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24187 Rezensionen zu 16533 Alben von 6440 Bands.
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Circle

Hissi

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Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1996 (Reissue 2012, Ektro Records)
Besonderheiten/Stil: instrumental; Elektronische Musik; Krautrock; Postrock
Label: Metamorphos
Durchschnittswertung: 12/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

J. Ahtiainen Drums, Machines, Voice
T. Elo Guitars, Voice
P. Hagner Keyboards
L. Lehtisalo Guitars, Bass, Keyboards, Voice
J. Peltomäki Drums
V. Raitio Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Kuivaamo 10:32
2. Velmu 3:23
3. Kalat 5:05
4. Glanu 4:16
5. Valvo 5:15
6. Kuukäärme 5:54
7. Strand - Jatkumo 5:04
8. Saksi 9:13
Gesamtlaufzeit48:42


Rezensionen


Von: Achim Breiling @ (Rezension 1 von 2)


Im August 1996 spielten Circle ihr drittes Album ein, welches noch im selben Jahr veröffentlicht wurde. Die Besetzung hatte sich im Vergleich zum wenige Monate vorher erschienen "Zopalki" etwas verändert. Zudem hatte man das Label gewechselt. Für den Rest der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts veröffentlichten Circle ihre Alben beim kleinen finnischen Label Metamorphos.

Auch in musikalischer Hinsicht kann man auf "Hissi" deutliche Unterschiede zu den beiden Vorgängeralben feststellen. Tasteninstrumente und elektronische Sounds arbeiten sich hier deutlich in den Vordergrund, stehen zumindest gleichberechtigt neben den E-Gitarren, drängen dieselben aber auch oft nach hinten. Zudem ist "Hissi" sehr rhythmisch ausgelegt, sind hier meist drei Perkussionisten zu Gange, bisweilen unterstützt von rhythmischen Elektronikmustern. Gesungen wird diesmal so gut wie gar nicht.

Einen komplexen, kantigen, repetitiv-hypnotischen Elektropostrock gibt es auf "Hissi" zu hören, der - wie immer bei Circle - gewisse krautige Bezüge zu den Produktionen der Düsseldorfer Elektroniker der 70er aufweißt, aber sehr modern und druckvoll aus den Boxen kommt. Ein sperriges Gemenge an Rhythmus, Bass und Elektro-, Tasten- bzw. Gitarrenklang tanzt hier mit allerlei Verrenkungen aus den Boxen, mal monoton und gewichtig (wie z.B. im langen "Kjivaamo"), mal luftig und schwebend, mitunter auch gutgelaunt, aber reichlich schräg (man höre "Velmu").

Atmosphärisch und voluminös gleitet die Musik voran, nordisch kühl meist, durchsetzt aber mit farbigen Elektronikmustern, Retrogeorgel, wirrem Gitarrenknirschen und komplexen, postrockigen Tasten-Gitarrengeflechten. Mit "Valvo" gibt es zudem eine reine Elektroniknummer, ein minimalistisches Konglomerat an allerlei rhythmischem Zischen, Brummen und Fiepen. Mit dem langen "Saksi", voller verzerrter Bass- und Gitarrenklänge, monoton dahin schreitenden, maschinellen Perkussionssounds und allerlei schrägem Gelärme, geht das Album schließlich ziemlich verstörend zu Ende.

Mit "Hissi" haben Circle ihrem Oeuvre ein neues, elektronisches Element beigefügt, zu dem sie auf ihren vielen späteren Alben nie mehr in dem Maße zurückkehren sollten. Trotzdem behält die Musik einen ganz eigenen, für die Band typischen Charakter. Wer Elektronisches und krautigen Postrock im Allgemeinen und Circle im Besonderen schätzt, sollte demnach dieses Album antesten. Wie alle Veröffentlichungen des nicht mehr existierenden Metamorphos-Labels ist das lange vergriffene "Hissi" allerdings sehr schwer aufzutreiben. Suchen lohnt sich aber, auch wenn man im Erfolgsfall etwas tiefer in die Tasche greifen muss!

Nachtrag: Inzwischen (Sommer 2012) wurde "Hissi" von Ektro Records auf CD wiederveröffentlicht.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 24.12.2011
Letzte Änderung: 28.9.2012
Wertung: 12/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Dank der von meinem Vorredner im Nachtrag erwähnten Neuausgabe ist es mir vergönnt, dieses Album nun auch genießen zu können. Und „genießen“ ist hier genau das richtige Wort, denn Hissi - was laut Online-Wörterbuch „Aufzug“ bedeutet - ist ein ganz faszinierendes Album, das wieder eine ganz andere Facette der Musik der Finnen zeigt.

Tief in krautige Klangwelten geht es hier, genauer gesagt in die Gefilde des elektronischen Krautrock. Cluster waren hier ganz klar ein Einfluss, aber auch Kraftwerk und Neu! haben ihre Spuren hinterlassen. Letzteres etwa in dem repetitiven Klangmonolithen Kuivaamo, bei dessen monotonen Rattern und Scheppern man sich in einer Fabrik wähnen könnte. Diese monotonen rhythmischen Patterns ziehen sich durch fast alle Stücke, dazu wird in die Orgel gehauen, die Elektronik fiept, während die Gitarren trotz zweier Gitarristen eher selten (etwa in den letzten beiden Stücken) hervortreten.

So krauten sich die sechs Musiker durch faszinierende Klangwelten, die mal an die „kosmische Musik“ der frühen 70er gemahnen (Kalat), mal an die verspielten Klänge aus dem Weserbergland (Glanu), oder man frönt dem elektronischen Minimalismus (Valvo). Trotz aller Reminiszenzen an die krautigen Elektroniker wirkt die Musik auf Hissi dabei nicht rückwärtsgewandt, sondern zeitgemäß und vor allem auch eigenständig. Schön, dass dieses Kleinod krautrockig-postrockigen Musiikschaffens jetzt wieder problemlos erhältlich ist!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.12.2013
Letzte Änderung: 17.12.2013
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Circle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Meronia 11.00 1
1996 Zopalki 10.00 1
1997 Fraten 11.00 2
1998 Pori 12.00 1
1999 aNdeXelt. 11.00 1
2000 Prospekt 11.00 1
2001 TAANTUMUS 12.00 1
2002 Alotus 10.67 3
2002 Sunrise 10.50 2
2003 Guillotine 11.00 1
2004 Forest 12.00 1
2004 Golem / Vesiliirto 10.00 1
2005 TULIKOIRA 10.50 2
2006 Miljard 12.00 1
2006 Arkades 10.00 1
2007 Panic 10.00 2
2007 Tyrant 11.00 1
2007 TOWER 12.00 1
2007 Katapult 11.00 1
2007 Rakennus 9.00 1
2008 Hollywood 8.00 1
2008 Triumph 11.00 1
2009 Soundcheck 10.00 2
2010 Rautatie 12.00 1
2011 Infektio 12.00 1
2012 Serpent 10.00 1
2013 Manner 10.00 2
2015 Pharaoh Overlord 11.00 1
2017 Terminal 10.00 1

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