Six
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Informationen
Allgemeine Angaben
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| Label: |
CBS |
| Durchschnittswertung: |
11/15 (3 Rezensionen) |
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Besetzung
| Hugh Hopper |
bass guitar,sound effects on 1983 |
| Karl Jenkins |
oboe,baritone and soprano saxophones,electric piano and grand piano,celeste |
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| John Marshall |
drums and percussion |
| Mike Ratledge |
organ,electric piano and grand piano,celeste |
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Tracklist
| Disc 1 |
| 1. |
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1. Fanfare 2. All White 3. Between 4. Riff 5. 37 1/2
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19:19
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| 2. |
-
1. Gesolreut 2. E.P.V. 3. Lefty 4. Stumble 5. 5 From 13 (For Phil Seamen With Love & Thanks) 6. Riff 2
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22:18
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| 3. |
The Soft Weed Factor
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11:15
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| 4. |
Stanley Stamps Gibbon Album (For B.O.)
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5:56
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| 5. |
Chloe And The Pirates
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9:28
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| 6. |
1983
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7:53
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| Gesamtlaufzeit | 76:09 |
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Rezensionen

Mit "Six" präsentieren sich "Soft Machine" fast komplett als Jazzband. Nach dem Ausstieg von Robert Wyatt verabschiedete sich bald darauf auch schon wieder der Saxophonist Elton Dean; das Line-Up für "Six" besteht aus dem Gründungsmitglied Mike Ratledge, dem langjährigen Basser Hugh Hopper und Karl Jenkins am Sax, Oboe und E-Piano (live), sowie Drummer John Marshall.
Aber keine Sorge: trotz der Besetzungsfluktuationen hört man immer noch sofort, wer am Gange ist: Hoppers fliessende Bass-Figuren, oft in krummen Rhythmen dienen wie so oft als Grundlage für Improvisationen darüber, sei es im trötigem Sopran-Sax vpn Jenkins oder in Ratledges unverwechselbar sägendem Orgel-Sound.
"Six" ist eine Doppel-LP auf einer CD: die erste LP besteht aus zwei Live-Seiten. D.h. bei "Soft Machine" zwei etwa 20minütige Sets von fliessend in einander übergehenden Nummern, das ganze auch sonst recht fliessend mit viel E-Piano, ausgedehnten Impros und abundan mal einem kurzen Freejazz-Teil oder einem Schlagzeug-Solo. Nicht überragend gut oder originell, aber durchaus nett anzuhören an einem ruhigen Abend. Die zweite LP besteht aus Studio-Aufnahmen, die etwas abwechslungreicher daher kommen: "The Soft Weed Factor" mit fast meditiven verschlungenen E-Piano-Linien, "Stanley Stamps Gibbon Factor" bewegter, agressiver mit dominantem echten Klavier und leicht lateinamerikanisch angehauchter Percussion. "Chloe And The Pirates" ist dann wieder mehr im Stil der Live-Platte gehalten mit wiederkehrenden Akkorden über einem 7/4-Rhythmus und ausgedehnter Sax-Impro, wenn auch etwas entspannter in der Grundhaltung. Hoppers "1983" mit seltsamen Piano-Linien, Soundeffekten und freien Bass-Einwürfen erinnert mehr an die "Henry Cow" als an "Soft Machine", ein unerwarteter Abschluss.
Manche empfehlen "Six" als das beste "Soft Machine"-Album der ersten angejazzten Phase ab ca. "Third", vor allem, da es von diesen Alben den besten Sound hat. Ich persönlich finde, "Third" und "Fourth" klingen etwas frischer, aber dennoch ist "Six" ein gutes, angenehmes Album, das jedem gefallen sollte, der die oben genannten früheren Alben kennt und mag.
| Anspieltipp(s): |
Stanley Stamps Gibbon Album |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
3.6.2002 |
| Letzte Änderung: |
3.6.2002 |
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In den 4 Jahren vom Herbst 1969 (nach Erscheinen von "Volume 2") bis zum Herbst 1973 (als das Album "Seven" erschien") spielten nicht weniger als 11 Musiker bei Soft Machine, mitunter nur ein bis zwei Monate. Die Band trat dabei meist als Quartett auf (die Septett- und Quintett-Phase um den Jahreswechsel 1969/70 herum einmal abgesehen). Die einzige Konstante in der Gruppe war Organist und Pianist Mike Ratledge. Trotz der häufigen Besetzungswechsel blieb der Klang der Band aber relativ stabil und unverwechselbar. Auf jedem Album von "Third" bis "Seven" hört man klar, dass da Soft Machine zu Gange sind, obwohl praktisch nie dieselbe Band zu hören ist. Auch wenn der Sound der Gruppe immer sehr charakteristisch geblieben ist, gab es doch auch deutliche Veränderungen in der Musik.
Die klarste Zäsur liegt wohl zwischen den Alben "Fifth" und "Six". Mit dem Ausscheiden von Elton Dean und der Rekrutierung von Karl Jenkins (der von Nucleus kam) verlagerte sich die Musik von Soft Machine weg vom sehr jazzorientierten Rock mit dominantem Saxophon, hin zu tastenlastigeren Kompositionen, die Kontakt zur zeitgenössischen Klassik und der Minimal Music aufnehmen ("The Soft Weed Factor"), wie dies schon einmal auf "Third" geschehen war. Die verstärkte Ausrichtung der Band an der Klassik ist auch an der häufigen Verwendung der Oboe als Soloinstrument auszumachen (man höre z.B. das lange Solo dieses Instruments in "Chloe And The Pirates"). Eine Folge davon war, dass die Musik der Softs nun zurückhaltender, meditativer und passend zum Bandnamen weicher wurde.
Der Live-Teil von "Six", aufgezeichnet bei Konzerten in Brighton und Guildford im Herbst 1972, bietet zwei verspielt dahinfließende, elegische Suiten mit eher unaufgeregtem, aber sehr virtuos und abwechslungsreich dargebotenem Jazzrock, der - wie gesagt - vor allem von den doppelt besetzten, feingliedrig verzahnten Tasten lebt. Nur ab und zu gibt es kürzere Soli an Oboe, Schlagzeug, Bariton- oder Sopransax. Ähnliches, allerdings ein wenig schwungvoller, ist auch auf der Archiv-CD "Softstage - BBC In Concert 1972" zu finden.
Etwas aus dem Rahmen fällt die letzte Nummer der Studio-LP, Hoppers "1983", eine Komposition, die schon während der Session zu dessen Soloalbum "1984" entstanden war. Recht frei und experimentell gleiten hier Bass- und Pianomuster durcheinander, ergänzt um diverse elektronische Klänge, E-Pianogeklimper und Rohrblattgefiepe. Dies ist die einzige Nummer auf einem Soft-Machine-Album, welche gar nicht nach Soft Machine klingt.
Ich persönlich schätze die mit Karl Jenkins in die Musik von Soft Machine gekommene meditativ-minimalistische Ausrichtung sehr, auch wenn man das Ganze als träge und monoton empfinden kann. "Six" bietet sehr anspruchsvolle Musik aus dem Grenzgebiet von Jazz und Rock, ohne dass es dabei extrem frei oder wüst wird. Zudem hat das Ganze, aufgrund des ausgiebigen Einsatzes von Tasteninstrumenten, eine deutlich symphonisch-klassische (zeitgenössisch-klassische) Ausrichtung. Daher würde ich "Six" durchaus als Einstiegsplatte in die Welt von Soft Machine empfehlen, vor allem für Proghörer, die vom klassischen Prog der 70er Jahre her kommen. Bei Gefallen, und wenn es etwas mehr Jazz sein darf, kann man sich dann nach Vorne vorarbeiten. Man kann natürlich auch gleich zu "Third" springen und die Lücke dann später füllen.
| Anspieltipp(s): |
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| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
1.4.2007 |
| Letzte Änderung: |
30.8.2007 |
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Ist "Six" das beste Soft Machine-Album? Nach meinem Eindruck zumindest das perfekteste. Es ist gut strukturierter Jazzrock (ohne E-Gitarre) at its best. Etwas Freiform ist auch zu hören (Lefty), etwas ambientiger Minimalismus (The Soft Weed Factor), etwas Avant-Prog (1983), aber meist - v.a. auf den Live-Seiten ist es einfach ein lebhafter, äußerst gekonnter Jazzrock.
Von der Klangqualität und der instrumentalen Perfektion macht es übrigens keinen Unterschied, ob die Soft Machine hier live oder im Studio zu hören sind. Daher macht es auch keinen Sinn, "Six" als Live-Album mit Studio-Teil oder Studio-Album mit Live-Teil zu sehen. Der Live-Teil wirkt nur frischer und spritziger, während es im Studio gemächlicher und „kunstvoller“ zugeht.
Neben der kompletten Live-Performance vorwiegend neuer Klänge überzeugt mich auch das hypnotisch-minimalistische „The Soft Weed Factor“ und das für den Studioteil ungewöhnlich dynamische und schön-schräge „Stanley Stamps Gibbon Album“. Das Album selbst klingt eher ruhig und schließlich artifiziell aus. Vielleicht wird es zum Ende hin etwas zu ruhig, aber insgesamt hat das Album keinen Ausfall zu beklagen.
"Six" tariert genau das Maß zwischen Komplexität und Eingängigkeit aus, das ein gelungenes, anspruchsvolles und gleichwohl für viele Proggies ohne Jazz-Phobie gut hörbares Album ausmacht.
| Anspieltipp(s): |
37 1/2, The Soft Weed Factor |
| Vergleichbar mit: |
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| Veröffentlicht am: |
20.4.2012 |
| Letzte Änderung: |
21.4.2012 |
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