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Vibravoid

Gravity Zero

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Krautrock; Psychedelic; Spacerock
Label: Sulatron Records
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Thomas Gahlen Bass
Christian Koch Gitarre, Gesang
Dario Treese Keyboards
Frank Matenaar Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Gravitation Zero 13:23
2. No Silver Bird 3:30
3. Photosynthesis In Darkness 3:08
4. Travelling Without Moving 1:38
5. Eruptions Of The Green Sun 4:03
6. Shotgun Wedding 2:52
7. Get Out Of Here 4:14
8. The White Ship 6:20
9. Brainplane 4:32
10. La Vie en Düsseldorf 4:35
11. Radiation Zero 10:34
Gesamtlaufzeit58:49


Rezensionen


Von: Jochen Rindfrey @


Na, ihr Jungspunde? Wollt ihr mal wissen, wie das war, als wir damals, vor über vier Jahrzehnten, in muffigen Kifferhöhlen endlos gejammt haben? Oder wie es war, anno '67 verzückt den ersten Auftritten von Pink Floyd im Londoner UFO-Club zu lauschen und von bis dato unerhörten Klängen in die Weiten des Kosmos getragen zu werden? Dann nichts wie los in den nächsten CD-Laden und Gravitation Zero besorgen, das neueste Werk der Düsseldorfer Vibravoid.

Vom ersten Ton an geht es auf Zeitreise in die späten 60er, als die Rockmusik zu neuen Ufern aufbrach. Gitarren, die endlos psychedelisch solieren, aber auch hardrockig riffen, seltsame elektronische Geräusche, dazu ein fast alle Songs durchwehender indischer Hauch, hervorgebracht durch den dezenten, aber effektvollen Einsatz von Tablas (oder sonstiger indischer Schlaginstrumente) und gelegentliche Sitar-Einsätze. Der Gesang kommt standesgemäß durchweg leicht verfremdet daher und verstärkt noch den überweltlichen Eindruck. Eigentlich erinnert das sogar mehr an die Ur-Spacerocker Hawkwind als an die frühen Floyd.

Gleich der einleitende Titeltrack ist ein echtes kosmisches Monster, das einen in die fernsten Galaxien katapultiert. Endlos übereinander geschichtete Gitarren und die treibenden, genretypisch eher monotonen Rhythmen lassen den Hörer die irdische Schwerkraft rasch überwinden. Die folgenden Stücke sind deutlich kürzer, behalten aber die bewährte Mixtur bei. Dazwischen darf's auch mal eine kurze psychedelische Freiformsequenz sein (Travelling without moving - eine passende Beschreibung für das ganze Album), und mit The White Ship gibt's auch eine ruhigere, schwebende Nummer.

La vie en Düsseldorf zeigt die Band von einer mehr elektronischen Seite, dann kommt zum Abschluss mit Radiation Zero noch einmal die volle Psychedelik-Dröhnung in Form einer zehnminütigen, über weite Strecken freiformatigen Klangorgie - ein würdiger Abschluss.

Gravity Zero bietet einen wunderbaren Nostalgietrip in die Frühzeit psychedelischer Rockmusik. Musikalische Neuerungen finden freilich woanders statt, aber mal für eine Stunde abheben ist ja auch was!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit: Hawkwind, frühe Pink Floyd
Veröffentlicht am: 26.3.2012
Letzte Änderung: 4.12.2013
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Vibravoid

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2000 2001 10.00 1
2002 Void Vibration 12.00 1
2008 The Politics of Ecstasy 9.00 1
2009 Distortions 12.00 1
2010 Triptamine 12.00 1
2011 Minddrugs 10.00 2
2011 Burg Herzberg Festival 2011 11.00 1
2016 Psychedelic Blueprints 10.00 1
2017 Mushroom Mantras 9.00 1
2018 Vibrations from the Cosmic Void 10.00 1
2018 Live at Rheinkraut Festival 2018 11.00 1

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