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Höstsonaten

The Rime Of The Ancient Mariner, Chapter One

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Folk; HardRock; RetroProg
Label: AMS
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Fabio Zuffanti bass, moog taurus bass pedals, cymbals, tambourine
Luca Scherani mellotron, minimoog, korg sigma, hammond organ, grand piano, fender rhodes, wurlitzer, accordion, mandolin
Maurizio Di Tollo drums
Matteo Nahum electric, acoustic and classical guitars
Sylvia Trabucco violin
Joanne Roan flute
Edmono Romano bagpipe, soprano sax, tin whistle, bodhran
Alessandro Corvaglia lead vocals part I, part IV
Carlo Carnevali recitative, vocals part I
Davide Merletto lead vocals part II
Marco Dogliotti lead vocals part III
Simona Angioloni lead vocals part IV

Tracklist

Disc 1
1. Prologue 7:00
2. Part One 12:25
3. Part Two 9:09
4. Part Three 16:52
5. Part Four 13:30
Gesamtlaufzeit58:56


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß @


La MascAries Di Hösterre legen ein neues Album vor... noch nie gehört? Nun, das ist eine Fantasie-Combo aus allen aktuellen Zuffanti-Projects – La Maschera di Cera, Aries, Höstsonaten, Finisterre -, wie sie vor dem geistigen Auge des Rezensenten auferstanden ist, als er das neue Höstsonaten-Album hörte. Fabio Zuffanti lässt nicht nach. Nicht nur, dass Projekte / Bands wie Aries und Höstsonaten im Jahresrhythmus neue Alben vorlegen, er ist auch live wieder mit Finisterre zugange, hat ein Soloalbum mit eher sowas wie Italo-Pop aufgenommen ("La Foce Del Ladrone") und auch noch mit den La Maschera Di Cera-Musikern ein Film-Soundtrack-Album (L'ombra della sera) eingespielt. Dabei lassen weder Qualität noch Kreativität echte Schwächen erkennen, wenn man vielleicht davon absieht, dass sich Zuffanti natürlich klangmäßig schon immer in ähnlichen Gefilden bewegt (sein Soloalbum mal ausgenommen).

So wirken die Namen der Musiker, die „The Rime Of The Ancient Mariner, Part One“ eingespielt haben, auch schon wie alte Bekannte. Der Kern stammt von La Maschera Di Cera, Luca Scherani war zuletzt schon bei Höstsonaten, aber auch die Aries aktiv, Simona Angioloni ist Zuffantis Partnerin bei Aries und so weiter. So wird die Musik, die hier erklingt, niemanden überraschen, der schon in der Welt des Fabio Zuffanti zu Hause ist. Schwelgerische Keyboardklänge, die sich in gewaltigen, melodiösen Teppichen ausbreiten, durchaus kreischende und quietschende Tasten-Leads, elegische Gitarren, die sich nur selten in der Vordergrund spielen, aber wenn, mit ergreifenden Soli brillieren und natürlich Zuffantis melodische Basslinien sowie das ebenso verspielte wie druckvolle Drumming von Di Tollo. Folkig angehauchter Italo-Retro-Prog par excellence mit großen, ergreifenden Melodiebögen.

Die Gastmusiker, die ja teils auch schon auf Zuffanti-Werken gespielt haben, allen voran Violinistin Trabucco, bringen weitere Klangfarben ein, wie Streicher, Flöte, Dudelsack. Passende „thematische Geräusche“ wie Segelknarzen, Meeresrauschen und so weiter, illustrieren das Geschehen. Die Sänger runden das Ganze ab. Gerade La Maschera Di Cera-Sänger Alessandro Corvaglia und Aries-Sängerin Simona Angioloni liefern mitreißende Beiträge ab, aber auch der mir bisher unbekannte Davide Merlotto singt begeisternd. Theatralischer, hoch emotionaler Gesang, der der Musik noch die nötigen Gefühlsinfusionen gibt.

Alles in allem wirkt „The Rime Of The Ancient Mariner“ wie ein Überblick über das gesamte bisherige Schaffen des Fabio Zuffanti, in den die besten Momente aller Formationen eingeflossen sind. So ist es vielleicht auch das beste Album aus diesem Umfeld bisher.

Vertont wird hier eine Dichtung von Samuel Taylor Coleridge und die Texte entsprechen den Teilen des Gedichts, die hier vorgetragen werden. Dabei ist das vorliegende Album erst die erste Hälfte (eben „Part One“) des Gedichts. Drei weitere Kapitel und ein Epilog stehen noch aus.

Vorbildlich auch wieder das optische Erscheinungsbild: Ein Klapp-Cover-Digipak in angenehmen Grün- und Gold-Tönen, mit schönen Schiffsbildern, ein Booklet mit den Texten und die CD separat im Papierschuber verpackt. Sehr wertig.

Anspieltipp(s): durchhören!
Vergleichbar mit: siehe Text: dem Zuffanti-Universum
Veröffentlicht am: 29.4.2012
Letzte Änderung: 29.4.2012
Wertung: 12/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Höstsonaten

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1997 Höstsonaten 9.00 2
1998 Mirrorgames 9.00 1
2002 Springsong 11.00 3
2008 Winterthrough 10.00 1
2009 Autumnsymphony 12.00 1
2011 Summereve 9.50 2

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