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Pendragon

Out Of Order Comes Chaos (DVD)

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: live; DVD; Neoprog
Label: Metal Mind Productions
Durchschnittswertung: 9/15 (1 Rezension)

Besetzung

Nick Barrett Guitars, Vocals
Peter Gee Guitar, Bass, Keyboards, Backing Vocals
Clive Nolan Keyboards, Backing Vocals
Scott Higham Drums, Backing Vocals

Tracklist

Disc 1
1. Passion
2. Back In The Spotlight
3. Ghosts
4. Not Of This World
5. Comatose
6. If I Were The Wind
7. Freakshow
8. Empathy
9. This Green And Pleasant Land
10. Shane
11. Feeding Frenzy
12. Nostradamus
13. Last Man On Earth
14. Prayer
15. Paintbox


Rezensionen


Von: Harald Schmidt @


Auch an Pendragon geht die Zeit nicht spurlos vorbei – was auf einer Musik-CD verborgen bleibt, offenbart eine DVD umso deutlicher. Rund 20 Jahre nach ihrem Comeback mit The World erscheinen Pendragon rundlicher, aber veröffentlichungstechnisch aktiver denn je und schon gibt es wieder eine Live-DVD. Diesmal verzichtet man komplett auf Klassiker aus den 80ern und so vermeidet die Band immerhin Überschneidungen mit anderen Liveveröffentlichungen der letzten Jahre.

Die Qualität der DVD kann sich sehen lassen – Bild und Ton (wenn auch ein wenig sehr leise) sind vorbildlich und die ruhige Kameraführung ermöglicht es, den Musikern bei ihrer Handarbeit genauer zusehen zu können. Das gewählte Theaterambiente verleiht dem Mitschnitt einen wirklich edlen Anstrich und die beeindruckende Lightshow, die auf der parallel erscheinden Blu-Ray noch brillanter wirken dürfte, tut ihr Übriges. Action jedoch kann man bei Pendragon kaum ausmachen, Stageacting nahezu Fehlanzeige, wenn man von Drummer Scott Highams Posereinlagen absieht.

Auf der Habenseite können die in 2012 von der Classic Rock Society hochdekorierten Pendragon (Awards für besten Drummer, beste Keyboards, bestes Stück, bestes Album und: Konzert!) nach wie vor ergreifende Melodien und melodiöse Arrangements verbuchen. Nick Barrett IST Pendragon – es ist beeindruckend, wie er parallel Gesang und Gitarre überzeugend beherrscht und damit der gesamten Band ihr Gesicht verleiht. Barretts Gitarrensoli sind nach wie vor einfach wunderbar. Das Zusammenspiel funktioniert nahezu blind und so routiniert, dass es schon fast als unspektakulär zu bezeichnen ist. Oder ist das eben das Los, das dem melodischen Neo-Prog live beschieden ist, weil man in der Gesamteinstellung trotz aller Bemühungen harmlos bleibt?

Musikalisch müssen sich Pendragon durchaus Kritik gefallen lassen: So überzeugend sie sich auf den letzten beiden Studio-CDs weiterentwickelt haben, kommen die Stücke in ihrer Gesamtheit live nicht final überzeugend rüber. Das liegt nicht an den technischen Fähigkeiten der Band, sondern eher an der klanglichen Gleichmacherei, welcher alle dargebotenen Stück aus der Zeit 1991-2012 unterzogen werden. Die Band versucht durchgehend, ihren neuen, härteren und vor allen Dingen straighteren Sound durchzuziehen. Die Rhythmik ist oft zu eindimensional und spannungsarm. Das ist das gleiche Symptom an dem Arena bei ihren Live-Auftritten zu leiden haben: getragene Passagen wirken schleppend, temporeiche Intermezzi hingegen in Bumm-Zack-Manier etwas simpel heruntergespielt. So machen längere Stücke oft einen etwas zusammengestückelten Eindruck.

Interessanterweise bemerkt man in den Instrumentalpassagen der neuen Stücke viel mehr Ähnlichkeiten mit den alten Pendragon als vielen Reviews zu den Studioalben Pure und Passion zu entnehmen war, wo oft wie von einer neuen Band gesprochen wurde. Aufgrund der fehlenden klanglichen Abwechslung fehlt einfach ein gewisser Spannungseffekt während des gesamten Konzerts. Es erscheint nie wirklich entscheidend, welchen Song Pendragon als nächstes spielen und so fehlen denn auch finale Highlights, die sich beim Hörer fest setzen.

Um ein Fazit zu ziehen: Am stärksten wirken die Stücke aus der mittleren Bandphase von The World oder The Window Of Life – und es fehlen Klassiker aus der Frühphase: eine DVD darf eigentlich nicht nur für Komplettisten veröffentlicht werden, sondern sollte auch für sich alleine stehen können. Es überrascht, dass die neuen Stücke live nicht voll durchschlagen, obwohl man sie ob ihrer treibenden Studioproduktion oftmals als gerade dafür prädestiniert hielt. Nicht schlecht, aber auch wirklich kein Knüller.

Anspieltipp(s): Last Man On Earth
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 3.10.2012
Letzte Änderung: 6.10.2012
Wertung: 9/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Pendragon

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1985 The Jewel 9.00 2
1986 9:15 Live 8.00 1
1988 Kowtow 8.00 1
1991 The World 7.50 2
1991 The rest of 4.00 1
1993 The Window Of Life 9.00 4
1993 The very very bootleg 4.00 1
1994 Fallen Dreams and Angels 6.50 2
1995 Utrecht...The final frontier 7.00 1
1996 As Good As Gold 7.00 1
1996 The Masquerade Overture 10.50 2
1997 Live in Krakow 1996 7.00 1
1999 "Once Upon A Time In England" Volume 2 4.00 1
1999 "Once Upon A Time In England" Volume 1 8.00 1
2000 The History: 1984-2000 8.00 1
2001 Not of this world 9.50 2
2002 Acoustically challenged 7.00 1
2005 Believe 6.75 4
2006 And Now Everybody To The Stage... (DVD) 11.00 1
2007 Past And Presence (DVD) 11.00 1
2008 Pure 9.00 4
2009 Concerto Maximo (DVD) 9.00 1
2011 Passion 8.00 4
2013 Out of Order Comes Chaos 9.00 1
2014 Men Who Climb Mountains 9.67 3
2017 Masquerade 20 (DVD) 10.00 1

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