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Circle

Hollywood

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2008
Besonderheiten/Stil: Independent / Alternative; Metal; Postrock
Label: Ektro Records
Durchschnittswertung: 8/15 (1 Rezension)

Besetzung

Bruce Duff Vocals, Guitars, Dulcimer
Jussi Lehtisalo Bass
Tomi Leppänen Drums
Mika Rättö Keyboards, Acoustic Guitar
Janne Westerlund Guitars

Tracklist

Disc 1
1. Connection 3:43
2. Mercy and Tuesday 7:53
3. Earthworm 5:12
4. Sacrifice 4:03
5. Spam folder 8:12
6. Requiem in D minor

1. Hard to realize 4:20
2. Madman 15:19
3. Suddenly 11:33

Gesamtlaufzeit60:15


Rezensionen


Von: Achim Breiling @


Jesters of Destiny nannte sich eine Metaltruppe aus Los Angeles, die 1984 zusammen fand. Die Band um den Bassisten und Sänger Bruce Duff erreichte wohl nur einen bescheidenen Bekanntheitsgrad, veröffentlichte 1986 ihr erstes und einziges Album ("Fun at the Funeral" - ein Jahr später folgte noch eine EP) und löste sich 1988 wieder auf. Unter Kennern, wie Jussi Lehtisalo (der ja ein gewisses Faible für klassischen Metal im Gefolge der NWOBHM hat), gilt "Fun at the Funeral" wohl als kleiner Metal-Klassiker, weswegen der Finne das Album 2001 auf seinem Ektro-Label auf CD wieder veröffentlicht hat.

Was hat das mit dem hier zu rezensierenden Circle-Album, dem 2008 erschienen "Hollywood" zu tun? Nun, gewisse metallische Bezüge lassen sich in der Musik von Circle schon immer, zumindest seit dem Beginn des neuen Jahrtausends, spätestens auf dem grandiosen "Sunrise" ausmachen. Auf späteren Alben kamen dieselben bisweilen noch stärker zum tragen und - langer Vorrede kurzer Sinn - auch auf "Hollywood". Wer die Besetzungsliste studiert hat, wird der weiter oben schon erwähnte Bruce Duff in derselben aufgefallen sein. Offenbar hat Lehtisalo einen seiner alten Heroen eingeladen ein Circle-Album mit einzuspielen (welches in der Tat in Finnland und Hollywood aufgenommen wurde), was sich dann auch deutlich auf die Musik auf demselben ausgewirkt hat.

Nein, "Hollywood" ist kein typisches Metalalbum geworden. Die Circle-typischen, postrockig-repetitiven Strukturen sind auch hier vorhanden, allerdings bisweilen stark metallisiert. Zudem gibt es ein paar fast reine Metalnummern ("Sacrifice" z.B., oder "Earthworm"). Außerdem wird, ausgesprochen ungewöhnlich für ein Circle-Album, sehr viel gesungen, in Englisch, von Duff. Überhaupt klingt diese Musik recht amerikanisch, etwas glatter als sonst bei Circle und geradliniger. Auf meiner CD pappt noch ein Aufkleber, auf dem Circle als "Exciting new Post-Grunge band from Europe" beworben werden. Hatten die Finnen da den US-amerikanischen Markt im Visier?

Gitarren riffen hier durchweg, mal metallisch-heftig, in typischer NWOBHM-Tradition, mal etwas elegisch-postrockig, wie man das von Circle kennt. Bass und Schlagzeug treiben das Ganze bestimmt voran und Mika Rättö streut einige füllende Tastensounds ein. Dazu kommt dann der breite Gesang Duffs. Die Musik zwar bisweilen vielschichtiger, als man aufs erste Hören vermuten würde (da passiert allerlei im Hintergrund, klimpern und zischen diverse Klänge herum und die verschiedenen Gitarrenspuren sind dicht miteinander verschlungen), doch so richtig zünden tut das Ganze beim Rezensenten aber nicht. Amigesang und postrockig-metallische Finnen, das passt nicht zusammen. Oder, das stört die ansonsten recht eigene und spezielle Ausstrahlung der Circle-Musik. Zudem sind die meisten der kürzeren Stücke doch recht gewöhnlich (wie die beiden oben schon erwähnten Metalsongs). Die Langnummern sind aber auch nicht viel besser. In "Madman" passiert einfach zu wenig und die Band reitet nach dem Gesangsteil über 10 Minuten auf ihren Metalriffs herum. Auch das abschließende "Suddenly" enttäuscht als eine Art von Kalifornien-Metalpoststonerrockjam. "Spam Folder" ist dagegen stark, gleitet hypnotisch und dich aus den Boxen und ist wohl noch der typischste Circle-Song auf der Scheibe. Auch das folkig-schräge "Hard to Realize" kann gefallen.

Zum Glück überraschen Circle von Album zu Album mit neuen, bisweilen ganz schon verblüffenden Ideen, bizarren Experimenten und wirren Einfällen, ohne dabei ihren typischen Klang zu verlieren. Auf "Hollywood" ist das alles allerdings nicht wirklich gelungen. Fast möchte man vermuten, die Finnen wollten ein etwas kommerzielleres Album für den US-Markt produzieren. Das war aber sicher nicht so. Lethisalo und Kollegen haben hier einfach ein etwas geradlinigeres Album gemacht und das Ganze als eine Art Würdigung an eine kalifornische Metalband der 80er gestaltet. Das dürfen Circle machen. Ich muss es nicht mögen. Wirklich schlecht ist das Album nicht. Eines der schwächsten Scheiben der Finnen ist "Hollywood" aber trotzdem!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 21.1.2012
Letzte Änderung: 30.1.2012
Wertung: 8/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Circle

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1994 Meronia 11.00 1
1996 Zopalki 10.00 1
1996 Hissi 12.00 2
1997 Fraten 11.00 2
1998 Pori 12.00 1
1999 aNdeXelt. 11.00 1
2000 Prospekt 11.00 1
2001 TAANTUMUS 12.00 1
2002 Alotus 10.67 3
2002 Sunrise 10.50 2
2003 Guillotine 11.00 1
2004 Golem / Vesiliirto 10.00 1
2004 Forest 12.00 1
2005 TULIKOIRA 10.50 2
2006 Miljard 12.00 1
2006 Arkades 10.00 1
2007 Panic 10.00 2
2007 Tyrant 11.00 1
2007 TOWER 12.00 1
2007 Katapult 11.00 1
2007 Rakennus 9.00 1
2008 Triumph 11.00 1
2009 Soundcheck 10.00 2
2010 Rautatie 12.00 1
2011 Infektio 12.00 1
2012 Serpent 10.00 1
2013 Manner 10.00 2
2015 Pharaoh Overlord 11.00 1
2017 Terminal 10.00 1

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