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24844 Rezensionen zu 17019 Alben von 6634 Bands.
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David Bowie

Scary Monsters

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980
Besonderheiten/Stil: ArtPop
Label: EMI
Durchschnittswertung: 10/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

David Bowie vocals+keyboards
Dennis Davis percussion
George Murray bass
Carlos Alomar guitars

Gastmusiker

Chuck Hammer guitar on 4 & 6
Robert Fripp guitar on 1,2,3,5,6 & 8
Roy Bittan piano on 2,4 & 6
Andy Clark synthesizers on 4,5,7 & 9
Pete Townshend guitar on 9
Tony Visconti guitar on 2 & 3

Tracklist

Disc 1
1. It's no game (part 1) 4.15
2. Up the hill backwards 3.13
3. Scary monsters (and super creeps) 5.10
4. Ashes to ashes 4.23
5. Fashion 4.46
6. Teenage wildlife 6.51
7. Scream like a baby 3.35
8. Kingdom come 3.42
9. Because you're young 4.51
10. It's no game (part 2) 4.22
11. Space oddity   (cd bonus track) 4.57
12. Panic in Detroit   (cd bonus track) 3.00
13. Crystal Japan   (cd bonus track) 3.08
14. Alabama Song   (cd bonus track) 3.51
Gesamtlaufzeit60:04


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 2)


Der Opener "It's no game (No.1)" hat es in sich: bis zum Geschrei abgefahrener Gesang Bowies, eine aufgeregte weibliche Stimme erzählt was auf japanisch, und dazu die Gitarre von Fripp, der gerade mit gnadenloser Methodik eine konzentrierte, dissonante Übung abzuhalten scheint.

Der "eigentliche" Song endet, Fripp "übt" jedoch unbeirrt weiter, was Bowie mit "Shut uup!,shut up!"-Schreien quittiert.Mitten in diesem bizarren Szenario bricht die Aufnahme ab.Wer jedoch glaubte, in diesem Sinne geht es hier weiter, sieht sich schwer getäuscht.

Die Ernüchterung folgt in Form von "Up the hill backwards", was zwar wieder ausgezeichnetes Gitarrenspiel von Fripp enthält, das lahme Gesangsthema macht das Stück jedoch völlig unattraktiv. Dieser Leistungsabfall währt jedoch nicht lange:der Titeltrack, eine Up-Tempo-Nummer über den Wahnsinn, könnte als Zombie-Tanz herhalten. Der darauffolgende Hit-Song, "Ashes to ashes" besticht durch die meisterhaften, stimmungerzeugenden Breaks. "Fashion" klingt wie dekandente Disco-Hymne mit einigen umwerfenden Einwürfen von Fripp. Es zeigt sich, wie Bowie aus einer oft zurecht verrissenen Musikrichtung etwas Kunstvolles macht. Gleiches gilt auch für "Teenage Wildlife" und "Because you're young", beides an und für sich schmalzige Pop-Song, die jedoch durch Bowies Gesang zu etwas Besonderem werden.

"Scream like a baby" bietet eine frappierend verdrehte Gesanglinie, während von Tom Verlaine komponiertes "Kingdom Come" etwas an "Heroes" erinnert. Zum Schluß der Originalausgabe kommt "It's no game (No.2)" (auf CD heißt das "Part 2") , was wie eine radiogerechte Ausgabe von Part 1 klingt. Keine Japanerinnen, no Fripp; textlich geht es um diese gegebene, kaputte Menschenwelt.

Die 1992er CD-Ausgabe des Albums erfreut einen noch mit vier Bonustracks, die alle 1979 aufgenommen wurden. Scheinbar sind diese auf späteren Auflagen nicht mehr zu finden, daher hier nur etwas zu den zwei besonders gelungenen Tracks: "Crystal Japan" ist ein magisches, fernöstlich wirkendes Instrumentalstück, was vorher nur als Japan-Single erhältlich war. "Alabama Song", ein Weil/Brecht-Lied, weltweit bekanntgeworden durch The Doors und hier mit krummen Rhythmen ausgestattet, ergibt die vielleicht bisher kreativste Behandlung dieses Themas.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 17.4.2002
Letzte Änderung: 21.4.2002
Wertung: 11/15

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 2 von 2)


Das Genre New Wave war noch nicht richtig erfunden, da schritt David Bowie wieder mal voran. Denn genau diese „New Wave Anleihen“ hört man auf „Scary Monsters“ - neben viel Pop-Musik - immer wieder heraus. Und so präsentiert sich dieses vierzehnte Album David Bowies auch als musikalisches Abbild der beginnenden achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts.

Das Album enthält mit „Ashes To Ashes“ auch eines der beeindruckendsten Lieder des Briten. Sich auf der Grenze zwischen Pop und New Wave bewegend, stellt dieses Lied einen Höhepunkt des Schaffens Bowies in den achtziger Jahren dar und lässt textlich auch Major Tom aus „Space Oddity“ wieder aufleben. Das Stück ist überaus eingängig und mit einer Melodie versehen, die einen so schnell nicht wieder loslässt. Dazu verbreitet es eine, auf eine bestimmte Art fast schon mystisch zu nennende Atmosphäre, wie es in der Musik nur wenige Titel vermögen. Perfekt umgesetzt wurde das Stück auch in einem surrealen Video, welches die Atmosphäre der Nummer bestens transportiert.

Weitere Höhepunkte des Albums sind der Titeltrack „Scary Monsters“, ein Lied im Stile der aufkommenden Welle, bei dem Robert Fripp an der Gitarre zu hören ist. Und auch das Rock-Lied „Because You’re Young“ kann gefallen. Hier glänzt nun Pete Townsend an der Gitarre. Die Nummer hat einen treibenden Groove, der zum Mitwippen animiert - und setzt einen der wenigen härteren Akzente der Platte. Ebenfalls überaus gelungen ist „Teenage Wildlife“, dieses Mal ein Pop-Lied, bei dem David Bowies eindrucksvolle Stimme bestens zur Geltung kommt.

Der Rest ist meist unspektakulärer Durchschnitt, Lieder die ganz nett anzuhören sind, jedoch nicht längerfristig hängenbleiben. Bis auf vielleicht dem Stück „Fashion“. Hier schlägt das Pendel allerdings nach unten aus, nach sehr weit unten. Funkig zu klingen hat David Bowie auch bereits auf der Platte „Young Americans“ versucht. Das klang nicht gut und auch hier passt es nicht.

Fazit: Ein Album im Geiste der beginnenden achtziger Jahre ist „Scary Monsters“ geworden. Sicherlich nicht das Meisterwerk des Briten, allerdings enthält es mit „Ashes To Ashes“ eines der besten Lieder Bowies. Mit der Musik vorheriger Alben hat „Scary Monsters“ nur wenig gemein - bis auf die Stimme. Aber das war ja schon immer ein Markenzeichen Bowies gewesen, dieser Wandel mit immer wieder neuen Facetten. Was bleibt ist kein schlechtes, allerdings auch kein gutes Album mehr – trotz „Ashes To Ashes“.

Anspieltipp(s): Scary Monsters, Ashes To Ashes, Teenage Wildlife, Because You’re Young
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 9.6.2012
Letzte Änderung: 9.6.2012
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von David Bowie

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Space Oddity 11.00 1
1971 The Man Who Sold The World 9.00 1
1971 Hunky Dory 13.00 2
1972 The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars 12.00 1
1973 Aladdin Sane 9.50 2
1974 Diamond Dogs 8.33 3
1974 David Live 11.00 1
1976 Station to Station 11.50 2
1977 Heroes 13.00 1
1977 Low 9.50 2
1978 Stage 10.50 2
1979 Lodger 9.00 1
1983 Let's dance 6.00 2
1984 Tonight 4.00 1
1986 Labyrinth 1.00 1
1987 Never let me down 3.00 3
1993 The Buddha Of Suburbia 12.00 1
1993 Black Tie White Noise 5.00 1
1996 Outside: The Nathan Adler Diaries 13.00 2
1997 The singles collection - 1
1997 Earthling 10.00 1
1999 Hours 9.33 3
2002 Heathen 11.50 2
2002 Slow Burn 11.00 1
2003 Reality 9.25 4
2008 Live Santa Monica '72 11.00 1
2008 David Bowie Box - 1
2010 A Reality Tour 11.00 1
2013 The Next Day 10.00 2
2014 Nothing Has Changed. - 1
2016 Blackstar 13.00 3
2018 Welcome to the Blackout (Live London '78) 10.00 1

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