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Rick Wakeman

Criminal Record

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977
Besonderheiten/Stil: instrumental; Konzeptalbum; Klassischer Prog
Label: A&M Records
Durchschnittswertung: 9/15 (2 Rezensionen)

Besetzung

Rick Wakeman keyboards
Frank Ricotti percussion
Alan White drums
Chris Squire bass
Bill Oddie vocals on 5
Ars Laeta Choir of Lausanne

Tracklist

Disc 1
1. Statue of Justice 6:20
2. Crime of Passion 5:46
3. Chamber of Horrors 6:40
4. Birdman of Alcatraz 4:12
5. The Breathalyser 3:51
6. Judas Iscariot 12:15
Gesamtlaufzeit39:04


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 2)


"Rick Wakeman's Criminal Record" wird von vielen, z.B. in der Newsgroup alt.music.yes als die beste Wakeman-Soloplatte empfohlen. Ironischerweise ist gerade diese eine der wenigen Platten aus Wakemans vielfätigem Oevre, die momentan nicht auf CD erhältlich ist. Zwar war sie wohl eine zeitlang in Japan als CD erschienen, ist aber auch dort nicht mehr im Druck. Allerdings kann man sie hier und da auf Plattenbörsen in der Vinyl-Ausgabe entdecken. Ist der Ruf gerechtfertigt? Ich weiss es nicht, da ich zuwenig von Wakemans Solo-Output kenne, um wirklich vergleichen zu können, aber in der Konkurrenz zu "Journey" oder "Six Wives" braucht sich "Criminal Record" nicht zu verstecken (was nicht so arg viel heisst).

Auf der ersten Seite der LP wird Wakeman unterstützt von den "Yes"-Kollegen Chris Squire am Bass und Alan White am Schlagzeug, die allerdings beide nicht übermäßig auffallen, sondern ihrer Rolle als Session-Musiker gerecht werden. "Statue Of Justice" beginnt mit zerissenem Klavier-dominiertem Intro, danach setzen Bass und Drums ein und Orgel und Synthie übernehmen das Kommando. Stellenweise kommt tatsächlich leichtes "Yes"-Feeling auf, z.B. im Hammond-Solo. Das Fehlen einer Gitarre fällt übrigens nicht weiter auf, da Wakeman mit etlichen Keyboard-Stimmen/-Flächen im Hintergrund ein sehr dichtes, kaum zu entwirrendes Klangbild aufbaut. Leider fadet der Song recht unmotiviert aus, ist aber ansonsten ganz nett anzuhören. "Crime Of Passion" startet als süßliche Instrumentalballade, allerdings ohne richtig seicht zu werden, fällt dann aber via etwas Mollbombast mit Pauken und Synthies in einen störenden Comic-Songteil a la "ELPs" "Benny The Bouncer": schade. Ebenso hat "Chamber Of Horrors" einen Pseudo-Reggae mit piepsigen Synthie-Klangfarben, ansonsten funktioniert es ähnlich wie "Statue Of Horrors". Insgesamt ist die erste Seite recht unterhaltsam und bis auf die gelegentlichen Ausfälle auch musikalisch durchaus hörenswert, insbesondere, da sie sich eher locker nicht ganz so prätentiös-bombastisch wie andere Wakeman-Sachen präsentiert.

"Birdman" ist eine Art Wakeman-Piano-Solo-Stück, allerdings dank Overdubbing Wakeman an mehreren Klavieren gleichzeitig. Eine harmlose kleine Nummer, inspiriert durch einen Lebenlänglich-Häftling, der sich zu einem Vogel-Experten mauserte. "The Breathalyser" versucht durch burleske käsige-synthies und einen kurzen Bluesausflug mit Gesang die Leiden und Wehklage eines nicht mehr ganz nüchternen Autofahrers nachzuvollziehen, der ins Röhrchen blasen muss: der Breathalyser. Eine nicht weiter auffällige Nummer, aber der Hauptanteil der zweiten Seite gehört sowieso "Judas Iscariot", der Nummer über den Verräter eines gewissen Jesus. Mit Kirchenorgel und einem der von ihm so geliebten klassischen Chöre versucht Wakeman, eine angemessene dramatisch-bombastische Stimmung zu beschwören, was nur teilweise gelingt. Das Ganze klingt ein bisschen wie eine Mischung aus "Yes'" "Awaken, "Phantom der Oper" und (im letzten Drittel) Weihnachtslied und überzeugt mich nicht so recht, ist aber auch nicht richtig schlecht oder vollkommen daneben.

Auf jeden Fall kann man "Criminal Record" gut anhören und ohne schlechtes Gewissen ein paar Mark auf dem Flohmarkt dafür ausgeben, aber viel mehr auch nicht.

Anspieltipp(s): Statue Of Justice
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.6.2002
Letzte Änderung: 6.6.2002
Wertung: 8/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 2 von 2)


Seit einigen Jahren ist Criminal Record wieder auf CD erhältlich, so dass ich noch ein paar Worte dazu verlieren möchte. Meine CD-Ausgabe erschien 2014 bei Real Gone Records und kommt mit einem ausführlichen Booklet, das neben den Liner Notes der Originalausgabe noch weitere Hintergrundinformationen enthält.

Für Criminal Record stand Wakeman ein vergleichsweise geringes Budget zur Verfügung, und zur Finanzierung der Produktion musste er einiges von seinem Besitz verkaufen oder Hypotheken aufnehmen. Möglicherweise ist das ein Grund für die im Vergleich zu seinen vorherigen Soloalben „schlanke“ Besetzung, die ansonsten neben Frank Riccotti an der Percussion im Wesentlichen nur noch seine Bandkollegen Chris Squire und Alan White umfasst, die allerdings nur auf den ersten drei Stücken auftreten. Ansonsten gibt es noch einen kurzen Gesangseinsatz auf Breathalyser und den Chor im Schlusstrack.

Wie der Titel schon andeutet, liegt dem Album das Thema Verbrechen zugrunde, das in verschiedenen Aspekten beleuchtet wird (sofern dieser Ausdruck nicht zu hochtrabend ist): die Statue der Justitia am Old Bailey in London; Verbrechen aus Leidenschaft; die Horrorkammer in Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett mit dem Modell einer Guillotine; der im Gefängnis zum anerkannten Vogelkundler gewordene „birdman“ Robert Stroud; der „Breathalyser“ zum Nachweis von Alkohol; schließlich der zum Verräter gewordene Jünger Judas. Inwieweit die musikalische Umsetzung dem gerecht wird, sei dahingestellt, die Musik als solche ist jedenfalls sehr unterhaltsam. Es ist eine Freude, Wakemans vielfältigen Tastensounds zu lauschen, von flinken Klavierläufen (besonders schön in Birdman of Alcatraz, das ausschließlich mit Klavier instrumentiert ist) über kräftige Orgel und sattes Mellotron bis zu den typischen queitschigen Moog-Solos. Nicht zu vergessen die mächtige Kirchenorgel in Judas Iscariot! Neben vielen klassischen Einflüssen ist die Musik auch immer wieder von burlesken Einfällen durchsetzt, wie der kirmesartigen, leicht dissonanten Sequenz in Chamber of Horrors. Gut, nicht alles klingt nach heutigen (vielleicht auch nicht nach damaligen) Maßstäben geschmackvoll, aber Wakemans Tastenkünste sind dann doch zu eindrucksvoll, um sich an solchen Kleinigkeiten aufzureiben.

Criminal Record gehört sicherlich zu Wakemans besten Soloalben. Das mag angesichts späterer lauer Ergüsse des Herrn mit dem Glitzercape nicht viel bedeuten, aber auch so ist es eine empfehlenswerte Scheibe Tastenprog.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 30.3.2017
Letzte Änderung: 30.3.2017
Wertung: 10/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Rick Wakeman

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1971 Piano Vibrations 1.00 2
1973 The Six Wives Of Henry VIII 11.33 3
1974 Journey To The Center Of The Earth 9.50 4
1975 Lisztomania 7.00 2
1975 The Myths and Legends of King Arthur and the Knights of the Round Table 5.75 5
1976 No Earthly Connection 10.33 3
1977 White Rock 10.00 1
1979 Rhapsodies 7.00 1
1981 The Burning 8.00 1
1981 1984 7.50 4
1982 Rock n' Roll Prophet - 1
1983 Cost of living 6.00 1
1983 G'ole! 9.00 1
1984 Crimes of Passion 5.00 1
1985 Silent Nights 8.00 1
1985 Live at Hammersmith 9.00 1
1986 Country airs (1986) 9.00 1
1987 The Gospels 1.67 3
1987 The Family Album 5.00 1
1988 Zodiaque 5.00 1
1988 Time Machine 3.00 1
1988 A Suite of Gods 5.00 1
1989 Sea Airs 6.00 1
1989 Black Knights at the Court of Ferdinand IV 9.00 1
1990 In the beginning - 1
1990 Night Airs 5.00 1
1991 African Bach 6.00 1
1991 2000 A.D. Into the Future 9.00 1
1991 Aspirant Sunrise 5.00 1
1991 Aspirant Sunset 4.00 1
1991 Aspirant Sunshadows 4.00 1
1991 Softsword (King John and The Magna Charter) 4.00 1
1991 The Classical Connection 4.00 1
1992 Country Airs (1992) 7.00 1
1993 The Classical Connection 2 7.00 1
1993 Classic tracks 8.00 1
1993 Heritage Suite 9.00 1
1993 Prayers 5.00 1
1995 The New Gospels 4.00 1
1995 The Seven Wonders of the World 8.00 1
1995 In Concert 9.00 1
1995 Visions - 1
1996 Fields of green 8.00 1
1996 Orisons - 1
1996 The Word And Music - 1
1996 Greatest Hits 5.00 1
1997 Tribute 3.00 1
1998 Themes 6.00 1
1999 The Art In Music Trilogy 3.00 1
1999 The Natural World Trilogy 2.00 1
1999 Return To The Centre Of The Earth 6.33 3
2000 Christmas Variations - 1
2000 Preludes to a century 8.00 1
2000 Chronicles of Man 10.00 1
2001 Rick Wakeman. Classic Rock Legends (DVD) 5.00 1
2001 Journey to the Centre of the Earth. Collectors Edition. (DVD) 10.00 2
2001 Classical Variations 3.00 1
2001 The legend - Live in concert 2000 (DVD) 8.00 1
2002 Songs of Middle Earth 3.00 1
2002 The Real Lisztomania 7.50 3
2002 The Missing Half 11.00 2
2002 Almost Classical - 1
2002 Medium rare 4.00 1
2002 The Oscar Concert 8.00 1
2003 Out There 6.50 4
2004 Out There (DVD) 7.00 1
2006 Retro 9.00 2
2007 Retro 2 9.00 1
2007 Video Vault 7.00 1
2009 The Six Wives Of Henry VIII - Live At Hampton Court Palace 12.00 1
2012 In The Nick Of Time - Live In 2003 - 1
2012 Journey To The Centre Of The Earth (Studioaufnahme) 11.00 1
2016 The Myths and Legends of King Arthur and The Knights of the Round Table 13.00 1

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