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Delusion Squared

II

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012 (15.02.)
Besonderheiten/Stil: Neoprog; New Artrock; Progmetal
Label: Eigenproduktion
Durchschnittswertung: 9/15 (3 Rezensionen)

Besetzung

Lorraine Young vocals,acoustic guitars
Emmanuel de Saint Meen bass,keyboards
Steven Francis guitar,drums

Gastmusiker

Emmanuell & Clara backing vocals
Jacques Savona additional keyboards
Gwynneth Anderson synopsis und lyrics editor

Tracklist

Disc 1
1. Providence-Double Vision 6.33
2. Providence-Necrogenesis 7.01
3. Primordial Sin-Faith Mission 6.39
4. Primordial Sin-Recipe for Disaster 7.55
5. Primordial Sin-Veridical Paradox 4.10
6. Oblation-Revelation 7.26
7. Oblation-Abduction 5.43
8. Atonement-Nakes Solipsism 6.00
9. Atonement-Unexpected Messiah 8.07
Gesamtlaufzeit59:34


Rezensionen


Von: Siggy Zielinski @ (Rezension 1 von 3)


Die Konzeptgeschichte zum ersten Album des französischen Trios kann hier nachgelesen werden. Die Musik zu den Texten über eine sehr unerfreuliche Zukunft der Menschheit ist dann im Falle des Debütwerkes von Delusion Squared doch vergleichsweise harmlos ausgefallen.

Im Februar 2012 erschien dann die zweite CD von Delusion Squared. Diesmal scheint es nicht einmal mehr Hoffnung für die Menschheit zu geben. Dieselbe wird nämlich gerade durch die vom Himmel kommenden Lichtstrahlen vernichtet. Der von der Apokalypse berichtende Priester betrachtet das als die Strafe von Mother-of-all-People (s. Debütwerk) für die fehlgeleitete Entwicklung der Menschheit. Der eventuell etwas verwirrte Priester berichtet weiter von Hybriden aus biologischen Wesen und Maschinen, die bei ihrem Kampf gegen die Menschheit sogar die Gestalt von Holy Mother angenommen haben sollen. Damit wird bei dem ersten Teil der Geschichte angeknüpft, der auf dem Debütalbum behandelt wurde, und bei dem es um eine Art weibliche Autorität geht, die den ausgestoßenen Teil der Menschheit auf den richtigen Weg führt. Die auf dem zweiten Album behandelte Fortsetzung spielt sich also einige Jahrhunderte später ab. In der Zeit ist aus dem Wirken der damaligen Stammchefin eine Religion entstanden. Geholfen hat es nichts, nicht einmal der als Opfer dargebrachte Lehrling konnte die Gottheit besänftigen. Die Apokalypse ist da. Wie es bei launischen Gottheiten halt so ist, war Holy Mother zu dem Entschluss gekommen die Menschheit vernichten zu müssen. So sieht das zumindest der Priester. An einer Textstelle wird sogar die folgende Interpretation des Ganzen vorgeschlagen: "Maybe I'm just a girl dreaming of things that cannot be".

Es ist schon eine interessante Erfahrung zu hören, wie eine apokalyptische Situation mit einer vergleichsweise sanften Mischung aus Neoprog, Artrock und Alternative Rock wiedergegeben wird. Die Gitarren mögen bei Delusion Squared gelegentlich auch rocken, aber zusammen mit der zerbrechlichen, mädchenhaften Stimme der Sängerin ergibt das ein unwahrscheinliches und mitunter reizvolles Aufeinandertreffen von Sanftheit und gemäßigter Härte. Ja, die Scheibe ist insgesamt rockiger, kompositorisch dramatischer und energetischer als das Debütwerk ausgefallen. Und die begleitenden elektronischen Effekte sorgen bisweilen für eine leicht unheimliche Stimmung, die von den eingestreuten Tasteinstrumenten wiederum abgemildert wird. In "Revelation" werden zudem Bereiche wie Progmetal in der Art von Tool gestreift. Das Schlagzeug ist übrigens nicht immer "ganz echt", aber nach meinem Eindruck fällt das kaum auf.

Zunächst einmal ist es sehr löblich, dass die Geschichte zu dem Album eine in diesem Zusammenhang ungewohnte Kreativität offenbart. So wie diese Geschichte vielschichtig und für verschiedene Auslegungen geeignet ist, so lebt auch die Musik von dem frappierenden Kontrast zwischen den leicht finsteren Arrangements und der zerbrechlichen Gesangsstimme.

Wer also ein ungewöhnliches Artrock/Hardrock/Neoprog-Trio kennenlernen möchte...

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 12.2.2012
Letzte Änderung: 12.2.2012
Wertung: 11/15

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Von: Christian Rode @ (Rezension 2 von 3)


Das Grundproblem mit diesem Album ist die Diskrepanz zwischen Weltuntergangslyrik und poppiger Musik mit Klein-Mädchen-Charme. Das kann man als „interessant“ oder sogar „reizvoll“ empfinden. Und in der Tat ist die Musik nett beiläufig zu hören: ein bisschen Neoprog, ein bisschen Synthie-Pop, eine Prise rockige Gitarren, vor allem aber eingängiger Artpop. Und die Stimme von Lorraine Young ist zwar etwas dünn, aber doch recht gefällig und passt vorzüglich zu der dargebotenen Musik.

Man kann es allerdings auch anders hören. Abgesehen von ein paar rockigen und electropoppigen Akzenten hier und da weist die Musik nämlich kaum eigenes Profil auf. Es mangelt auch schlicht an der Atmosphäre, die man sich in Verbindung mit den apokalyptischen Texten sehr gut vorstellen könnte. Diese Weltuntergangsszenarien im Gute-Laune-Gewand irritieren mich hingegen. Ich glaube auch einfach, dass mir dieses farblose Popstimmchen etwas auf den Geist geht...

Aber das ist nur mein Eindruck. Auf der Homepage kann man nämlich lesen, dass Billy Sherwood, Colin Edwin und Xavier Phideaux das Album toll finden! Proggies mit Affinität zu zeitgemäßem Pop sollten II daher eine Chance geben.

Anspieltipp(s): Necrogenesis, Faith Mission
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 22.3.2012
Letzte Änderung: 22.3.2012
Wertung: 8/15

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 3 von 3)


Nein, Christian, das ist nicht nur dein Eindruck. Tut mir leid, dir widersprechen zu müssen, aber wenn ich Dich richtig verstehe und dein "kaum eigenes Profil", "farbloses Popstimmchen" und "poppige Musik" auch nur halbwegs treffend mit dem Wort "seicht" zusammenfassen darf, dränge ich mich dir als Eindruckssolidarist auf.

Warum aus ganz normalem Rock Prog wird, wenn man einen Dreieinhalbminutensong durch ein mehrfach wiederholtes Keyboardmotiv im klassisch wakemanschen Gewand auf die doppelte Laufzeit verlängert, habe ich eh nie verstanden, aber ich weiß mittlerweile, dass es wohl die Atmosphäre ist, die dafür verantwortlich ist.

Stichwort Atmosphäre: Lorraine Young mag sich als Dünnstimmlerin in den allgemeinen Trend einfügen (solche Stimmen sind seit ein paar Jahren ja en vogue), das macht sie aber nicht kräftiger. Farbiger. Wandlungsfähiger. Ausdrucksstärker. Besser.

Und so kann ich nun den Meinungsteil dieser Besprechung abschließen, der Fairness halber dazu sagen, dass es zwischendurch auch mal ein paar popfreie Instrumental-, aber auch Gesangspassagen gibt, die durchaus auch über den Sound hinaus leicht angeproggt sind (z. B. in "Necrogenesis", "Unexpected Messiah" und "Revelation" - leider werden gerade an solchen Stellen die Grenzen Youngs besonders deutlich) und das Album all jenen empfehlen, die gerne in Richtung IOEarth oder Cross hören. Da gibt's dann aber Niveau-Unterschiede.

Anspieltipp(s): "Double Vision", "Necrogenesis"
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.3.2012
Letzte Änderung: 24.3.2012
Wertung: 8/15
Das ist, wie soll ich es ausdrücken, einfach nicht besonders gut.

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Delusion Squared

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2010 Delusion Squared 11.00 1
2014 The Final Delusion 10.00 2
2018 Anthropocene 8.50 2

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