records
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Dan Briggs bass
Blake Richardson drums, percussion
Tommy Rogers vocals, keyboards
Paul Waggoner guitar
Dustie Waring guitar

Gastmusiker

Graham Bennett didgeridoo (3)
Adam Fisher vocals (6)

Tracklist

Disc 1
1. Foam Born (A) The Backtrack 2:14
2. (B) The Decade Of Statues 5:20
3. Informal Gluttony 6:48
4. Sun Of Nothing 10:59
5. Ants Of The Sky 13:11
6. Prequel To The Sequel 8:37
7. Viridian 2:51
8. White Walls 14:13
Gesamtlaufzeit64:13


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


"Colors" und "The Great Misdirect" verhalten sich zueinander wie vor vielen, vielen Jahren zwei Veröffentlichungen namens "In The Court Of The Crimson King" und "In The Wake Of Poseidon". Musikalisch gibt es hier natürlich keine Berührungspunkte, aber so wie die Fans auch nach über 40 Jahren Diskussion im Falle King Crimson nicht einig darüber sind, welches das bessere Album ist, so ist und wird das bei Between the Buried and Me auch sein.

Beide Alben sind in Aufbau, Struktur und Musikalität sehr ähnlich, "Colors" war zuerst da, "The Great Misdirect" geht vielleicht noch einen Schritt weiter in Richtung proggiger Verwickeltheit und Abwechslungsreichtum. Aber das sind nun alles wirklich Nuancen, wer die Band mag und grundsätzlich mit dieser Mischung aus extremen Metal, verfrickelten Mathrock und entsetzlichem Core-Gebrüll zurecht kommt, wird beide Alben lieben. Denn auf "Colors" entfalten Between the Buried and Me schon ihren ganz eigenwilligen Mix aus ruhigen Klavier-Intros, jazzigen Interludes, Chaos-Geknüppel, heftigsten Breakdowns, Flamenco-Einlagen, giftigen Gitarrensoli, Blastbeats und Double Bass-Gewitter, sogar Country-Ausflüge und natürlich ein bisschen Klassik-Zitate und Kirmesmusik. Alles eingebettet in vertrackt konstruierte Longtracks, welche die Synapsen des Hörers ordentlich heiß laufen lassen. Ziemlich irritierend wirken die eingewebten melodisch-poppigen Passagen, aber das passt ja auch wieder zum schubladen-verachtenden Stil der Amerikaner.

Es empfiehlt sich das Album in einem Zug durchzuhören, denn auch wenn die Songs für sich bestehen können, so ist das Album doch wie eine lange Suite angelegt. Und wenn am Ende von "White Walls" wieder das Pianospiel vom Anfang aufgenommen wird und das Album ruhig ausklingt, dann schließt sich der Kreis und der Progger in uns ist ganz besonders befriedigt.

Für Progger mit einem Interesse an härterer, kompromissloser Musik geht es kaum besser, wenn er nicht auch noch avantgardistischen Krach zu seinem Glück braucht, hier gibt es "nur" extreme Rockmusik mit modernistisch-kühler Präsentation. Man muss sich natürlich mit den Brüllattacken von Sänger Rogers arrangieren können, sonst wird es schwierig. Allerdings gelingt mir - einem normalerweise Brüll- und Growl-Gesang-Aversen - das hier deutlich besser als bei vielen vergleichbaren Alben, schon weil die Musik so atemberaubend ist.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: "The Great Misdirect"
Veröffentlicht am: 13.11.2011
Letzte Änderung: 8.3.2012
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Between the Buried and Me

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2009 The Great Misdirect 13.00 1
2011 The Parallax: Hypersleep Dialogues 12.00 1
2012 The Parallax II: Future Sequence 14.00 1
2015 Coma Ecliptic 13.00 2
2018 Automata I 11.00 1

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