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Anathema

Eternity

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1996 (Wiederveröffentlichung 2003 mit Bonustracks)
Besonderheiten/Stil: Gothic; Metal; New Artrock; Psychedelic
Label: Peaceville
Durchschnittswertung: 12/15 (1 Rezension)

Besetzung

Vincent Cavanagh Vocals/Guitars
Daniel Cavanagh Guitars
Duncan Patterson Bass Guitar
John Douglas Drums

Tracklist

Disc 1
1. Sentinent 2:59
2. Angelica 5:51
3. The Beloved 4:44
4. Eternity Part I 5:35
5. Eternity Part II 3:12
6. Hope 5:55
7. Suicide Veil 5:11
8. Radiance 5:52
9. Far Away 5:30
10. Eternity Part III 4:44
11. Cries On The Wind 5:01
12. Ascension 3:21
13. Far Away (Acoustic)   (Bonus Track) 5:23
14. Eternity Part III (Acoustic)   (Bonus Track) 5:06
15. Angelica (Live)   (Bonus Track) 6:49
Gesamtlaufzeit75:13


Rezensionen


Von: Michael Hirle @


Anathemas erste große Transformation. Hat es der monolithische Gothic/Doom Brocken „The Silent Enigma“ bereits in seinen finster-psychedelischen Strukturen und elegischen Ruhepunkten angedeutet, bricht auf „Eternity“ nun endlich das Sonnenlicht durch die dunklen Wolken und offenbart und vollzieht, neben handlicheren Songaufbauten auch die Kehrtwende hin zum Art-Rock, welcher 1996 noch in den Kinderschuhen steckte.

Hinweg mit den Growls, hinweg mit den tiefergelegten Doomäxten hin zu einer „Cure’schen“-Ästhetik mit ersten floydigen Anwandlungen. Nicht nur „Hope“ (Harper/Gilmour) und die sphärischen Zwischenparts tragen den Geist von Pink Floyd. Diese paradox schwebend, schwermütige Stimmung ist allgegenwärtig und keine Verbeugung mit anschließendem Hexenschuss, sondern tiefgreifende Wandlung durch die (Prog-) Historie. Jede Band hat auf ihrem Weg zum eigenen Gesicht einen Begleiter, einen „Paten“, der sie (im besten Fall) durch die dargereichte Inspiration hin zu etwas Neuem, ganz Einzigartigem trägt. „Eternity“ ist solch ein Album. Und Pink Floyd ihre Wegbegleiter. Der Sound der Vorbilder fand hier zu einer wesensverändernden Verschmelzung. Der schwächelnd, triste Nachfolger „Alternative 4“ konnte nur ein letztes Abstreifen des Vergangenen sein, bevor sich mit „Judgement“ und „A Fine Day to Exit“ ein neues Gesicht herauskristallisierte.

Auch wenn die Sounds subtiler und die Strukturen wieder undurchdringlicher wurden, sich unter allem Schwelgen der unzähligen Tonspuren immer wieder Songs von größter Intensität fanden (z.B. „Are you there“) so unmittelbar emotional und gleichzeitig erhaben wie auf „Eternity“ waren sie (trotz des hier dargereichten, lyrischen Pessimismus) auf ihren Nachfolgern (bisher) nicht mehr. Die melodische Wucht der Frühwerke wurde hier zum Gipfel geführt und eine Wandlung war unumgänglich.

Mit „Eternity“ schrieben Anathema ein Album für die Ewigkeit und gingen gleich wieder einen Schritt weiter. Wandlung wurde so etwas wie das bandeigene Dogma, doch damals war es noch ein natürlicher Schritt.

Anspieltipp(s): Eternity, Hope, Cries On The Wind
Vergleichbar mit: Pink Floyd, Cure, Blackfield
Veröffentlicht am: 23.10.2012
Letzte Änderung: 24.10.2012
Wertung: 12/15
Der Plattentitel ist Programm

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Anathema

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1995 The Silent Enigma 12.00 1
1998 Alternative 4 10.50 2
1999 Judgement 9.50 2
2001 A fine day to exit 12.50 2
2003 A natural disaster 9.00 3
2006 A moment in time (DVD) 10.00 2
2008 Hindsight 10.00 1
2010 We're here because we're here 8.67 3
2011 Falling Deeper 7.00 1
2012 Weather Systems 9.67 3
2013 Universal 10.00 1
2014 Distant Satellites 10.40 5
2017 The Optimist 7.67 3

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