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Between the Buried and Me

The Parallax II: Future Sequence

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 2012
Besonderheiten/Stil: Konzeptalbum; Mathrock; Metal; Progmetal
Label: Metal Blade Records
Durchschnittswertung: 14/15 (1 Rezension)

Besetzung

Tommy Rogers vocals, keys
Dan Briggs bass
Blake Richardson drums
Paul Waggoner guitar
Dustie Waring guitar

Gastmusiker

Amos Williams spoken words
Walter Fancourt bass clarinet, flute, saxophone
Ricky Alexander violin
Julian Hinshaw tuba
Maddox Giles alien noises

Tracklist

Disc 1
1. Goodbye To Everything 1:39
2. Astral Body 5:02
3. Lay Your Ghosts To Rest 10:02
4. Autumn 1:18
5. Extremophile Elite 9:59
6. Parallax 1:15
7. The Black Box 2:11
8. Telos 9:45
9. Bloom 3:29
10. Melting City 10:19
11. Silent Flight Parliament 15:09
12. Goodbye To Everything Reprise 2:29
Gesamtlaufzeit72:37


Rezensionen


Von: Thomas Kohlruß


Between the Buried and Me kenne ich noch gar nicht so lange. Erst die EP „The Parallax: Hypersleep Dialogues“ aus 2011 hat meine Leidenschaft für diese Band entfacht. Das gespannte Warten auf das angekündigte (Vollzeit-) Nachfolge-Album zur EP habe ich mit einígen Käufen aus dem Backkatalog der Band versüßt (was man ja inzwischen auch auf diesen Seiten nachlesen kann). Trotzdem war die Ungeduld natürlich langsam groß, als es länger und länger dauerte, bis das Album nun endlich erschienen ist. Aber nun, im Oktober 2012, liegt „The Parallax II: Future Sequence“ vor... und das Warten hat sich mehr als gelohnt.

Ganz unschuldig hebt das Album mit sanftem Akustikgitarrenspiel ab und klingt erstmal wie eine Queen-Ballade... allerdings nur solange, bis es übergangslos in „Astral Body“ übergeht und der US-Fünfer umgehend Fahrt aufnimmt. Fette, vertrackte Riffs, ein knochentrockener Bass und wirbeliges, virtuoses Drumming wird dem Hörer um die Ohren gedroschen. Und Sänger Rogers kreischt, schreit, röchelt, röhrt ganz finster-aggressiv dazu. Between the Buried and Me gehen gleich in die Vollen. Und legen mit dem folgenden Song „Lay Your Ghosts To Rest“ gleich noch eine Schippe Härte, Vertracktheit, Wildheit, Heftigkeit drauf.

So donnert das ganze Album wie ein einziger wüster Malstrom am Hörer vorbei. Die Songs gehen größtenteils pausenlos in einander über, da ist es gut, dass Between the Buried and Me ein paar kurze Atmo-Passagen („Autumn“, „Parallax“ etc.) zur Entspannung des Hörers eingebaut haben. So kann er die wilden Instrumentalabfahrten, abartigen Riffs und die geprügelten Drums in den Longtracks umso besser genießen.

Aber die Amerikaner agieren nicht nur hart und heftig, nein, sie integrieren auch erstaunlich melodisch-sinfonische Passagen in ihre Musik, elektronische Klänge, jazzige Passagen und eigentümliche Kirmesmusik-Einlagen. Sänger Rogers wechselt spielerisch zwischen dahingekotzten Core-Gesang und wunderschönen Klargesang-Passagen. Eingestreute Violinen-Soli, Flöten-, Tuba- und Sax-Klänge sorgen für kurze Aufhorcher. So vergehen die über 70 Minuten Musik wie im Flug und die Fülle der Wendungen, Klang-Gimmicks, seltsamer Einlagen erschließt sich dem Hörer erst so nach und nach. Hier gilt wirklich der etwas abgedroschene Satz „Bei jedem Durchlauf gibt es was Neues zu entdecken“. Neben absolut kompromisslosen Schwermetall-Rockern wie „Extremophile Elite“ (was für ein Songtitel!) oder „Telos“ überraschen Between the Buried and Me mit einer Art Highspeed-Rock'n'Shuffle („Bloom“) und einem wirklich episch-sinfonischen Song („Silent Flight Parliament“) der Extraklasse. Gelegentlich schwingt sich das Album ohnehin zu einem überlebengroßen Bombast-Komplex auf, was für Metal-Puristen wahrscheinlich schon wieder viel zu „over the top“ ist. Aber stilistische Grenzen sind für den US-Fünfer offensichtlich eher zweitrangig.

„The Parallax II: Future Sequence“ ist ein absolut vielschichtiges und außerordentlich abwechslungsreiches Album aus der Ecke des extremeren, technischen ProgMetals geworden. Sicherlich in dieser Richtung der Höhepunkt des Jahres und überhaupt eines der besten Alben, welches man sich denken kann. Zartbesaitete machen vielleicht besser einen Bogen darum, aber wer ein bisschen Härte nicht scheut, mit den Kreisch- und Growl-Attacken von Tommy Rogers umgehen kann (nie war das leichter als hier, weil die Musik drumherum so fantastisch ist), der sollte sich diesen Trip nicht entgehen lassen. Bestes Album der mir bekannten von Between the Buried and Me bis jetzt.

Das Album ist in verschiedenen Varianten erhältlich: Als Standard-Ausgabe im Jewel-Case, als hübsches Digipak mit erweitertem Booklet (aber keine Bonustracks) – die habe ich - und eine Ausgabe mit Making of-DVD.

Anspieltipp(s): Astral Body, Extremophile Elite, Telos, Melting City
Vergleichbar mit:
Veröffentlicht am: 13.10.2012
Letzte Änderung: 13.10.2012
Wertung: 14/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Between the Buried and Me

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
2007 Colors 12.00 1
2009 The Great Misdirect 13.00 1
2011 The Parallax: Hypersleep Dialogues 12.00 1
2015 Coma Ecliptic 13.00 2
2018 Automata I 11.00 1

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