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Earth & Fire

Gate To Infinity

Coverbild
Informationen

Allgemeine Angaben

Erscheinungsjahr: 1977
Besonderheiten/Stil: Klassischer Prog; Rock / Pop / Mainstream
Label: Polydor
Durchschnittswertung: 5/15 (1 Rezension)

Besetzung

Jerney Kaagman Gesang
Chris Koerts Gitarre
Gerard Koerts Keyboards
Theo Hurts Bass
Ton van der Kleij Schlagzeug, Percussion

Tracklist

Disc 1
1. Recognition? 5:30
2. A Princess In Egypt 2:01
3. The Joyous Untruth 2:07
4. Infinty 5:14
5. A Live-Time Before 2:45
6. 78th Avenue 3:02
7. Smile 3:11
8. Green Park Station 2:59
9. Dizzy Raptures 3:17
10. Driftin´ 5:36
Gesamtlaufzeit35:42


Rezensionen


Von: Horst Straske @


"Gates To Infinity" entstand in der Hochphase der 70er Jahre Disco-Welle und zeigt sich in poppig-symphonischen Keyboardeinsätzen hiervon beeinflusst. Der ohnehin schon eingängig-melodische Ansatz in vielen Songs von Earth And Fire geht nahezu nahtlos in einem beschwingten und leichtfüßigen Breitwand-Pop-Sound auf, der sich 1977 ebenso perfekt produziert wie bis ins letzte Detail soundtechnisch aufpoliert präsentierte. Phasenweise klingt das Ganze in den ausgefeilten und hochmelodischen Vokalharmonien wie eine symphonische Version von ABBA, was gar nicht als negatives Werturteil zu verstehen ist, sondern den musikalischen Anspruch der Band untermauert, in die Nische eines breiflächig-getragenen Easy-Listening-Konzepts vorzustoßen.

Mit dem Titel "Infinity" wird der von getragener Elektronik geprägte Wohlfühlsound in relaxter Manier zum Höhepunkt geführt und weiß als Disco-Prog zu gefallen, wenn es dieses Sub-Genre gäbe. "78th Avenue" reißt im trivialen Dance-Sound jeden noch zu wohlwollenden Verfechter dieser stilistischen Neuausrichtung aus allen Träumen und findet mit der an Olivia Newton-John erinnernden Halb-Ballade „Smile“ seine logische Fortsetzung. Dieser Schunkel-Pop-Song setzt dem Ganzen noch die Krone auf und schien für jede Schlager-Revue mit einem bunten Strauß an Melodien prädestiniert gewesen zu sein. Die lange Zeit von Earth And Fire gemeisterte Balance zwischen progressiv-symphonischen Anklängen und einem polierten Pop-Mainstream-Sound wurde so mit einem Handstreich beseitigt. Die Band hatte sich katapultartig in ein völlig anderes Metier begeben, das aber schon stets verborgen im Sound der Band schlummerte und einfach vorher gefälliger verpackt worden war. So war der Weg zum reinen Pop für Earth And Fire trotz allem Mellotron-Reigen nie so weit wie für andere Bands. Tanzbar war die Musik der Holländer auch in ihrer symphonisch-poppigen Hochphase in Form von diversen schmissigen Single-Hits.

Anspieltipp(s): Infinity, 78th Avenue
Vergleichbar mit: Disco-Sympho-Sound
Veröffentlicht am: 28.11.2012
Letzte Änderung: 28.11.2012
Wertung: 5/15

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Alle weiteren besprochenen Veröffentlichungen von Earth & Fire

Jahr Titel Ø-Wertung # Rezis
1970 Earth & Fire 7.50 2
1971 Song Of The Marching Children 8.00 2
1973 Atlantis 8.50 2
1975 To The World Of The Future 8.00 1

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