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24186 Rezensionen zu 16533 Alben von 6440 Bands.
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Yes

Drama

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1980
Besonderheiten/Stil: HardRock; Klassischer Prog
Label: Atlantic Records
Durchschnittswertung: 11.5/15 (8 Rezensionen)

Besetzung

Geoff Downes Keyboards
Trevor Horn Gesang
Steve Howe Gitarre, Gesang
Chris Squire Bass, Gesang
Alan White Schlagzeug

Tracklist

Disc 1
1. Machine Messiah 10:27
2. White Car 1:21
3. Does It Really Happen? 6:34
4. Into The Lens 8:31
5. Run Through The Light 4:39
6. Tempus Fugit 5:14
Gesamtlaufzeit36:46


Rezensionen


Von: Udo Gerhards (Rezension 1 von 8)


Nach dem unbefriedigenden (für mich: vollkommen mißlungenen) Album "Tormato" rumorte es wieder bei "Yes". Nach entäuschend verlaufenen Post-"Tormato"-Sessions in Paris verliessen Tastenmann Rick Wakeman und Sänger Jon Anderson, für viele die Personifizierung von "Yes", die Band. Die drei restlichen Yesser Steve Howe, Chris Squire (das einzige verbliebene Gründungsmitglied) und Alan White wollten weitermachen und fragten kurzerhand das New Wave-Duo "Buggles", das mit "Video Killed The Radio Star" einen großen Hit gehabt hatte, ob sie nicht einspringen wollten. Dabei hatten Trevor Horn und Geoff Downes "Yes" nur angesprochen, weil sie der Band zwei Songs verkaufen wollten; und jetzt fanden sie sich als Sänger bzw. Keyboarder von "Yes" wieder.

"Drama" präsentierte sich bedeutend rockiger und konziser, als alles, was "Yes" seit den ersten zwei oder drei Alben präsentiert hatten. Der Sound näherte sich mehr dem Power Trio-Sound (Gitarre, Baß, Schlagzeug) an, die Keyboards traten in den Hintergrund, obwohl sie sowohl mit geschmackvollen Sounds als auch virtuoser aber nicht aufdringlicher Technik von Geoff Downes bedient wurden: Schwirrende Orgel-Akkorde, sirrende Synthie-Streicher, konzises Klavier.

Steve Howe bietet wieder einige spektakuläre Gitarren-Kunststücke und ist dabei noch exakter als auf vielen "Yes"-Nummern. Was auffällt, ist wie energetisch und elektrisch das Album klingt. Die akustische Gitarre spielt nur eine ganz untergeordnete Rolle, aber auch insgesamt ist das bombastische Pathos einem düsteren, heftigeren Ansatz gewichen, vielleicht doch eine Auswirkung des Zeitgeistes.

Zweifellos einer der dominierenden Faktoren auf "Drama" ist Chris Squires Bass bzw. Bass-Sound: kräftig und treibend (insbesondere auf "Does It Really Happen?") klirrt der "Rickenbacker". Die Drums klingen durch und durch nach Alan White: durckvoll und rockig, vielleicht nicht mit allzuviel Rafininesse gespielt, aber exakt und kompakt. Nur der allzu trockene, knochenharte Sound des Schlagzeugs stört mich persönlich etwas.

Weiterhin gewöhnungsbedürftig ist Trevor Horns Stimme, zumindest, wenn man "Yes"' sonstigen Stammsänger Jon Anderson zum Vergleich heranzieht. Sie klingt etwas gepresster und bemühter, passt aber gut zur Musik. Vielleicht wäre Andersons Organ für die knackigere Musik doch zu sanft, engelsmäßig gewesen. Aber die Abwesenheit von Anderson wirkt sich nicht nur auf den Gesang aus. Auch die Texte wirken weniger mystisch und abgespaced, wenn auch nicht unbedingt weniger obskur ("I am a camera"...).

Insgesamt reicht die Musik vom härteren "Machine Messiah" mit epischen Dimensionen über das skizzenhafte "Man In A White Car" zum treibenden, unruhigen "Tempus Fugit", ohne daß ziwschendrin ein größerer Qualitätsabfall zu finden wäre.

Für mich ist "Drama" ein überaus interessantes, empfehlenswertes Album, das eine weitere Richtung aufzeigt, in die "Yes" hätten gehen können. Im Fanlager ist die Platte heftig umstritten. Allerdings gibt es viele, die es für ein gutes oder sogar eines der besseren Yes-Alben halten, und ich kann mich diesen nur anschließen.

P.S.In der Newsgroup alt.music.yes hat sich sogar eine informelle Vereinigung ("The Order Of The Panther", nach dem Panther auf dem "Drama"-Cover) gebildet, die dort in den sogenannten Faction-Wars das Album gegen die vehementen Angriffe anderer "Yes"-Fans verteidigt hat. Nachdem die Panther-Aktivitäten in der letzten Zeit etwas eingeschlafen waren, wurden sie wieder geweckt, als "Geoff Downes" ("St. Geoff") höchstpersönlich kurze Zeit in alt.music.yes mitmischte.

Anspieltipp(s): Does It Really Happen?
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 6.6.2002
Letzte Änderung: 2.8.2004
Wertung: 9/15

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Von: Jörg Schumann @ (Rezension 2 von 8)


Es war einmal eine grossartige Progband, die bescherte der Musikwelt mehrere unvergessliche Alben, Meilensteine der Musikgeschichte. Dann galt es moderner zu werden, einfacher auch, schlicht hörbarer für das breite Publikum. Zweimal versuchte sich der Dinosaurier an dieser Aufgabe, vergebens. Beidemale wurde eine eher dürftige Platte produziert, die mit Ausnahme eines Stückes weder den alten Anhängern der Gruppe gerecht wurde, noch die gestellte Aufgabe erfüllen konnte. Die Band fiel auseinander. Welch ein Drama. Zwei neue Mitstreiter wurden ins Boot geholt. Konnte das gutgehen? Und wie.

DRAMA wurde geboren.

Ich habe beinahe 15 Jahre einen Bogen um dieses Album gemacht. Warum weiss ich auch nicht. Aber ich bin froh drum. Denn so konnte ich jetzt ein neues YES-Album entdecken, das die aktuellen outputs der Band bei weitem in den Schatten stellt.

"Machine Messiah" ist der härtere Bruder von Awaken. Spannung zu Anfang, wie in einem Krimi, dann hymnischer Gesang zu treibendem Schlagzeug, pumpendem Bass und schriller Gitarre. Mal eine Orgelkadenz, mal rollende Hammondtupfer und schliesslich das sich antwortende Doppelsolo von Keyboard und Rickenbackerbass mit eingestreutem Sforzando der Gitarre. Grossartig. Intelligente Breaks variieren immer wieder das Tempo bis schliesslich bombastische Mellotronakkorde das Stück in ein ruhiges, von akustischer Gitarre und Gesang getragenes Zwischenspiel führen. Abschliessend nochmals Tempo, alles wird in die Waagschale geworfen, weniger monumental als Awaken, dafür rockiger und härter, aber genauso packend.

Und der Klang und die Produktion sind sowieso über jeden Zweifel erhaben. Sehr druckvoll, dicht, sauber und klar.

"White car" könnte von seiner Art her gut als Filmmusik durchgehen. Der Gesang müsste weg, dann würde das passen... Ist ganz nett.

Mit "Does it really happen?" machen Yes da weiter, wo "Machine Messiah" aufgehört hat. Treibender, schleppender Groove, ein krummer Takt im Refrain, toller Instrumentalteil mit schnarrender Bassgitarre und "kesselnden" drums, interessanten Vokalharmonien, Xylophon (keyboard? Synthesizer?) und abschliessendem Basssolo. Selten war Squire so weit im Vordergrund zu hören, hat sein Spiel die Stücke teilweise derart dominiert wie auf Drama.

"Into the lens" ist ein weiterer Klassesong. Snarewirbel zu Anfang, präzise auf den Punkt gespielte, synchrone Breaks und Akkorde. Der Refrain und Teile der Songstruktur erinnern mich stark an Supertramp. "I am a camera" von Geoff Downes durch den vocoder gesungen ist witzig. Das Stück ist aber vor allem bei den eben erwähnten instrumentalen Interludes stark.

"Run through the light" gefällt mir persönlich nicht so gut. Ist irgendwie zerrissen, nichts passt zusammen, Stimme und Instrumente spielen aneinander vorbei, das Gitarrensolo lässt jeglichen Esprit vermissen und Squire brummt irgendwo im Keller vor sich hin. Obwohl das Stück durchaus eine gewisse Komplexität und Vielfalt in Bezug auf seine Metrik und Linien hat, wird dies nicht so umgesetzt, dass das Stück überzeugen kann. Es zerfällt vielmehr in Einzelteile. Schade.

"Tempus fugit" macht abschliessend den Titel zum Programm und fetzt temporeich aus den Lautsprechern. Hier klingen die Keyboardläufe mal wieder nach Wakeman, obwohl der seinen Hut genommen hat. Ansonsten spielt der neue Tastenmann Downes sehr im Dienste der Band und des Songs, ohne sich allzugross in den Vordergrund zu drängen. Die Stimme erinnert wie sehr oft auf diesem Album an Jon Anderson, obwohl der ebenfalls nicht mehr mit dabei ist. Trevor Horn singt an seiner statt. Und für das ungeübte Ohr scheint diesbezüglich auch alles beim alten geblieben zu sein. Immer noch sind die hohen Stimmlagen dominierend und geben den Stücken den unverwechselbare Yes-touch.

Ein rundum gelungenes, klangtechnisch und kompositorisch überzeugendes Album, das in vorher und später nicht mehr erreichter Art und Weise den Prog der alten Yes mit dem Poprock der 80er Jahre verschmelzt.

Ach ja, und das cover : Roger Dean durfte wieder den Pinsel führen und siehe da : mit dem "richtigen" Bild kam auch der "richtige" Ton zurück. Oder umgekehrt ? Egal. Was bleibt ist eine Kaufempfehlung und der Hinweis, dass dieses Album jeder Progfan kennen sollte. Ist zudem wohl das geeignetste für alle Einsteiger, die Yes kennenlernen wollen. Von Drama ausgehend kann man sich dann entscheiden, ob man in der Zeit lieber rückwärts oder vorwärts gehen will

Anspieltipp(s): machine messiah
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 11.6.2003
Letzte Änderung: 11.6.2003
Wertung: 11/15

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Von: Jochen Rindfrey @ (Rezension 3 von 8)


Yes ohne Jon Anderson? Für manchen Fan sicher ein Sakrileg. Wobei die Frage ist, ob das Fehlen von Jon Anderson (und Rick Wakeman) oder eher deren Ersetzung ausgerechnet durch die BUGGLES das eigentliche Sakrileg ist. Jedenfalls hatten mich die neuen Yes-Musiker zunächst reichlich skeptisch gestimmt - zu Unrecht. Denn auf "Drama" schaffen Yes, was auf dem grauslichen "Tormato" völlig in die Hose ging: den typischen Yes-Sound zu modernisieren und in ein "kompakteres" Format zu bringen. Mit "kompakt" meine ich dabei nicht unbedingt die Länge der Songs, die sind ja im Vergleich zum Vorgängeralbum teilweise wieder deutlich länger geworden. Es sind die Songstrukturen, die nicht mehr so ausladend wirken, die Musik ist rockiger und griffiger geworden, was vielleicht auch daran liegt, dass die Keyboards zu Gunsten von Gitarre und Bass etwas in den Hintergrund getreten sind. Dabei müssen keine Abstriche an der musikalischen Qualität gemacht werden, im Gegenteil: Stücke wie "Machine Messiah", "Into The Lens" oder "Tempus Fugit" brauchen sich vor den großen Yes-Klassikern nicht zu verstecken. Aber ob man die jemals auf einem Yes-Konzert hören wird?

Anspieltipp(s): Machine Messiah, Into The Lens
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 2.2.2004
Letzte Änderung: 2.2.2004
Wertung: 10/15

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Von: Andreas Pläschke @ (Rezension 4 von 8)


Auch diese CD liegt nun erneut remastert und mit Bonustracks versehen vor. Als Yes-Fan mit besonderem Hang zu Andersons Stimme war diese Scheibe bei ihrer Erstveröffentlichung für mich ein Problem, und auch heute denke ich, klasse Teil, das großartig geworden wäre, wenn... Aber Schwamm drüber, zumindest im Studio schafft es Trevor Horn, gesanglich zu überzeugen, er hat eine Stimmlage zwischen Anderson und Squire und passt daher auch im Chorgesang gut zur Band. Auch Downes als Keyboarder spielt sehr teamtauglich und bringt interessante Varianten ein, die zeigen, dass er von den Buggles her moderne Sounds kennt, die auch im YES-Kontext prima wirken (z.B. VOCODER). Also volle Zustimmung zu Udo und den anderen, die Platte ist ein Highlight in der YES-Geschichte!

Als Bonustracks kommen hier die Singleauskopplungen, Backingtracks und Teile der "Paris-Session" von 1979 mit Anderson und Wakemann zum Einsatz.

"Into the lens" als Single beginnt mit der Einblendung der Strophe "There, by the waterside.." und endet nach guten dreieinhalb Minuten mit dem Trommelwirbeln, die in der Originalversion bei Minute 5 zu hören sind. Etwas anders im Mix, wenn meine Ohren mich nicht täuschen, aber nicht so viel anders, als das es groß auffallen würde.

Stärker verändert ist "Run through the light", es gibt mehr streicherartige Synths in einigen Passagen, im Chorus ersetzen diese die Gitarre von Howe - eine interessante Alternative zur LP-Version.

"Have we really..." & "Song No. 4" entstanden im April 1980 noch ohne die Buggles und sind instrumental. Die synthieähnlichen Sounds stammen wohl von Steve Howes Effektgeräten. Beides sind straighte Rocker, leben von der Gitarre, und manche Wendungen klingen eher nach New Wave: mir kam beim ersten spontan DEVO in den Sinn. Also hübsche Ausflüge in die Werkstatt.

"Tempus fugit" scheint live im Studio gespielt zu sein, ohne die ganzen Synthieeffekte, aber trotzdem gut anzuhören. "White car" ist eh mein Favorit hier, eine wunderschöne stimmungsvolle Gesangsübung. Hier kommt sie noch trauriger daher und Horn singt das wirklich klasse.

"Dancing throught the light" ist der erste Song aus Paris und ein Vorläufer von "Run through the light". Hier gibt es die Synthieeröffnung mit Quitschbirotron (oder Polymoog) im Plastiksound. Dafür wurde Anderson weit nach hinten gemischt und elektronisch so verfremdet, dass er kaum noch erkennbar ist (wirkt aber klasse) und Steve Howe kommt gar nicht vor (obwohl als Autor mit aufgeführt).

"Golden tower" geht wieder Richtung "Tormato" - hymnische Synthieeröffnung (Udo halt lieber die Ohren zu, Wakemann spielt Polymoog ;->) - aber sehr schnell wird es eine typische Anderson-Ballade mit Gitarrenuntermalung, hätte sehr gut auf "Song Of Seven" gepaßt. "In the tower" ist getragen, versucht klassisch daherzukommen, besteht aus Kirchenorgelklängen (elektronisch) und Anderson - nicht wirklich weltbewegend. "Friend of a friend" ist wieder ein flotter Track in der Tradition von "Going for the One, "Future Times" und Ähnlichem, ausgearbeitet eine schöne Ergänzung zu den LPs "Tormato" oder "Going for the One", manche Gesangslinien verwendet Anderson später auf Solo-Werken oder bei "Jon & Vangelis". Aber auch hier wieder diese Quitschesounds von Wakemann.

Wenn man das Originalwerk mit den Studiosessions vergleicht: Downes war weitaus moderner als Wakemann, hatte die besseren Sounds. Nur Anderson, der hätte doch bleiben sollen ;-)

Anspieltipp(s): Into the lens, White car, Tempus fugit
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 25.2.2004
Letzte Änderung: 25.2.2004
Wertung: 11/15

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Von: Thomas Kohlruß (Rezension 5 von 8)


Meine Vorrezensenten haben ja die seltsame Geschichte dieses Albums schon aufgerollt, darauf kann ich an dieser Stelle also verzichten. Wer in meine "All-Time-Faves" auf der Rezensenten-Seite geschaut hat, der wird gemerkt haben, dass dort "Drama" unter meinen Top-15 auftaucht, daher dürfte auch klar sein, dass dies keine negative Rezi wird ;-)

Nachdem ich über die "90125" zu Yes und zum Prog überhaupt gekommen bin, habe ich mir nicht allzu lange danach auch "Drama" zugelegt. Über die Hintergründe wusste ich damals gar nichts und ich habe zuerst nicht mal erkannt, dass da nicht Jon Anderson singt. Im Nachhinein kann ich das nur auf unaufmerksames Zuhören und den gewissen Ähnlichkeitseffekt von Trevor Horns Stimme schieben.

"Drama" steht für mich trotz aller seltsamen Vorzeichen und Umstände auf einer Ebene mit den Klassikern der Band. Warum das so ist? Hauptsächlich deshalb, weil dieses Album durch seinen so anderen (Heavy-)Sound ein Monolith unter den Yes-Alben ist und weil dieses Album die Jahre unbeschadet übersteht und für mich heute noch so dynamisch-unverbraucht klingt wie damals, als ich es kennengelernt habe.

"Machine Messiah", das härtere "Awaken" (sehr richtig, Jörg), "Does It Really Happen?" und vor allem die, auch als Singles veröffentlichten, Kracher "Into The Lens" und "Run Through The Light" sind Yes-Klassiker, in denen sich die kompositorische Vielfalt von "Close To The Edge" mit groovigem Rock-Sound verbindet. In dieser Form finde ich das einmalig. Das kurze Zwischenspiel "White Car" und der frickelig-unruhige Parforce-Ritt "Tempus Fugit" runden dieses Album perfekt ab.

Wie die Kollegen schon schrieben: Nie klangen Yes besser, nie war Howe transparenter und exakter, nie war Squire so dominant. Geoff Downes Keyboardarbeit ist ein Genuss mit allerlei zunächst unauffälligen Gimmicks, die aber nach und nach zu Tage treten. Dazu kommt der eine oder andere vorweggenommene Asia-Sound, was hier einen eher exotischen Akzent setzt. Trevor Horn ist nicht so weit weg von Jon Anderson und in Verbindung mit dem Chorgesang der anderen Yesser ist auch der Gesang kein Schwachpunkt.

Einzige wirkliche Kritikpunkte: Das Album ist leider ziemlich kurz geraten und durch seinen so völlig anderen Auftritt könnte es schwer verwirrend auf Yes-Novizen wirken (und ist daher als Einstiegsalbum mit Vorsicht zu geniessen).

In 2004 erschien nun die von Andreas bereits beschriebene "expanded & remastered"-Version, die für Fans von Yes und speziell dieses Albums natürlich ein Muss ist: Der ohnehin schon tolle Sound des Originalalbums präsentiert sich nochmals verbessert.

Die Bonustracks sind ohne Ausnahme interessant und bieten keinerlei Füllmaterial. Die beiden Single-Auskopplungen ("Into The Lens" und "Run Through The Light") zeigen leichte veränderte (und gekürzte) Versionen, die auch nicht schlecht sind. "Have We Really Got To Go Through This" und "Song No. 4" offenbaren eine ungewohnt rockige Power-Trio-Seite mit einer gehörigen Portion Rock'n'Roll-Feeling.

Die Demo-Aufnahmen der "Tormato"-Besetzung zeigen, dass zwar Jon Anderson sicherlich der bessere Sänger gegenüber Trevor Horn ist, aber auch er kann den leicht schalen, pseudo-modernen Kompositionen kein Leben einhauchen. Anscheinend: falsche Zeit, falscher Ort, falsche Personen, falscher Produzent, die Luft war 'raus... und wenn "Drama" nicht diesen völlig anderen Weg genommen hätte, wäre dies vielleicht das endgültige Ende von Yes gewesen.

Sei es wie es sei: "Drama" ist bis heute mein Lieblingsalbum von Yes geblieben und findet wieder und immer wieder den Weg in meinen Player. Highly recommended!

Anspieltipp(s): Into The Lens, Run Through The Light
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 31.7.2004
Letzte Änderung: 31.12.2004
Wertung: 14/15
Wertung für das 2004er Re-Issue; das Original müsste vielleicht mit einem Punkt weniger auskommen

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Von: Nik Brückner @ (Rezension 6 von 8)


Nachdem die Sessions in Paris Ende 1979 gescheitert waren und Anderson und Wakeman Yes den Rücken zukehrten, wandten sich Steve Howe, Chris Squire und Alan White den zuvor von Anderson und Wakeman abgelehnten Songs zu: "Run Through the Light", ein Song, der noch auf die Zeit mit Patrick Moraz zurückging, "Does It Really Happen?" und "Tempus fugit" sowie "(Have We Really Got To) Go Through This", ein Song, der nicht ganz auf Augenhöhe mit dem restlichen "Drama"-Material war und es deshalb nur auf die Bühne geschafft hat, nicht aber aufs Album. Dazu kamen einige andere, die niemals über die Demo-Phase hinauskamen, "Song No. 4 (Satellite)" zum Beispiel, das auf der Rhino-Ausgabe erschienen ist, oder "Crossfire", auf "In a Word: Yes (1969 - )" zu hören.

Während der Arbeiten waren bekanntlich die Buggles im Studio nebenan und Trevor Horn versuchte, Yes einen Song namens "(We Can) Fly from Here" anzudrehen. Squire, Howe und White tricksten die Buggles daraufhin in die Band - auch wenn "(We Can) Fly from Here" nicht auf "Drama" landete. Immerhin steht es nun, Mitte Juni 2011, in einer ausgebauten Version zur Veröffentlichung an.

Hauptstück von "Drama" und Eröffnungstitel ist "Machine Messiah", ein 11minüter, dessen Kern letztlich auf eine Idee von Downes und Horn zurückgeht, die dann aber von allen Bandmitgliedern ausgebaut wurde. Eine für Yes typische Arbeitsweise: Die ganze Band setzt sich zusammen und faltet eine kleine Idee zu einem epischen Longtrack aus. Zum Beispiel geht die Instrumentalpassage im Mittelteil, wo zwischen 9/8, 7/8 und 12/8-Takten hin- und hergewechselt wird, auf Alan White zurück. Dies ist das letzte Mal, dass diese Arbeitsweise ein rundum überzeugendes Ergebnis hervorbringen sollte.

Jörgs Idee, dass "Machine Messiah" so etwas wie der düstere Bruder von "Awaken" ist, finde ich ziemlich spannend: Allein der Anfang basiert auf drei tiefen, aufsteigenden Tönen, die machtvoll von Howes Gitarre vorgetragen werden. Dem gegenüber stehen die fein perlenden, absteigenden drei Töne, auf denen Rick Wakemans Klavier-Intro von "Awaken" basiert. Und ich wette, dass man bei genauerem Vergleich noch mehr solcher Beobachtungen machen kann!

Das auf Gary Numan anspielende "White Car" war ein weitgehend fertiggestellter Downes/Horn-Song, an dem nicht mehr viel gemacht werden musste. Einen weiteren Ausbau erfuhr der Song später auf einem Solo-Album Downes', diese Version ist allerdings verzichtbar.

"Does It Really Happen?" kommt von der Yes-Hälfte und stammt wohl schon aus der Zeit, in der Patrick Moraz noch der Keyboarder der Band war. Eine frühe Fassung ist unter dem Titel "Everybody's Song" auf der Rhino-Ausgabe von "Tormato" zu hören und es wird mit guten Gründen spekuliert, dass jene Aufnahme aus der Zeit zwischen "Relayer" und "Going for the One?" stammt. Für mich ist "Does It Really Happen?" das heimliche Glanzstück auf "Drama": Schon der Anfang bringt den Hörer mit seinem Staccato im Wechsel von 2/4-, 3/4- und 5/4-Takten total durcheinander, der Refrain (hat der Song eigentlich einen?) kann sich nicht entscheiden, ob er im 6/8- oder im 5/8-Takt stehen will, und dann singen die auch noch über diesem vertrackten Intro-Teil. Großartig – die 70er-Yes ein letztes Mal in Höchstform.

Der dritte Buggles-Song ist "Into the Lens": Bekanntlich findet es sich in einer anderen Fassung und unter dem Titel "I Am a Camera" auch auf dem Buggles-Album "Adventures In Modern Recording". "Into the Lens" ist, auch wenn es oft nicht so gut wegkommt, ein kleines Lehrstück im Umgang mit Rhythmus und Metrum: Die erste Strophe etwa steht im 3/4-Takt, und ist so ziemlich das undreivierteligste, was ich kenne. Das wird auch gleich von der Band bestätigt, die die zweite Strophe entsprechend im 4/4-Takt spielt. Supersubtil das alles, denn mitbekommen tut man den Wechsel nicht wirklich. Dazu wechselt die Band immer wieder in neue Tonarten, spielt den Refrain mal in Dur, mal in Moll, die Vokalharmonien sind reichlich seltsam - dabei ist das ganze Ding Understatement pur! Beispielhaft dafür, wie man Prog spielen kann, ohne dass es einer mitbekommt. Hier zeigt sich ein letztes Mal das ganze Können der Band, bevor sie sich in die seichten 80er Jahre verabschiedete.

Ein wenig schlichter geht es dann bei "Run Through the Light" zu, das mit seiner seltsam poppigen Melodie eigentlich den Verdacht weckt, von der Buggles-Seite zu stammen. Aber eine frühe Fassung unter dem Titel "Dancing through the Light" wurde bereits während der Paris-Sessions mit Anderson und Wakeman gespielt. Der Song ist vielleicht nicht der eindrücklichste auf "Drama", aber er macht einiges wett durch seine Seltsamkeit und die Brüchigkeit, mit der ihn die Band vorträgt.

"Tempus Fugit" ist der eigentliche Durchhänger auf "Drama": Abgesehen von einer harmonisch nicht unspannenden Einleitung und einigen schnellen Keyboardläufen bietet der Song wenig, was für den Progfan interessant ist. Auch fand ich die Betonung des Wortes "Yes" im Text immer ein wenig genant, ganz so als hätte die Band es nötig gehabt, zu betonen, dass man auch ohne Anderson und Wakeman Yes sein könne. Allerdings ist "Tempus Fugit" auch ein Fan-Liebling, was wohl auf den äußerst energetischen, dynamischen Stil des Songs zurückgeht. Der hängt natürlich vor allem mit dem Tempo des Songs zusammen - "Tempus Fugit" ist der schnellste Song auf "Drama", atemlos gesungen von einem Trevor Horn in Hochform -, aber auch mit den ständig sich kreuzenden auf- und absteigenden Melodien, die vor allem das Keyboard, aber auch Gitarre und Gesang beisteuern.

"Drama" ist die letzte als Prog-Album vollkommen überzeugende Yes-Scheibe gewesen und das Album, das unter Beweis stellte, wie wichtig Steve Howe für Yes war - und bis heute blieb. Denn im Vergleich mit, sagen wir, "Time an a Word", "Close to the Edge" und "Relayer" und "90125" kann man deutlich hören, dass der Austausch des Gitarristen bei Yes auf die Musik der Band weit mehr Einfluss hatte als etwa der Austausch eines Keyboarders. Oder der des Sängers.

Anspieltipp(s):
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 15.6.2011
Letzte Änderung: 23.3.2013
Wertung: 12/15
Das letzte der großen Yes-Alben

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Von: Markus Peltner @ (Rezension 7 von 8)


Wieder mal eine neue Besetzung von "Yes". Jon Anderson und Rick Wakeman hatten die Band verlassen, da sie die Aktivitäten der Band nach "Tormato" für nicht gut genug hielten. Die restlichen Drei, Howe, Squire und White wollten jedoch weitermachen. Und so passierte es, dass die "Buggles" in Gestalt von Trevor Horn und Geoff Downes, die gerade mit "Video Killed The Radio Star" einen großen Hit gelandet hatten und im selben Studio Aufnahmen tätigten, den drei restlichen Yes-Mitgliedern einen Song verkaufen wollten. Dieser wurde geprobt, fand allerdings nicht seinen Weg auf die Platte, stattdessen wurden Horn und Downes kurzerhand als Ersatz für Anderson und Wakeman engagiert. Eine Bandzusammenstellung, die es so nur auf "Drama" gab.

Was die Fünf da allerdings ablieferten ist ganz große Musik. Die CD ist klasse und wohl die letzte von "Yes", die uneingeschränkt dem Progressive Rock zugeordnet werden kann.

Es beginnt mit "Machine Messiah", einem Stück in alter Yes-Manier. Wunderschöne Melodien gepaart mit Rhythmus- und Stilwechseln. Bombast gepaart mit ganz leisen Tönen, perfekt eingespielt. Ein Stück, was von der ersten bis zur letzten Minute Spaß macht. Und ist "Machine Messiah" mit seinen knapp zehneinhalb Minuten das längste Stück des Albums, so folgt mit "?White Car" gleich der kürzeste Track. "White Car" ist orchestral instrumentiert, ein schöner, kleiner und ruhiger Song, ein perfektes Gegenstück zum Bombast des Vorgängers.

"Does It Really Happen?" beginnt mit einem Basslauf und stellt danach einen typischen Yes-Song der 70er Jahre da. Verschachtelt und schräg verlassen die Töne jetzt die Boxen und es ist auch längst nicht mehr so melodiös wie bei den beiden vorherigen Nummern. Trotzdem eine gute Nummer.

Was dann folgt, ist eines der Höhepunkte des Albums: "Into The Lens". Eine herrlich schwebende Nummer, abwechslungsreich und von der ersten bis zur letzten Sekunde perfekt durchkomponiert. Schräg ist dieses Mal der Text: "I Am A Camera", was "Yes" uns damit wohl sagen wollen? Das Stück geizt nicht mit tollen Melodien und ist jedes Mal wieder ein absolutes Hörerlebnis.

Auch das nächste Stück weiß zu überzeugen. "Run Through The Light" ist ein Track, der meist mehrstimmig in einer Art Chor der Musiker eingesungen wurde. Klasse auch hier die Tempiwechsel, treibende Teile wechseln sich dabei mit herrlich schwebenden Passagen ab, die ihrerseits dann nur mit Gitarre und Keyboards instrumentiert sind.

Bliebe noch das letzte Stück der Platte: "Tempus Fugit". Und wie die Zeit verging, beim Hören dieses Albums. Und sie vergeht jetzt noch rasanter, denn "Tempus Fugit" rockt geradezu. Es ist die schnellste Nummer auf dem Album, nicht die beste, allerdings sicherlich auch kein Ausfall.

Fazit: Ein klasse Album ist "Yes" da zu Beginn der 80er gelungen. Und es klingt wesentlich mehr nach "Yes" als nach den "Buggles". Wer auf die etwas anspruchsvollere Rockmusik steht, der die tollen Melodien aber trotzdem nicht abgehen, der ist mit diesem Album bestens bedient.

Noch was. Die üppigen Bonustracks auf der RHINO-Edition lohnen auch. Zum Teil bekommt man alternative Versionen zu hören, zum Teil Stücke aus der "Tormato-Zeit", auf denen dann auch Jon Andersen singt. Und hier fällt es auch zum ersten Mal richtig auf, das Andersen auf der Platte sonst gar nicht vertreten war. Da hat Trevor Horn seine Sache anscheinend richtig gut gemacht.

Anspieltipp(s): Machine Messiah, White Car, Into The Lens
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 10.9.2011
Letzte Änderung: 2.3.2012
Wertung: 14/15
Für die vielen Bonustracks lege ich sogar noch einen Punkt drauf, damit bekommt "Drama" nun vierzehn Punkte, fast perfekt.

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Von: Marc Colling @ (Rezension 8 von 8)


Als dieses Album erschien war ich erst 22 und trotzdem hatte ich der Band bereits den Rücken gekehrt. Zu groß war die Enttäuschung über die beiden Vorgänger Going for the one und besonders Tormato.

So erstand ich das Album erst vor ein paar Jahren durch Zufall auf dem Wühltisch. Wenn die Ansprüche nicht allzu hoch sind wird man nicht so schnell enttäuscht. Erwartet hatte ich nicht viel, doch was ich bekam war überraschend positiv. Mir wurde schlagartig klar, dass es Yes mit diesem Album verstanden hatten die 70'er Jahre würdig zu verabschieden und die neuen 80'er freudig zu begrüßen. Nun, wenn ich heute daran zurück denke wie wir „alten“ Proggies damals reagiert haben als die Buggles der Band beitraten, naja. Im Endeffekt muss ich zugeben, dass wir Fans diejenigen waren die sich nicht entwickelt haben. Wir wollten ewig weiter Relayer hören. Was aus heutiger Sicht kompletter Schwachsinn war.

Yes schlagen eine mehr als beachtenswerte Brücke zwischen ihrem Prog der alten Schule und der Moderne einer Band wie den Buggles. So hört man in INTO THE LENS klare und absolut typische Keyboardtöne der Buggles. Daneben Steve Howe der sich die Soli nur so aus dem Ärmel schüttelt auf seiner Gitarre. In MACHINE MESSIAH geht es mal richtig hart und rockig zur Sache und im Mittelteil wird nach guter alter Progmanier die A-Gitarre ausgepackt und es werden mit schönen Gesang ein paar märchenhafte Motive gespielt.

Ein absoluter Topsong ist natürlich DOES IT REALLY HAPPEN mit seinem mehrstimmigen Gesang. Krummtakte allenthalben und phantastisch gespielt. Und TEMPUS FUGIT hat nun mal diesen unwiderstehlichen Drive, den die Fans so lieben. Der Song mag in der Historie der Band nicht so wichtig sein, doch durch sein Tempo reißt er einfach mit. Manchmal ist das Einfache das Beste.

Anspieltipp(s): Does it really happen
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 8.9.2016
Letzte Änderung: 8.9.2016
Wertung: 11/15
mit Veränderungen taten sich die Fans schwerer als die Band

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Yes

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1969 Yes 8.40 5
1970 Time And A Word 9.20 5
1971 The Yes Album 9.80 6
1972 Fragile 11.20 5
1972 Close To The Edge 13.80 12
1973 Yessongs 13.00 3
1973 Tales From Topographic Oceans 13.25 8
1974 Relayer 14.22 9
1975 Yesterdays - 2
1975 Yessongs (VHS/DVD) 11.00 2
1977 Going For The One 9.88 8
1978 Tormato 7.71 8
1980 Yesshows 10.00 3
1981 Classic Yes 12.00 2
1983 90125 8.13 8
1985 9012 Live - The Solos 5.00 3
1987 Big Generator 6.67 6
1991 Union 6.00 7
1991 YesYears 13.00 2
1991 Owner Of A Lonely Heart - 1
1992 Union Tour Live (DVD) 7.00 1
1992 Yesstory - 1
1993 Symphonic Music of Yes 2.00 1
1993 Highlights - The Very Best of Yes - 1
1994 Yes Active - Talk (CD-ROM) 8.00 1
1994 Talk 6.17 6
1996 Keys to Ascension (VHS/DVD) 7.00 1
1996 Keys To Ascension 8.00 4
1996 Live in Philadelphia 1979 (DVD) 4.00 1
1997 Something's coming - the BBC Recordings 1969-1970 9.00 2
1997 Open Your Eyes 4.17 6
1997 Keys To Ascension 2 10.50 4
1998 Yes, Friends and Relatives 3.00 2
1999 Musikladen live (DVD) 6.00 1
1999 The Ladder 6.00 7
2000 House Of Yes - Live From House Of Blues 6.00 2
2000 The Best of Yes - 2
2000 House of Yes - Live from House of Blues (DVD) 8.00 2
2000 Masterworks 8.00 1
2001 Live 1975 At Q.P.R. Vol. 1 (DVD) 13.00 2
2001 Live 1975 At Q.P.R. Vol. 2 (DVD) 14.00 1
2001 Magnification 8.00 9
2001 Keystudio 9.00 2
2002 Symphonic Live (DVD) 10.00 3
2002 In a Word: Yes (1969- ) 12.50 2
2002 Yes today - 1
2002 Extended Versions - 2
2003 Greatest Video Hits (DVD) 3.00 1
2003 Yes Remixes 2.00 1
2003 YesSpeak (DVD) 9.67 3
2003 YesYears (DVD) 10.00 1
2004 Yes Acoustic (DVD) 6.00 2
2004 The ultimate Yes 10.00 2
2004 Inside Yes. 1968 - 1973. An independent critical review. (DVD) 10.00 1
2005 Songs From Tsongas - Yes 35th Anniversary Concert (DVD) 10.50 2
2005 Inside Yes Plus Friends and Family (DVD) 11.00 1
2005 The Word is Live 11.00 1
2006 9012Live (DVD) 10.00 2
2006 Essentially Yes - 1
2007 Live at Montreux 2003 - 1
2007 Live at Montreux 2003 (DVD) 9.00 1
2007 Yes. Classic Artists. Their definitive fully authorised Story in a 2 Disc deluxe Set - 1
2008 The New Director's Cut 9.00 1
2009 The Lost Broadcasts 7.00 1
2009 Rock Of The 70's 7.00 1
2010 Keys to Ascension (2CD + DVD Box Set) 10.00 1
2010 Live in Chile 1994 10.00 1
2011 In The Present - Live From Lyon 9.00 2
2011 Live on Air - 1
2011 Fly from here 8.57 7
2011 The Revealing Science Of God 7.00 1
2011 Union Live (DVD) 11.00 1
2012 Yessongs - 40th Anniversary Special Edition (Blu-Ray) - 1
2013 The Studio Albums 1969-1987 - 1
2014 Like It Is - Yes at the Bristol Hippodrome 6.00 1
2014 Songs From Tsongas - Yes 35th Anniversary Concert (3CD Set) 9.00 1
2014 Heaven & Earth 5.17 7
2015 Progeny: Highlights From Seventy-Two 12.00 1
2015 Like It Is - Yes at the Mesa Arts Center 10.00 1
2015 Progeny - Seven Shows from Seventy-Two 8.00 2
2017 Topographic Drama – Live Across America 10.00 1

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