SUCHE
Erweiterte Suche
NEUE REZENSIONEN
28.6.2017
Goblin - Four Of A Kind
Bubblemath - Edit Peptide
Roger Waters - Amused to Death
Robert Reed - Sanctuary Live
Goat - World Music
27.6.2017
The Great Harry Hillman - Tilt
Tusmørke - Hinsides
Ed Palermo Big Band - The Great Un-American Songbook Volumes 1 & 2
Alpha Nord - Live at PsyKa Festival
Maxophone - Live In Tokyo
Bent Knee - Land Animal
26.6.2017
Alex’s Hand - KaTaTaK
The Flower Kings - Unfold the Future
25.6.2017
Next To None - Phases
24.6.2017
Schneider Kacirek - Shadows Documents
Eurasia - ilmondorovescio
Weserbergland - Sehr Kosmisch, Ganz Progisch
Bent Knee - Land Animal
ARCHIV
STATISTIK
23589 Rezensionen zu 16116 Alben von 6261 Bands.
SITE MAP
STARTSEITE

Paidarion

Behind the Curtains

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2011
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum
Label: Seacrest Oy
Durchschnittswertung: 10/15 (1 Rezension)

Besetzung

Elina Hautakoski Vocals
Jaan Jaanson Electric & Acoustic Guitars
Kimmo Pörsti Drums & Percussion
Risto Salmi Tenor & Soprano Sax
Jan-Olof Strandberg 4, 5 and 6 string Basses
Kimmo Tapanainen Keyboards + Church Organ

Gastmusiker

Olli Jaakkola Flute
Michael Manning Bass Solo on 1 and 6
Rob Price Vocals on 2 and 9
Steve Unruh Violin on 5 and 10

Tracklist

Disc 1
1. Behind the Curtains   (instrumental) 5:15
2. A Small Wish 7:08
3. Trapeze   (instrumental) 4:32
4. A Springtime Meadow 3:28
5. A Vertical Rope 9:58
6. A Leap into the Unknown   (instrumental) 6:59
7. A Rose in the Sun 4:09
8. Paidarion 6:24
9. The Magician's Departure 3:15
10. The Final Show   (instrumental) 8:48
Gesamtlaufzeit59:56


Rezensionen


Von: Jürgen Wissing @


Paidarion, das sind zunächst die finnischen Kreativköpfe Jan-Olof Strandberg und Kimmo Pörsti. Für das vorliegende zweite Album suchten sich die beiden Vollblutmusiker und Haupt - Komponisten weitere hochkarätige Mitstreiter und dies ergibt zusammen eine hoch interessante Stilmischung aus Rock, Jazz/Fusion und Prog.

Bei „Behind the Curtains“ handelt es sich um ein Konzeptalbum. Es geht um die Erzählung von Stationen aus dem Leben einer Frau, dabei konkret um die Beziehung zweier (älterer?) Menschen, am Beispiel einer Zirkusaufführung, die das Paar besucht. Hierbei fasziniert aber weniger das Thema selbst (wenngleich clever als "Gleichnis" interpretiert), als vielmehr die Art der gelungenen und niveauvollen musikalischen Umsetzung, zu der eine Reihe von Gästen (u.a. Michael Manning) und ein imposantes Instrumentarium mit Flöte, Violine, Kirchenorgel und Saxophon – neben der „Normalausstattung“ - beitragen.

Was Paidarion an Vielfalt in ihrem Album unterbringen, ist schon erstaunlich. So beginnt die Scheibe mit einem Instrumentalstück, das durch wiegenden Rhythmus und eine träumerische, fast filmartige Atmosphäre auffällt, kaum merklich dabei auch Töne aus Zirkus- oder Kirmesambiente einstreut. Nach dieser Art Ouverture bestimmt in Track 2 das Saxophon das Geschehen eines Songs, deren Duett – Gesang vielleicht nicht ganz so gelungen erscheint, da die Jazz – Stimme von Elina Hautakoski nicht flexi-kompatibel genug zur Stimmlage von Gastsänger Rob Price ist. Wie schon im Opener gibt es aber ein weiteres tolles Bass – Solo, diesmal von Strandberg (im Titelsong von Manning). Und die Gitarre meldet sich, jazzig jammend, erstmalig deutlich zu Wort.

Anschließend geht es abwechslungsreich weiter, mal mit einer Sequenz, die an „Take Five“ erinnert, mal im BarJazz – Stil, in dem Elina ihre wahren stimmlichen Stärken beweisen kann, die im liedhaften Jazz liegen. Jaan Jaanson setzt zwischendurch rockige Gitarrenakzente, gepaart mit Jazz oder auch progressiver Note.

Zwischendurch unterstützen immer wieder gekonnte Sax – Einlagen die gefühlvollen Arrangements. Der Walzertakt in „Vertical Rope“ passt perfekt zu der Zirkusnummer „am Seil“ und das Instrumental „Leap into the Unknown“ beginnt mit pastoraler Kirchenorgel, die von einem treibenden, rasant rockenden Rhythmus nebst Synthie – Solo abgeklatscht wird.

Gegen Ende wird es deutlich bluesig bei einem weiteren Duett der beiden Hauptsänger, wobei die Harmonien diesmal besser gelingen. Der instrumentale Epilog beschreibt den Nachhauseweg bei romantischer Kaffeehaus – Stimmung mit Violine und Piano, die jäh durch eine Doldinger – Reminiszenz unterbrochen wird.

Mit der „bunten Mischung“ geht zwar etwas an Homogenität verloren, aber das tut dem Hörvergnügen überhaupt keinen Abbruch. Da der Instrumental – Anteil des Albums recht hoch ist, liegt das „Hauptohrenmerk“ des Hörers auf den Leistungen der Musiker, die sich denn auch auf ihr Handwerk außerordentlich gut verstehen und das Thema sehr gelungen und „rund“ machen.

Paidarion sind wie schmackhafte „Mixed Pickles“ aus dem Land der tausend Seen und der großen Sehnsucht nach Wärme. Sehr angenehme Scheibe, zum Ausspannen empfohlen!

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 23.4.2012
Letzte Änderung: 23.4.2012
Wertung: 10/15
tendiert nach 11

Zum Seitenanfang

Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Paidarion

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2016 Two Worlds Encounter 8.00 1

Zum Seitenanfang

© 1999-2017; Das Copyright aller Texte liegt bei den jeweiligen Autoren; Haftungsausschluss
Site Map - Startseite - FAQ - Reviews - Leitfaden - Lesestoff - Kontakt - Links
RSS | Impressum